28. August 2020 / 13:27 Uhr

Bornaer möchten im Landespokal gegen Radefelder SV weiterkommen

Bornaer möchten im Landespokal gegen Radefelder SV weiterkommen

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Die Zwickauer Jonathan Oelschlegel und Maximilian Jentzsch im Kampf um den Ball mit Bornas Johann Burkhardt.
Borna will sich im Pokalspiel gegen den Radefelder SV, genau wie gegen Lok Zwickau, einen Sieg erkämpfen. © Jens Paul Taubert
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Für die Ausscheidungsrunde des Landespokals hatte der Bornaer SV ein Freilos erwischt. Am Samstag steht die 1. Hauptrunde an, wo der BSV auf den Liga-Kontrahent Radefelder SV trifft. Die Schwarz-Gelben haben dabei eine leichte Außenseiterrolle.

Borna. Am Samstag steigen die Fußballmänner des Bornaer SV in den Pflichtspielbetrieb der Saison 2020/2021 ein. Um 15 Uhr empfangen die Schwarz-Gelben im Rudolf-Harbig-Stadion in der 1. Hauptrunde des Landespokals den Radefelder SV. Nicht unbedingt ein Traumlos, denn bereits Ende September stehen sich beide Mannschaften an selber Stelle im Duell der Landesklasse Nord erneut gegenüber. Zu einer echten Standortbestimmung dürfte die Begegnung wenige Tage vor dem Beginn der Punktekämpfe allerdings auf jeden Fall taugen, denn die Nordsachsen reisen mit reichlich Rückenwind an die Wyhra.

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Während der BSV in der Ausscheidungsrunde vor Wochenfrist ein Freilos erwischt hatte, bekam es die Mannschaft aus dem Schkeuditzer Ortsteil mit Landesligist FC Blau-Weiß Leipzig zu tun und setzte sich mit 2:0 durch. Ein laut Augenzeugenberichten durchaus verdienter Erfolg für die Truppe von Trainer Kai-Uwe Ziegler, welcher nach neun Jahren und zwischenzeitlichen Amtsperioden beim FC Eilenburg II, bei TuS Leutzsch und beim SV Brehmer Leipzig nach Radefeld zurück gekehrt ist.

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Der bis 2007 noch in der Kreisliga kickende RSV stieg 2018 in die Landesklasse auf, belegte dort sofort die Plätze 5 und 3. Der neue, alte Coach geht mit einem runderneuerten Kader in das kommende Spieljahr. Die von der Größenordnung her einem Ausverkauf gleichkommende Abgangswelle zu Beginn der Transferperiode konnte mittlerweile durch zahlreiche Neuverpflichtungen teils von höherklassigen Vereinen mehr als ausgeglichen werden.

Borna mit leichter Außenseiterrolle

Der spektakulärste Zugang ist zweifellos Nicky Adler, welcher zuletzt als Assistenzcoach von Wolfgang Wolf beim 1. FC Lok Leipzig tätig war. Der 35-jährige bestritt in seiner Karriere für den TSV 1860 München, den 1. FC Nürnberg, den MSV Duisburg, den VfL Osnabrück, den SV Wacker Burghausen, den SV Sandhausen und den FC Erzgebirge Aue insgesamt 264 Partien in den drei Profiligen. Für die Nürnberger absolvierte er unter Kult-Trainer Hans Meyer sogar drei Spiele im damaligen UEFA-Cup.

Sein jetziges Team aus dem 1000-Seelen-Ort direkt an der A 14 - in dessen Reihen auch zwei junge Portugiesen stehen - rang in der Vorbereitungsphase unter anderem dem Landesliga-Vertreter SG Taucha ein 1:1 ab und dürfte für die Bornaer der willkommene Gradmesser sein. Man darf gespannt sein, ob sich der BSV in seiner leichten Außenseiterrolle wohl fühlt. Denn eine Überraschung (sprich das Weiterkommen) wird trotz der Schwere der Aufgabe definitiv angepeilt.