18. Oktober 2021 / 11:32 Uhr

Bornaer SV schlägt den ESV Delitzsch, FSV Krostitz besiegt SG LVB

Bornaer SV schlägt den ESV Delitzsch, FSV Krostitz besiegt SG LVB

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Torschütze Johannes Heisig (M.) umkurvt Gegenspieler und Schiedsrichterin Nathalie Buse.
Torschütze Johannes Heisig (M.) umkurvt Gegenspieler und Schiedsrichterin Nathalie Buse. © Dries Mäder
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Gegen personell gebeutelte Delitzscher reicht dem BSV ein Tor zum Sieg, Krostitz siegt auch dank Torwart Gehmlich

Borna. Der Bornaer SV schwimmt in der Fußball-Landesklasse weiter auf der Erfolgswelle. Am Sonnabend bezwang die Elf von Marco Gruhne den ESV Delitzsch mit 1:0 und feierte damit den dritten Ligasieg in Folge. Dabei mussten die Gäste allerdings auf reichlich Stammpersonal verzichten, während der BSV fast alles an Bord war. Kurzfristig musste Kapitän Kevin Kutzner krankheitsbedingt absagen, aber Personal- sind momentan die letzten Sorgen, die Coach Gruhne plagen. Letztendlich gelang ein knapper, dreckiger 1:0-Heimsieg und der BSV überholte den ESV Delitzsch in der Tabelle.

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Borna mit mehr Ballbesitz, Delitzsch bemüht

Dabei fingen die Gäste recht gefällig an, die ersten Minuten gehörten definitiv ihnen. Auch, weil Borna es dem ESV anbot, die Heimelf mächtig ungeordnet, sehr viele unnötige Ballverluste und mangelnde Genauigkeiten im Zuspiel. Delitzsch konnte aber kaum Kapital daraus schlagen, spätestens am Strafraum war Schluss mit den Angriffsbemühungen. Nach etwa einer Viertelstunde straffte sich der BSV, brachte mehr Feinschliff in seine Aktionen und hatte mehr vom Spiel. Auch wenn es kein Augenschmaus war, konnte der Gastgeber das Geschehen in die gegnerische Hälfte verlagern. Offensiv gab es mal einen Kopfball nach einer Ecke von Majd Almoussa, der knapp daneben ging, dann mal einen Distanzschuss von Johannes Heisig, den Schulze im ESV-Tor aber klärte.

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Dann sorgte die Berliner Schiedsrichterin Nathalie Buse mit ihren Entscheidungen mal kurz für Unverständnis auf beiden Seiten, mehr Aufregendes gab es nicht. Es war kein wirklich schönes Spiel, was da geboten wurde. Nach einer halben Stunde gab es aber mal wieder etwas Spektakuläres zu sehen. Eine Dreierchance des BSV brachte die Haarpracht eines jeden Heimfans durcheinander. Zuerst Marik Mäder, der auf der linken Seite den Ball bekam, sein Schuss landete krachend am Querbalken, von dort kam das Leder zu Almoussa, der an Schulze scheiterte. Von dort sprang das Leder zu Tom Haase, dessen Schuss konnte noch von einem Delitzscher Spieler auf der Linie geklärt werden.


In der Folgezeit senkte sich der Puls wieder, das Spiel verfiel in das alte Muster. Borna mit mehr Ballbesitz, Delitzsch bemüht. Aber offensiv lief nicht viel zusammen. Und das bei beiden Mannschaften. Was auch nach dem Seitenwechsel nicht gleich besser wurde. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe, ein Tor konnte an diesem Tag den Unterschied machen. Die Gastgeber wollten diesen Treffer auf jeden Fall, denn sie erhöhten nun die Schlagzahl. Und wurden dann endlich auch für den Aufwand belohnt, den sie betrieben. Ein schöner Pass von Michael Rudolph zum gestarteten Etienne Wangermann, der in den Strafraum eindrang, Querpass in den Rücken der Abwehr, da kam Heisig gesprintet und versenkte das Leder unhaltbar zur Führung in den Maschen (72.).

