10. März 2020 / 13:59 Uhr

Borna II/Eula erkämpft zu Hause einen Punkt gegen TuS Pegau

Borna II/Eula erkämpft zu Hause einen Punkt gegen TuS Pegau

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Symbolbild
Gegen den TuS Pegau erkämpft sich Borna II/Eula einen Punkt. © dpa
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Kreisliga A-West: Einheit Frohburg II und TSV Kohren-Sahlis gewinnen ihre Spiele. Kohren-Sahlis Sieg gegen Belgershain erweckt ein wenig Hoffnung auf den Klassenerhalt.

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Duplizität der Ereignisse – trotz regnerischen Tagen und Nächten konnten in der Fußball-Kreisliga A-West der Männer wie in der Vorwoche sechs der sieben Begegnungen stattfinden, während im Osten abermals fünf Duelle ausfielen. In der Weststaffel musste lediglich das Aufeinandertreffen zwischen Gnandstein gegen Mölbis (neuer Termin 28. März) abgesagt werden.

Spitzenreiter Frohburg II konnte seinen Vorsprung durch einen beachtlichen 2:0-Erfolg in Otterwisch auf vier Punkte ausbauen. Weil die sich mit zwei Partien im Rückstand befindlichen Pegauer erneut strauchelten und sich bei Borna II/Eula nach einer 3:0-Führung mit einem 3:3-Unentschieden begnügen mussten. Neukirchen kletterte durch ein mühevolles 2:0 über Thierbach aufs Treppchen. Unterdessen setzte Kitzscher mit einem 2:1-Sieg in Groitzsch seinen Aufwärtstrend fort. Bad Lausick II/Hainichen erlitt beim 1:5 gegen Brandis Schiffbruch und setzt sich im Tabellenkeller fest. Derweil schöpft Schlusslicht Kohren-Sahlis nach dem 3:1 gegen Belgershain neue Hoffnung im Abstiegskampf.

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In der Torschützenliste bleiben Florian Weber (Gnandstein/22) und Tony Jacob (Neukirchen/14) vorn, Pegaus Stephan Moritz hat nach seinem Treffer zu Mohamed Karim Khelifi (Frohburg II/beide 12) aufgeschlossen.

Einheit Frohburg II unterstreicht gewachsene Qualität

Otterwischer SVBSV Einheit Frohburg II 0:2 (0:0). Im Top-Spiel des Wochenendes unterstrich der Tabellenführer bei bestem Fußballwetter und mäßigen Platzbedingungen vor immerhin 75 Zuschauern seine gewachsenen Qualitäten. Die Anfangsviertelstunde im Jahn-Sportpark gehörte allerdings den heimstarken Muldentalern, welche den Klassenprimus mit viel Offensivschwung in die eigene Hälfte drängten. Die Gäste reagierten, stellten taktisch um und störten Otterwischs Regisseur Enrico Kessing bereits bei der Ballannahme. So gestaltete sich das Geschehen nun ausgeglichen, man neutralisierte sich im Mittelfeld, der gegenseitige Respekt war deutlich zu spüren. Klare Torchancen waren Mangelware, erst fünf Minuten vor der Pause verfehlte der Frohburger Nico Brosio bei einem 12-Meter-Schuß haarscharf das Ziel. Nach dem Seitenwechsel boten sich der mit frischen Kräften aus der Kabine gekommenen Heim-Elf Möglichkeiten durch Alexander Herrmann und Tobias König. Die Rennstädter - welche mit inzwischen 47 Toren die gefährlichste Offensivabteilung der Liga stellen - standen hinten tief gestaffelt und hatten vorn ein dickes Brett zu bohren.

Erst Mitte der zweiten Halbzeit war aus der Konter-Stellung heraus das erste Loch geschafft. Der stets präsente Florian Schilling drückte das Leder zu seinem elften Saisontreffer über die Linie, nachdem sich Tom Gerstenberger auf der rechten Angriffsseite energisch durchgesetzt und eine flache Eingabe ins Sturmzentrum gebracht hatte (69.). Wenig später dezimierte sich der OSV personell selbst, als Enrico Kessing den kurz zuvor eingewechselten Gästespieler Yonas Shumendi von hinten überhart attackierte. Dem Unparteiischen Peter Aßmann vom TSV Großsteinberg blieb keine andere Wahl, als die rote Karte zu zücken (75.). Den Hausherren war die Dezimierung zunächst nicht anzumerken, einen Kopfball von Robin Marz nach Freistoß von Stephan Bäßler entschärfte BSV-Schlussmann Mathias Cerny in glänzender Manier. In der Schlussphase machte die jetzt alle Trümpfe im Ärmel haltende Einheit-Reserve durch Paul Strelow den Deckel drauf. Einen blitzschnellen Gegenangriff über die linke Seite bekam der Platzbesitzer nicht geklärt und der Schütze schob die Kugel zur Entscheidung ins Netz (85.).

