16. Februar 2020 / 09:28 Uhr

Bornaer SV bezwingt Rapid Chemnitz mit 2:1

Bornaer SV bezwingt Rapid Chemnitz mit 2:1

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Symbolbild
Eine umkämpfte Partie geht für den Bornaer SV gut aus. © dpa
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Nächster Sieg des Tabellenführers der Kreisoberliga, zum letzten Testspiel vor dem scharfen Rückrundenstart kommenden Samstag gastierte der Bornaer SV am vergangenen Samstag auf der wunderschönen Anlage des BSC Rapid Chemnitz in der Kappel- Arena. 

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Chemnitz. Die, zugegebenermaßen, auch schon bessere (Fußball-) Zeiten erlebt hat. Nach dem Abstieg aus der Sachsenliga in der vergangenen Spielzeit begann man im Chemnitzer Westen mit einem Neuanfang in der Landesklasse West, dort überwintern die Schützlinge von Trainer Christian Scharf auf dem siebenten Tabellenplatz. Also ein erneut starker Gegner für die Wyhrastädter, um perfekt vorbereitet das Ziel Aufstieg in die Landesklasse anzugehen. Nur, dieses Mal erwartete den BSV ein durchaus unangenehmer Gegner, den die bis dahin gezeigten, zugegebenermaßen starken Leistungen des BSV, so mal gar nicht interessierten. Denn die Grün- Schwarzen begannen recht forsch auf dem heimischen Kunsthalmen, die Gäste mussten sich erst zwei, drei Mal schütteln. Und lagen dann schon mit 1:0 hinten. Keine fünf Minuten gespielt, bis dahin wurde nur die Hälfte des BSV strapaziert, ein Zuspiel in den Strafraum, ein Klärungsversuch von hinten traf weniger den Ball als doch eher das Standbein eines Rapid-Spielers.

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Über den Pfiff und die Entscheidung Strafstoß durch Schiedsrichter Daniel Schröder gab es kein Gemecker, also ging diese Entscheidung so in Ordnung. Den fälligen Strafstoß verwandelte Erik Schwinge sicher zum 1:0 (5.). Dann dachte man bei den Gästen auch mal über Offensivaktionen nach. Gegenseite, nur Minuten später, konnte Nick Brehmert in aussichtsreicher Position noch in allerletzter Sekunde am Abschluss gehindert werden. Dann ein langer Ball von Johannes Heisig in die Spitze, der herausgeeilte Torhüter Wolf traf beim Klärungsversuch mit der Faust nicht den Ball, sondern den Kopf des hochgesprungenen Nico Winkler. Auch dieses Mal gab es an der Strafstoßentscheidung durch Schiedsrichter Schröder kaum Diskussionsbedarf. Den Elfmeter versenkte Jens Wagner unten links, auch wenn Wolf die Ecke erahnte, zu platziert der Schuss (23.).

Rapid wollte den Ausgleich

Das Ergebnis erst einmal wieder auf Anfang gestellt, plötzlich passten sich beide Teams dem Ergebnis an. Rassig blieb es, aber vornehmlich zwischen den Strafräumen. Und für Unterhaltung waren die Chemnitzer zuständig. Ein wunderbar getretener Freistoß von Steve Grube krachte an die Unterkante der Querlatte, sprang aber wieder ins Feld zurück. Auch zogen die Hausherren vor dem Seitenwechsel noch einmal die Zügel strammer, scheiterten aber immer wieder an der sehr gut organisierten Abwehr des BSV, die schon wie in den Spielen zuvor eine mehr als solide Vorstellung darbot.

Und vorne fällt ab und zu auch einmal einer rein, ganz anders wie noch in der Hinserie, als der BSV fast schon als Chancentod bezeichnet werden konnte. Dieses Mal war es ein irre langer Einwurf von Rodger Baetge Richtung Fünfmeterraum, Kevin Kutzner sprang am höchsten und verlängerte das Spielgerät ins lange Eck zur Führung (61.). Das der zur Pause eingewechselte Ersatztorhüter Kaiser da keine ganz so glückliche Figur machte soll nicht unerwähnt bleiben. Den Rest der zweiten Halbzeit war dann Rapid am Drücker, wollte unbedingt den Ausgleich. Scheiterte aber ein ums andere Mal an der Hintermannschaft des BSV, die einen richtig guten Job machte.

Und wenn doch mal einer durchrutschte, auf Maximilian Welz im Tor war verlass. Und wenn selbst der geschlagen war half dann auch mal das Glück mit. So wie in Minute 74, als der Chemnitzer Fiedler plötzlich sich auf der rechten Seite durchsetzte, den Ball unter Welz hindurch schob. Das Spielgerät wurde von Wagner noch auf der Linie gerettet, es soll Augenzeugen geben, die den Ball hinter der Linie sahen. Sei es drum, ohne Torlinientechnik und Mann im Keller in Köln blieb es letztendlich beim zwar am Ende glücklichen, aber irgendwie nicht unverdienten Sieg des BSV. Das letzte Aufbäumen der Chemnitzer brachte nichts, außer die Erkenntnis, dass Borna eine perfekte Vorbereitung hingelegt hat und nun einem guten Start in die Rückrunde der Kreisoberliga nichts mehr im Wege steht. Denn gerade die ersten Spiele könnten durchaus entscheidend und richtungsweisend werden.