09. September 2018 / 18:05 Uhr

Böttcher rettet der TuSG Ritterhude einen Punkt

Böttcher rettet der TuSG Ritterhude einen Punkt

Reiner Tienken
Weser-Kurier
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Ritterhudes Tobias Böttcher umkreist nach seinem Treffer zum 3:3-Endstand jubelnd den Rotenburger Kasten. © Guido Specht
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Gegen den bis dato gegentorlosen Rotenburger SV kommt der Landesligist zu einem 3:3-Unentschieden

Die Rolle des Stehaufmännchens füllte die TuSG Ritterhude in der Fußball-Landesliga Lüneburg beim 3:3 (0:1)-Unentschieden gegen den Rotenburger SV aus. Die Akteure um Kapitän Tobias Jahn bügelten im Spielverlauf einen 0:2- und 2:3-Rückstand gegen die Wümmestädter aus, die ihre bisher drei Punktspiele ohne ein einziges Gegentor gewonnen hatten. Tobias Böttcher versetzte den TuSG-Anhang unter den 150 Zuschauern kurz vor Schluss mit einem kernigen Schrägschuss zum Endstand in Hochstimmung

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Höhen und Tiefen prägten die mitreißende Partie im Jahnsportpark. Die TuSG Ritterhude ließ in der eigenen Hälfte gerade in der ersten Halbzeit viele RSV-Freistöße zu. Calvin Vrampe und Merten Hellmann entschärften da mit ihrer Lufthoheit so manche Situation. „Eigentlich war das Spiel schon gewonnen. Wir haben nicht mehr so die Konzentration und Disziplin gehalten“, stellte RSV-Trainer Tim Ebersbach fest.

Chancenwucher rächt sich

Das Auslassen einiger Großchancen rächte sich für die Kreisstädter. Die TuSG Ritterhude lieferte eine vorbildliche Moral gegen den Favoriten. Die Blau-Weißen glaubten bis zum Abpfiff von Schiedsrichter Bastian Mertel (SV Wittstedt) an ihre Außenseiterchance, wurden für ihre 1A-Haltung noch belohnt. „Mit dem Unentschieden muss man zwingend zufrieden sein. Wir wollten die Bälle über die Außen in die Schnittstelle bringen. Da sind sie greifbar“, hatte TuSG-Trainer Julian Geils verwundbare Stellen beim Gast ausgemacht.

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Der Rotenburger SV dominierte eine Halbzeit lang. Stefan Denker stellte nach Hereingabe von Jelle Röben die hochverdiente Gäste-Pausenführung sicher (42.). Lukas Heller (30.) und Arthur Bossert (31.) hatten bereits zuvor das 0:1 vor Augen. TuSG-Torwart Nick Rode rettete beim Abschluss von Lukas Heller hervorragend. Die vierte RSV-Chance der zweiten Halbzeit verhalf den Rot-Weißen durch die 20-Meter-Klebe von Marcello Muniz zum 2:0-Vorsprung (51.).

Die Platzherren lieferten dem Gast danach einen offenen Schlagabtausch. Tobias Böttcher setzte in der Offensive Akzente. Der TuSG-Einwechselspieler war es auch, der vor dem trockenen Abschluss zum 1:2 für Jan-Luca Grove auflegte (55.). Mit Phil Knauth stand dem ein zweiter TuSG-Einwechselspieler in nichts nach. Phil Knauth leistete mit einer Soloeinlage die entscheidende Vorarbeit für den 2:2-Ausgleich durch Tobias Jahn (67.).


Eine zu kurze Abwehr von Dario Cordes brachte die TuSG erneut ins Hintertreffen. Lucas Chwolka vollstreckte per Innenpfostenschuss (83.). Der Gastgeber hatte auf den Rückstand noch eine passende Antwort. Phil Knauth setzte mit einem Diagonalball Tobias Böttcher in Szene, der den Ball aus halblinker Position mit einem satten Abschluss zum 3:3 ins lange Eck wuchtete. „Hallo Rotenburg. Gegentor Nummer drei“, brachte da Stadionsprecher Ralf Buck (TuSG Ritterhude) die Gäste mit seiner Durchsage etwas auf die Palme. Pascal Kranz hatte in freier Bahn gar noch das 4:3 auf dem Schlappen (90. +3).

Der Rotenburger SV kassierte bei diesem 3:3-Unentschieden zugleich seine ersten drei Gegentreffer und Punktverluste der Spielzeit 2018/19. In der Tabelle änderte sich für die Ritterhude indes nichts: Sie bleiben mit erst zwei Punkten auf der letzten Position.