16. April 2022 / 21:16 Uhr

Borussia nicht "Gladbach-like" – Trainer Hütter schimpft nach Derbypleite: "Man kann sich nur entschuldigen"

Borussia nicht "Gladbach-like" – Trainer Hütter schimpft nach Derbypleite: "Man kann sich nur entschuldigen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Gladbach-Trainer Adi Hütter ist nach der Derby-Pleite gegen den 1. FC Köln bedient.
Gladbach-Trainer Adi Hütter ist nach der Derby-Pleite gegen den 1. FC Köln bedient. © dpa
Anzeige

Nach zuletzt ansprechenden Vorstellungen verfällt Borussia Mönchengladbach ausgerechnet im Rheinderby gegen 1. FC Köln in alte Muster und lässt sich zeitweise vorführen. Bei Trainer Adi Hütter und Nationalspieler Jonas Hofmann mischen sich Frust und Ärger.

Zehn Punkte aus vier Partien – auf der Zielgeraden einer total verkorksten Saison schien sich Borussia Mönchengladbach endlich zu stabilisieren und die Spielzeit zumindest noch halbwegs versöhnlich zu Ende zu bringen. Dann kam der Samstagabend. Dann kam das Rheinderby. Dann kam der 1. FC Köln. Schon nach 35 Minuten lagen die Gladbacher im heimischen Borussia-Park mit 0:3 zurück. Fassungslosigkeit machte sich breit. Auf den Rängen, auf der Trainerbank und wohl auch bei den Profis. Auch wenn Breel Embolo kurz vor dem Ende noch einmal verkürzte, blieb ein wirklich entschlossenes Aufbäumen gegen die Pleite aus.

Anzeige

Die Kölner Anhänger feierten nach dem 3:1 im Revier des Erzrivalen, die Gladbacher sahen sich von den Tribünen Pfiffen und Beschimpfungen ausgesetzt. Nationalspieler Jonas Hofmann blickt fast ein wenig neidisch in Richtung der herumhüpfenden FC-Profis. "Es tut weh, dort hinzuschauen", meinte der 29-Jährige bei Sky und schien mit Blick auf den Verlauf der gesamten Saison nur noch genervt. Was Hofmann stört: "Wir haben drei Gegentore bekommen, für die der Gegner nichts machen musste." Man analysiere diese Anfälligkeit "immer wieder", meinte Hofmann, ein Abstellen dieser Schwäche sei aber nicht gelungen. Dies sei nicht "Gladbach-like".

Auch Trainer Adi Hütter war angefressen: "Wir müssen uns bei den Fans für diese Leistung entschuldigen", meinte der Österreicher wiederholt: "Es ist unerklärlich, da wir es in den vergangenen Spielen besser gemacht haben. Wir haben es nicht geschafft, diesen Schwung mitzunehmen." Besonders die mangelnde Intensität des Auftritts seiner Mannschaft an diesem "sehr bitteren Tag" verärgerte den Coach: "Das ist nicht das, was ich sehen will."