23. Januar 2022 / 13:15 Uhr

Deutliche Worte an Thuram, Plea & Co.: Effenberg knöpft sich Gladbach-Profis vor

Deutliche Worte an Thuram, Plea & Co.: Effenberg knöpft sich Gladbach-Profis vor

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Stefan Effenberg hat deutliche Kritik an Marcus Thuram und Alassane Plea geübt.
Stefan Effenberg hat deutliche Kritik an Marcus Thuram und Alassane Plea geübt. © IMAGO/Laci Perenyi/Revierfoto (Montage)
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Mit der Niederlage gegen Union Berlin ist Borussia Mönchengladbach ein Stück tiefer in die Krise gerutscht. Auch Rufe nach einem Trainerwechsel werden laut. Doch Gladbach-Legende Stefan Effenberg stärkt Adi Hütter den Rücken und nimmt vielmehr die Mannschaft in die Pflicht.

Die Luft wird immer dünner bei Borussia Mönchengladbach: Seit neun Pflichtspielen ist der Traditionsklub ohne Sieg, acht dieser Partien gingen verloren. Und besonders die jüngsten Niederlagen der Mannschaft von Trainer Adi Hütter geben Anlass zur Sorge: Gegen Zweitligist Hannover 96 schied man blamabel aus dem Pokal aus (0:3). Gegen Union Berlin gab es am Samstag den nächsten Bundesliga-Dämpfer (1:2). Nur noch drei Punkte trennen die Borussia von Relegationsplatz 16. Ex-Gladbach-Profi Stefan Effenberg glaubt trotzdem weiter, dass Coach Hütter im Amt bleiben sollte: "Ich bin der Meinung, dass Adi Hütter der richtige Trainer ist", sagte Effenberg am Sonntag im Sport1-Doppelpass.

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Der ehemalige Nationalspieler sieht die Probleme beim fünfmaligen Deutschen Meister vielmehr in der Mannschaft: "Die Stürmer: Was haben sie erreicht in dieser Saison? Ich glaube vier Stürmertore. Du hast 37 Gegentore gekriegt – da liegt das Problem ja auf der Hand. Das Problem vorne und das Problem hinten, in der Mitte auch", erklärte Effenberg. "Und du hast viele Spieler, die mit dem Kopf und mit dem Herzen nicht mehr zu 100 Prozent dabei sind. Ginter ist ein Problem, Neuhaus, Plea, Thuram, die vielleicht schon Abwanderungsgedanken haben."

"Diejenigen, die nicht mitziehen, muss man aussortieren"

Effenberg fordert daher Stellschrauben in der Mannschaft zu drehen: "Du musst appellieren an die Einstellung und eine Verantwortung, die die Spieler auch haben", so der 53-Jährige. Gegen Union Berlin habe die Mannschaft "gut gespielt", findet er. "Und das ist so ein Indiz, dass in der Mannschaft wohl noch nicht alles kaputt ist."

Der frühere Mittelfeldspieler wünscht sich allerdings ein hartes Durchgreifen, bei Spielern, die sich nicht mit vollem Einsatz gegen die Misere stemmen: "Da ist sehr wohl noch Hoffnung – nur musst du jetzt auf die richtigen Spieler setzen. Und wenn Spieler wie Thuram oder Plea denken, sie gehören irgendwo anders und in Europas Top-Elite hin, dann müssen sie es auch Woche für Woche zeigen." Auch harte Maßnahmen könnten nach Ansicht des ehemaligen Paderborn-Trainers angemessen sein: "Man muss an die Spieler appellieren. Diejenigen, die nicht mitziehen, muss man aussortieren."

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