11. Juli 2019 / 17:48 Uhr

Box-Chef des BC Gifhorn: "Nach einem Jahr ist für mich Schluss"

Box-Chef des BC Gifhorn: "Nach einem Jahr ist für mich Schluss"

Nick Heitmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Foto: Sebastian Preuß, Dinner-Boxen 2018, BC Gifhorn, Bayern Auswahl, Nick Bier
Hört in einem Jahr auf: Box-Chef des BC Gifhorn Werner Kasimir (l.). © Sebastian Preuss
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Als erster Vorsitzender hat Werner Kasimir beim BC Gifhorn eine Ära geprägt, seit 2003 füllt er diese Funktion bereits aus. In der jüngeren Vergangenheit hatte der 72-Jährige aber auch schon mal etwas lauter über einen Rücktritt nachgedacht. Jetzt macht er Ernst, im Juni 2020 gibt Kasimir alle Ämter bei dem renommierten Box-Verein ab. Mit Andreas Strom steht ein Nachfolger bereit.

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Der allgewaltige Box-Chef hatte lange überlegt, ob er sich Ende Juni bei der Mitgliederversammlung noch mal zur Wahl stellen soll. „Es hat sich aber niemand gefunden, der sofort für mich übernimmt“, so Kasimir in seiner gewohnt pragmatischen Art. Er wurde einstimmig gewählt, machte den Anwesenden jedoch klar, dass er nicht für die komplette zweijährige Amtszeit zur Verfügung stehe. „Nach einem Jahr ist für mich Schluss.“

Dinner-Boxen 2018: So lief das Event

Dinner-Boxen 2018: So lief das Event. Zur Galerie
Dinner-Boxen 2018: So lief das Event. ©
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Als ausgemacht gilt, dass Strom, der jetzt zum zweiten Vorsitzenden gekürt wurde, dann sein Erbe antritt. „Ab Januar des nächsten Jahres werde ich ihn in die Geheimnisse des BCG einweihen“, sagt Kasimir schmunzelnd. „Er soll die Möglichkeit bekommen, sich einzuarbeiten, etwa was den Schriftverkehr mit den Verbänden angeht.“ Damit alles ordnungsgemäß über die Bühne geht, muss im Sommer 2020 eine außerordentliche Mitgliederversammlung den neuen Vorstand bestimmen, neben Kasimir tritt auch Schatzmeister Harald Ahrens zurück.

Kasimir, der von 1994 bis 2017 auch als Sportwart fungierte, kann auf erfolg- und ereignisreiche Jahre zurückblicken. „Ich habe die goldenen Gifhorner Zeiten miterlebt, als wir von deutschen Meisterschaften immer mit zwei, drei Titeln zurückgekehrt sind“, sagt der 72-Jährige mit Blick auf die Triumphe von Eduard Gutknecht, Vitali Boot, Alex Povernov, Dimitri Sartison oder Willi Gratschow. Dazu kommen Highlights wie der Länderkampf 2005 gegen Kuba oder das Dinner-Boxen in der Boxmühle.

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Nun hat Kasimir, der nicht nur erster Vorsitzender, sondern auch Geschäftsführer ist, den eigenen Abschied eingeläutet. „Ich bin dann 73 Jahre alt, das ist ein gutes Alter, um aufzuhören“, begründet er seinen Schritt. „Und ich mache etwas entweder ganz oder gar nicht, und leicht ist der BC Gifhorn gewiss nicht zu führen.“

Trotzdem sieht er seinen Klub für die Zukunft gut aufgestellt. „Neue Leute mit neuen Ideen, das kann dem Verein eigentlich nur guttun“, sagt Kasimir. Mit Boot als Chefcoach und Sportwart habe der BCG zudem einen „Mann, der sehr gut vernetzt ist“. Und er selbst sei ja auch nicht aus der Welt. „Bei Fragen kann man mich immer ansprechen, einmischen will ich mich aber nicht. Die Verantwortlichen müssen dann die Entscheidungen treffen und dafür geradestehen“, betont Kasimir, dem das Amt des Ehrenvorsitzenden winkt. „Man hat so etwas durchklingen lassen.“

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