16. September 2021 / 17:48 Uhr

Bötzow-Trainer Marco Meißner macht sich Sorgen um die aktuelle Saison

Bötzow-Trainer Marco Meißner macht sich Sorgen um die aktuelle Saison

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
Bötzow-Trainer Meißner erwartet ein umkämpftes Spiel.
Bötzow-Coach Marco Meißner macht sich Gedanken um die weitere Saison. © Robert Roeske
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Amateurfußball: Dem Coach vom Landesklasseteam aus Oberhavel fehlt ein Konzept, wie weiter mit der Corona-Pandemie im Amateurfußball umgegangen wird. Die ersten Verschiebungen aufgrund positiver Corona-Fälle gab es bereits auf Landes- und Kreisebene.

Den SV Altlüdersdorf hat es zuletzt als erste Mannschaft aus Oberhavel erwischt, die im Landesspielbetrieb auf Punktejagd geht und coronabedingt aussetzen musste. Mehrere Spieler des SVA wurden positiv getestet. Nun liegt der Ball bei den zuständigen Gesundheitsämtern, wann es für die Mannschaft weitergeht. Sowohl im Liga- als auch im Trainingsbetrieb. Doch wie lange kann der Spielbetrieb generell aufrechterhalten werden, wenn die Corona-Fallzahlen in Zukunft weiter ansteigen und die Beschränkungen zunehmen? Auf Kreis- und Landesebene fielen aufgrund des Coronavirus schon Partien aus, die nun zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden müssen. Und Herbst und Winter stehen erst vor der Tür.

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Darüber macht sich Marco Meißner, Coach von Eintracht Bötzow in der Landesklasse, große Sorgen. „Ich habe die Befürchtung, dass es bald wieder vorbei ist“, so Meißner. „Wir werden von den Verbänden alleingelassen und von einem Corona-Konzept habe ich offiziell noch nichts gehört. Auf den Staffeltagungen wurde lediglich gesagt, dass die Spiele nur bei Corona-Fällen verschoben werden. Aber nichts anderes.“ Dabei wünscht sich der Eintracht-Trainer Antworten auf die Frage danach, wie es bei Anstieg der Fallzahlen weitergeht. „Wir sind heilfroh, dass im Amateurbereich wieder gespielt wird. Das ist unsere Leidenschaft, deshalb spielen wir Fußball. Aber wie jeder Arbeitgeber muss sich doch der Verband Gedanken machen und ein Konzept entwickeln. Immerhin spielen wir an der frischen Luft“, sagt Meißner. „Vielleicht mit Testungen, wie im Schulbetrieb. Gefühlt lautet das Credo einfach nur: spielen, spielen, spielen.“

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Nach den zwei Abbrüchen in den vergangenen beiden Spielzeiten 2019/20 und 2020/21 rechnet Meißner mit einem starken Einbruch, sollte es zum dritten Mal passieren. „Dann geht uns der ganze Amateurbereich flöten“, so der Eintracht-Trainer, der zusätzlich den schnellen Saisonstart nach der langen Corona-Pause kritisiert. „Das hätte man aus sportmedizinischer Sicht beleuchten müssen. Es haben sich viele Spieler mit Läufen fit gehalten. Das ist aber nicht mit dem Ball am Fuß zu vergleichen. Die ganzen Verletzungen kommen nicht von ungefähr.“

Bereits Einschränkungen bei den zulässigen Zuschauerzahlen

Auch bei den Bötzowern fielen zuletzt Spieler verletzungsbedingt aus. „Das geht aber nicht nur uns so. Man unterhält sich ja mit den Trainern auf den Plätzen“, sagt Meißner, dessen Sorgen zuletzt nicht kleiner wurden. Bleibt abzuwarten, ob es ein konkretes Konzept vom Verband gibt, sollte es wieder zu Einschränkungen durch die Politik kommen – bei den Zuschauern kam es immerhin schon zu einer Minderung der zulässigen Höchstzahl.