22. November 2021 / 13:50 Uhr

Fußball, Rugby und Co.: Brandenburg plant 2G-Regelung für Freiluft-Sportarten

Fußball, Rugby und Co.: Brandenburg plant 2G-Regelung für Freiluft-Sportarten

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 20.11.2021, Deutschland, Kornwestheim, Fussball Landesliga Staffel 1. SV Salamander Kornwestheim vs. TSV Schornbach: Schild 2G Schutz und Hygieneregeln, Corona *** 20 11 2021, Germany, Kornwestheim, Football Landesliga Staffel 1 SV Salamander Kornwestheim vs TSV Schornbach Shield 2G Protection and Hygiene Rules, Corona
Symbolbild: Laut Beschlussvorlage soll künftig und zunächst bis zum 15. Dezember auch auf Brandenburg Sportplätzen 2G gelten. © imago images/Pressefoto Baumann
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Am Dienstag setzt sich das Landeskabinett in Potsdam zusammen, um eine neue Corona-Eindämmungsverordnung zu verabschieden. Laut Entwurf soll 2G nun auch für Freiluft-Sportveranstaltungen kommen. Dafür entfallen jedoch gewisse Auflagen.

2G auch beim organisierten Sport unter freiem Himmel, so soll es laut Entwurf für die Corona-Eindämmungsverordnung in Brandenburg schon ab Mittwoch weitergehen. Laut Entwurf, der dem SPORTBUZZER vorliegt, will das Kabinett am Dienstag darüber entscheiden, nur einen Tag später sollen die neuen Regeln bereits gelten.

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Galt die 2G-Regelung zuvor lediglich "in geschlossenen Räumen", fehlt dieser Zusatz im Entwurf der neuen Verordnung. Damit soll die 2G-Regel nun also noch breiter angewendet werden. Betroffen wären davon demnach auch beliebte Freiluft-Sportarten wie Fußball oder Rugby. Das neue Regelwerk soll am Mittwoch in Kraft treten und ist befristet bis zum 15. Dezember. Im Nachbar-Bundesland Berlin gilt die 2G-Regel flächendeckend im Sport schon seit dem 10. November, in Sachsen gilt seit Montag für den Amateursport fast ein kompletter Lockdown.

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Neben geimpften und genesenen Personen fallen unter die 2G-Regelung weiterhin auch Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr. Mit ausgestelltem, negativem Testnachweis gilt dies zudem für Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr und für Personen, für die aus gesundheitlichen Gründen keine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) ausgesprochen wurde. Diese müssen aber grundsätzlich durchgehend eine FFP2-Maske tragen und ein ärztliches Attest mit sich führen.

Betreiber von Sportanlagen müssen durch die Anbringung eines deutlich erkennbaren Hinweises im Zutrittsbereich darauf aufmerksam machen, dass die 2G-Regelung gilt. Dafür entfällt auf der Sportanlage jedoch das Abstandsgebot, die Maskenpflicht und die Ausübung von Kontaktsport mit mehr als 30 Sportausübenden wäre ebenfalls wieder erlaubt.

Anne Engel, Geschäftsführerin des Fußball-Landesverbands Brandenburg (FLB), kündigte an, dass der FLB noch in dieser Woche eine Sitzung des Krisenstabs einberufen wird. "Wir werden dann die neue Umgangsverordnung bewerten und den Vereinen eine entsprechende Information geben", sagte Engel.

NOFV-Präsident Winkler: "Wollen so viele Spiele wie möglich absolvieren"

Derweil versuchen die Sportfachverbände der immer komplizierter werdenden Corona-Gesetzeslage mit eigenen Mittel beizukommen. Der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) beispielsweise will den von Geisterspielen betroffenen Regionalligisten (aktuell Sachsen) helfen. Präsident Hermann Winkler brachte am Sonntag einen Tausch des Heimrechts ins Gespräch, der gemäß den Statuten möglich wäre. "Der Zuschauer-Ausschluss ist ein bisschen Wettbewerbsverzerrung. Vielleicht können wir als Verband helfen, die Gleichbehandlung herzustellen“, sagte Winkler dem MDR.


Winkler betonte zudem, dass man alles dafür tue, um einen erneuten Saisonabbruch zu verhindern. "Wir wollen so viele Spiele wie möglich absolvieren, mindestens aber 50 Prozent. Wir sind jetzt bei 18 Spieltagen und damit erheblich weiter als in der vergangenen Saison. Wir hoffen auf eine sportlich faire Entscheidung“, sagte Winkler. Auch in Brandenburg gilt: Erst wenn mindestens 75 Prozent der Teams mindestens 50 Prozent der Spiele absolviert haben, kann die Saison in einer Liga gewertet werden.