Sportgemeinschaft hält einen Punkt fest

SG Borna II/EulaTuS Pegau 3:3 (2:3). Die 58 Besucher am Rande des Kunstrasenplatzes im Rudolf-Harbig-Stadion bekamen schier Unglaubliches zu sehen. Nach einer knappen Viertelstunde gab kaum noch jemand einen Pfifferling auf die mit Kreisoberliga-Akteuren (Rodger Baetge, Erik Preiß) ein wenig aufgerüstete Spielgemeinschaft, welche die Anfangsphase komplett verschlief und keine Mittel fand, die gegnerischen Kreise einzuengen. Die zunächst vollends überzeugenden Elsterstädter hatten ihren Blitzstart mit drei Toren (Philipp Hofmann/1., Stephan Moritz/10., Nick Frenzel/12.) gekrönt und befanden sich scheinbar ungefährdet auf dem Erfolgsweg.

Doch die Blau-Gelben hatten die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Nach zwanzig Minuten büßten sie durch ungenaue Pässe sowie nicht energisch genug geführte Zweikämpfe jegliche Dominanz ein und das Unheil nahm seinen Lauf. Der Gastgeber biss sich förmlich fest - Yannick Himmel (23.), Sandro Schöne (45.) sowie Baetge (53.) schenkten der mit 14 Gegentreffern stabilsten Abwehr der Staffel drei Dinger ein und stellten damit alles wieder auf Anfang. Ungeachtet der Aufholjagd wartet die SG seit mittlerweile acht Begegnungen auf einen Dreier, doch diesmal war das Nicht-Gewinnen aufgrund des gefühlten Sieges leichter zu verschmerzen. Als Schiedsrichter war Ekkehard Reißig vom SV Klinga-Ammelshain im Einsatz.

Fehlpässe und diverse andere Unzulänglichkeiten an der Tagesordnung

Fortuna NeukirchenThierbacher SV 2:0 (0:0). Der strapazierfähige Rasen auf dem Fortuna-Gelände präsentierte sich noch etwas holprig, hatte die Niederschläge jedoch erstaunlicherweise weg geschluckt. Anschließend entwickelte sich über weite Stecken ein äußerst zerfahrenes Match, Fehlpässe und diverse andere Unzulänglichkeiten waren an der Tagesordnung. In den Reihen der Einheimischen kam erst Mitte des zweiten Durchgangs durch die Einwechslung von Sirko Schlichter mehr Schwung in die Angriffsaktionen. Dem Routinier war es auch vorbehalten, in der Schlussphase den Bock umzustoßen (85.). Mit dem erlösenden Führungstor im Rücken stach dann gleich der nächste Joker, denn Maximilian Fischer band in der Nachspielzeit vor 50 Fans den Sack zu (90.+5). Der TSV 59 beendete das Duell lediglich zu neunt. Robert Magerramow und Nico Völkel bekamen von Referee Rainer Kießling (TSV Burkartshain) wegen Tätlichkeit beziehungsweise Schiedsrichterbeleidigung den roten Karton unter die Nase gehalten (25., 90.+5). Neukirchen ist von den Thierbachern seit acht Begegnungen nicht mehr bezwungen wurden.

