09. August 2019 / 14:07 Uhr

Bornaer SV hofft auf Überraschung gegen Rotation Leipzig

Bornaer SV hofft auf Überraschung gegen Rotation Leipzig

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Bornas Routinier Jens Wagner (rechts) ist wieder in der Heimat und wird mit seinen Teamkollegen versuchen, die hohe Pokal-Hürde zu überspringen.
Bornas Routinier Jens Wagner (rechts) ist wieder in der Heimat und wird mit seinen Teamkollegen versuchen, die hohe Pokal-Hürde zu überspringen. © Andreas Döring
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Die formstarken Gastgeber gehen das schwere Spiel des Fußball-Landespokals mit viel Selbstvertrauen an und hoffen auf einen Sieg gegen Rotation Leipzig.

Borna. Einen Frühstart in den Pflichtspielbetrieb der Fußball-Saison 2019/2020 vollziehen am Sonnabend die Mannen des Bornaer SV. Um 15 Uhr empfängt der Kreisoberligist im heimischen Rudolf-Harbig-Stadion in der ersten Runde des Landespokals die SG Rotation Leipzig 1950 aus der Landesklasse Nord. Der 3:2-Erfolg gegen Bennewitz im Finale des Kreispokals hat den Wyhrastädtern den Auftritt auf Sachsen-Ebene beschert. Und dieser scheint wie gerufen zu kommen, denn mit höherklassigen Kontrahenten haben die Schwarz-Gelben in der bisherigen Phase der Vorbereitung auf den Punktspielstart beileibe keine schlechten Erfahrungen gemacht. Mit Bad Lausick (5:3) und Zwenkau (2:1) konnten zwei Staffel-Konkurrenten der 1950er bezwungen werden.

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Der Bornaer SV konnte Blau-Weiß Bennewitz 3:2 besiegen und ist neuer Kreispokalsieger im Muldental/Leipziger Land. Zur Galerie
Der Bornaer SV konnte Blau-Weiß Bennewitz 3:2 besiegen und ist neuer Kreispokalsieger im Muldental/Leipziger Land. © Sven Bartsch

„Gegen vor einem sicherlich schwerem Jahr stehende Bad Lausicker vollauf verdient und auch gegen den robusten Aufstiegsaspiranten Zwenkau haben wir es insbesondere in der ersten Halbzeit sehr ordentlich gemacht. Das war erneut wichtig für Selbstvertrauen und Moral“, resümiert BSV-Trainer Marco Gruhne. Er will mit seiner Mannschaft „definitiv“ weiterkommen: „Wenn wir an unsere Grenzen gehen, können wir jedem Gegner wehtun. Somit dürften uns auch in dieser Partie alle Möglichkeiten offen stehen. Rotation ist auf jeden Fall leicht favorisiert, allerdings keineswegs unschlagbar. Wir wollen einen echten Pokalfight abliefern.“

Coach des Bornaer SV ist optimistisch

Der Optimismus des BSV-Coaches ist nicht aus der Luft gegriffen. „Die Truppe ist momentan richtig gut drauf, die Stimmung absolut intakt. Und an die weitere Integration von jungen Leuten lassen wir keine Luft ran.“ So ist der vom 1. FC Lok Leipzig zurück gekehrte Eddie Vorwerk bereits zum jetzigen Zeitpunkt die erhoffte Verstärkung. „Ihm merkt man die dortige fußballerische Ausbildung sofort an. Er sollte in der Lage sein, den nach Deutzen abgewanderten Christopher Schröder in der Abwehr zu ersetzen“, so Gruhne. Auch Fabian Vogel hat eine Lok-Vergangenheit im Jugendbereich vorzuweisen. „Er bringt eine enorme Schnelligkeit mit, benötigt nach einem Jahr krankheitsbedingter Pause allerdings noch etwas Zeit.“ Überhaupt ist Gruhne mit seinem 20 Feldspieler umfassenden Kader spürbar zufrieden. „Zumal wir kaum Abgänge zu verzeichnen hatten. Den nach Rabenstein gewechselten A-Jugendlichen Jim Fischer hätte ich jedoch gern in unseren Reihen gesehen.“

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Die Sorgenfalten auf der Stirn wegen Verletzungsausfällen sind obendrein kleiner geworden, wenngleich sie nicht völlig verschwunden sind „Denn Yannik Richter hat sich leider einen Bänderriss zugezogen. Besser sieht es bei Franz Müller aus, er kämpft sich mit kleinen Schritten an seine alte Form heran. Wobei er seine langfristige Blessur noch vollständig aus seinem Kopf streichen muss.“

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Routinier Jens Wagner wieder dabei

Nicht im Aufgebot für das Match gegen Rotation stehen außerdem die Urlauber Johannes Heisig und Erik Preiß. Routinier Jens Wagner ist dagegen wieder in der Heimat und wird zusammen mit seinen Teamkollegen versuchen, die hohe Hürde zu überspringen.

Noch einige Worte zum Kontrahenten. Die vom mit höherklassiger Erfahrung ausgestatteten Daniel Ferl (Sohn von DDR-Oberligaspieler Uwe Ferl) betreuten Messestädter sind nach zuvor sieben Jahren Enthaltsamkeit in Kreisoberliga/Bezirksklasse seit 2017 wieder in der 7. Leistungsklasse aktiv, belegten dort den elften und zuletzt den achten Platz. Personell gab es im Sommer (der Vereinsname ist praktisch Programm) reichlich Rotation, spektakuläre Transfers waren aber nicht zu verzeichnen. Die absolvierten Testspiele könnten ein kleiner Fingerzeig hinsichtlich des aktuellen sportlichen Zustandes sein. In den Duellen gegen Vertreter der 8. Liga gab es ein 4:2 gegen den LSV Südwest, ein 7:0 gegen Lindenau sowie ein 1:2 gegen den 1. FC Zeitz, bevor mit dem 1:2 gegen den VfB Empor Glauchau (Absteiger in die Landesklasse West) die durchwachsene Bilanz perfekt war. Jeder kann versuchen, sich daraus einen Reim zu machen. Die Bornaer jedenfalls werden ohnehin alles daran setzen, beim Zusammentreffen mit dem Team von der Delitzscher Straße die beiden 0:2-Niederlagen aus dem Spieljahr 2017/18 vergessen zu machen.