Glück für den BSV

Nun bekam die Partie endlich Schärfe, auch Delitzsch wollte mitmischen. Zuvor noch ein Distanzschuss vom eingewechselten Philipp Weber, den Schulze parierte. Dann hätte der BSV den Käse endgültig lochen können, Webers Flanke von der rechten Seite geriet etwas zu lang, am zweiten Pfosten stand Heisig, der umkurvte noch einen Gegenspieler, scheiterte aber am Gästetorhüter, der reaktionsschnell ein Bein rausbekam und so die Vorentscheidung verhinderte. Ein Abspiel von Heisig zum freistehenden Mitspieler wäre die bessere Alternative gewesen.

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Und diese Fahrlässigkeit wäre fast bestraft worden, keine Minute später auf der Gegenseite versuchte sich Breitkopf aus der Distanz mit einem mächtigen Weitschuss, der krachend an dem Innenpfosten landete und wieder ins Spielfeld zurücksprang (82.). Zum Glück für den BSV brachte Maximilian Welz noch die Fingerspitzen an das Spielgerät und konnte so den Sonntagsschuss entschärfen. Die letzten zehn Minuten wurde es noch einmal richtig spannend, beide Teams wollten nun die Entscheidung, viel Hektik auf und neben dem Platz.Borna rettete den Sieg über die Zeit retten, der ESV musste mit leeren Händen die Heimreise antreten. Letztendlich ging aber der Heimerfolg schon in Ordnung, Borna war über die 90 Minuten gesehen die bessere Mannschaft, Delitzsch konnte die personellen Ausfälle nicht ganz kompensieren. Ingo Dießner

Bornaer SV: Welz, Burkhardt, Wagner, Almoussa (70. Weber), Baetge, Haase (60. Brehmert), Strankmüller (87. Winkler), Rudolph, Mäder, Wangermann (81. Günther), Heisig.

FSV Krostitz - SG LVB 2:0 (1:0). Nach zuletzt sehr überschaubaren Leistungen hat ein Eigentor dem FSV Krostitz den Weg zurück zum Glück geebnet. Die Elf von Mike Geppert bezwang die SG LVB am Sonnabend mit 2:0 (1:0) und verschaffte sich vorm Spiel bei Topteam Lipsia Eutritzsch etwas Luft.

Die Mannschaften begegneten sich in der Anfangsphase auf Augenhöhe, aber der Gastgeber entwickelte mehr Zug zum Tor. Die erste Großchance hatten jedoch die Leipziger, die Torwart André Gehmlich in großer Manier vereitelte. Jetzt machte der FSV mehr Druck und belohnte sich in der 26. Minute, als von Manuel Schnabel ein Eigentor unterlief. Danach waren Chancen Mangelware. Doch vor der Pause noch eine Riesenchance. Nach einem Bock der Gästeabwehr kam Andreas Luck an den Ball, legte quer auf Marco Dennhardt, doch der schob den Ball am Tor vorbei.

Auch nach Wiederbeginn spielte sich viel zwischen den Strafräumen ab, langweilig wurde es dennoch nie. Nach einer Stunde ein Freistoß von Luck, den Torwart Sebastian Neumann mit einer Glanzparade entschärfte. Sieben Minuten später war auch er machtlos. Die Krostitzer erkämpften sich im Mittelfeld den Ball, Alexander Marzog ging ab, legte auf Dennhardt ab, dessen gefühlvolle Flanke nahm Luck mit dem Kopf und baute die Führung aus. Die Gäste gaben nie auf und eine Chance hatten sie noch, als die Krostitzer Hintermannschaft nicht so gut aussah, aber Gehmlich erneut mit starker Tat den Ball um den Pfosten lenkte. häub

FSV Krostitz: Gehmlich, Huxdorff, (78. Gutmann), Maruhn, Göldner, Fröhlich, Dittrich, Theinert, Marzog (78. Walther), Luck (78. Geißler), Dennhardt, Radig