SV GroitzschFSV Kitzscher 1:2 (0:2). Der achte Kitzscheraner Sieg am Stück gegen die Groitzscher geht absolut in Ordnung. Denn die Schusterstädter fanden nach vielversprechendem Rückrunden-Start mit vier Zählern überhaupt nicht ins Spiel und gerieten folgerichtig ins Hintertreffen. Ein schneller Gästeangriff über den rechten Flügel fand in Marcel Kroll einen dankbaren Abnehmer (6.). Bei den Hausherren lief kaum etwas zusammen, misslungene Zuspiele und fehlendes Dagegenhalten ließen selbst den eigentlichen Vorteil Kunstrasen verpuffen. Und es sollte noch dicker kommen, nach einem Eckball baute Eric Emsel das FSV-Polster mit einem überlegt im langen Eck platzierten 16-Meter-Schuss aus (35.). Im zweiten Spielabschnitt intensivierte der Platzbesitzer seine Bemühungen, aber es blieb reichlich Sand im Getriebe. In eine Druckphase hinein gelang Michael Bergner nach einer Ecke allerdings der Anschlusstreffer (70.), woraufhin die Heim-Elf jetzt alles nach vorn warf. Die Offensivaktionen wurden jedoch zu ungenau beziehungsweise überhastet vorgetragen und mündeten daher in Harmlosigkeit. So rettete der Gast den verdienten Erfolg ins Ziel. Marvin Timmler vom SV Regis-Breitingen amtierte an der Schletterstraße vor 30 Zuschauern als Unparteiischer.

Kohren-Sahlis punktet gegen den Abstieg

TSV Kohren-SahlisSV Belgershain 3:1 (2:0). Die hartnäckig um den Klassenerhalt ringenden Töpferstädter ließen das nach dem Remis in Thierbach gesteckte zarte Pflänzchen Hoffnung weiter gedeihen und fuhren ihren ersten Heimsieg im laufenden Spieljahr ein. Bei schwierigen Bodenverhältnissen in der Sportstätte der Freundschaft stellten die Einheimischen vor 20 Besuchern die bessere Mannschaft und hätten durchaus deutlicher gewinnen können. Der bislang häufig ohne Durchschlagskraft operierende TSV-Angriff (lediglich 13 erzielte Tore) brachte diesmal eine weitaus höhere Schlagzahl zu Stande. Johannes Steinfeld (5.), Patrick Lasch (17.) und Philipp Langheim (64.) legten den Grundstein für den so wichtigen Dreier. Ein wenig ärgerlich war nur der Gegentreffer durch den SVB-Goelgetter Boki Vinzens (84.). Ansonsten waren die vereinzelten Belgershainer Nadelstiche meist reine Zufallsprodukte, welche die Hausherren nicht wirklich in Bedrängnis brachten. Auch das weit gereiste und souverän agierende Schiedsrichterkollektiv um Uwe Eichelmann (SV Gleisberg) bekam in einem trotz dreier gelber Karten fairem Duell keine ernsthaften Probleme.

SG Bad Lausick II/HainichenFSV Brandis 1:5 (1:2). Auf dem sehr gepflegt wirkenden Nebenplatz an der Badstraße landeten die überlegenen Brandiser bei Sonnenschein und Windstille ihren ersten Saison-Erfolg in fremden Gefilden, an dem zu keinem Zeitpunkt Zweifel bestanden. Dagegen wartet die Spielgemeinschaft seit mittlerweile sieben Begegnungen auf einen Dreier. Der FSV war in der Kurstadt sofort voll bei der Sache und ging durch Christian Köglers energischen Alleingang schnell in Front (6.). Das durch den Ausgleich von Marcel Queißer (17./Elfmeter – harte Entscheidung) gekennzeichnete Aufbäumen der Heim-Elf war lediglich ein Strohfeuer. Ron Pfüller brachte die Gäste mit einem Kopfball nach Ecke von Florian Mende erneut in die Vorhand und stellte damit zugleich den Pausenstand her (28.).

Die Einheimischen ließen nach der Pause die erwartete Gegenwehr vermissen, einige im Ansatz durchaus sehenswerte Angriffe mündeten in Fehl-Abspielen und der Gast startete gefährliche Konter. Köglers zweites Tor bedeutete die Vorentscheidung in diesem Match (62.), der Schütze ließ dem heraus eilenden SG-Keeper Ralf Kochan keine Gelegenheit zum Eingreifen. Mit Marcus Eckardt machte ein weiterer Doppelschütze alles klar (68. - locker eingeschoben, 78. - gefühlvoller Lupfer). Ein letztlich hoch verdienter Sieg für Brandis. Die von 30 Fans beobachtete Partie stand unter Leitung von Referee Sebastian Barufe vom BSV Einheit Frohburg, der im Verbund mit seinen Assistenten sicher leitete.