15. Dezember 2019 / 19:03 Uhr

Tabellenführung futsch: Gladbach-Trainer Marco Rose mit Medienkritik, Keeper Yann Sommer resigniert

Tabellenführung futsch: Gladbach-Trainer Marco Rose mit Medienkritik, Keeper Yann Sommer resigniert

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nach der abgegebenen Tabellenführung waren die Gladbacher Protagonisten wie Trainer Marco Rose (r.) erst mal bedient. 
Nach der abgegebenen Tabellenführung waren die Gladbacher Protagonisten wie Trainer Marco Rose (r.) erst mal bedient.  © dpa
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Erst das Europa-League-Aus, jetzt die abgegebene Tabellenführung in der Bundesliga und zwei strittige Szenen bei den Gegentoren: Für Borussia Mönchengladbach war es eine gebrauchte Woche. Wie schon am Donnerstag musste die Mannschaft von Trainer Marco Rose den K.o. in der Nachspielzeit hinnehmen. Borussia-Keeper Yann Sommer war dementsprechend verärgert. Und auch Rose reagierte empfindlich - vor allem von den Fragen des Reporters.

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So hatten sie sich bei Borussia Mönchengladbach die Woche bestimmt nicht vorgestellt. Erst verabschiedete sich die Mannschaft von Trainer Marco Rose am Donnerstag beim 1:2 gegen Basaksehir Istanbul  in der Europa League durch einen Gegentreffer in der Nachspielzeit aus dem Wettbewerb. Und dann wiederholte sich der Last-Minute-K.o. am Sonntag auch noch in der Bundesliga.

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Gegen den VfL Wolfsburg setzte es nach einem späten Gegentreffer von Maximilian Arnold zum 1:2 die nächste Niederlage. Die Tabellenführung waren die Gladbacher damit los, RB Leipzig hatte die Borussia bereits am Samstag durch einen 3:0-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf überholt.

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Rose mit Medienkritik: "Das ist ein hin und her"

Trainer Rose fühlte sich von dem Sky-Reporter, der wissen wollte, ob die Borussia nun wieder auf dem Boden der Tatsachen angekommen ist, sogar ganz schön auf den Schlips getreten: "Ich finde es schade, dass man Borussia Mönchengladbach, meine Mannschaft und auch mich wie einen Punching Ball behandelt. Das ist ein hin und her. Aber ich wusste dass das kommt. Wir haben acht Wochen Fragen beantwortet, die in eine ganz andere Richtung gingen. Und jetzt geht es in die andere Richtung. Das gefällt mir nicht." Sportlich würde man sachlich mit der zweiten Niederlage in Folge umgehen - "wir werden uns kritisch hinterfragen".

Noch bitterer erschien, dass es bei beiden Wolfsburger Treffern zumindest Konfliktpotenzial über deren Gültigkeit gab. Beim 1:0 durch Xaver Schlager in einer turbulenten Anfangsviertelstunde hatte der sich marginal im Abseits befindliche Joao Victor im Sichtfeld von Keeper Yann Sommer gestanden. „Ich sehe den Ball definitiv nicht“, beteuerte der Schweizer, erklärte aber: „Es wurde so entschieden, können wir nicht mehr ändern.“

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Was er denn dazu sagen wolle, dass der Video-Assistent dabei nicht eingegriffen habe? „Nichts. Man ärgert sich natürlich.“ Der 30-Jährige hatte auch bei einer Aktion unmittelbar vor Wolfsburger Siegtreffer in der Nachspielzeit einen Regelverstoß gesehen. „Das war ein hohes Bein von Weghorst“, so Sommer. Tatsächlich leitete der Niederländer den Ball mit der Fußspitze weiter, während Gladbachs Beyer mit dem Kopf zum Ball ging. Grenzwertig. Sommer übte jedoch auch Selbstkritik für die schwache Leistung seiner Mannschaft. „Wir haben vor allem keine gute zweite Halbzeit gespielt."