17. August 2021 / 18:25 Uhr

Brandenburger bei den Paralympics: Fünf Medaillen sollen her

Brandenburger bei den Paralympics: Fünf Medaillen sollen her

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Verena Schott aus Greifswald gewann in London WM-Silber über 100 m Brust.
Para-Schwimmerin Verena Schott trainiert in Potsdam und nimmt zum dritten Mal an den Paralympischen Spielen teil. © FOTO: GETTY IMAGES
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Paralympics: Elf Sportler aus Brandenburg sind für die Wettkämpfe nominiert, der SPORTBUZZER stellt sie vor. Die Trainingszentren der Athleten in der Mark sind seit 2021 sogar Bundesstützpunkt und damit mit dem olympischen Sport gleichgestellt.

Eine Woche vor Beginn der Paralympics hat das Athletendorf in Tokio wieder geöffnet. Auch elf Brandenburger werden in den nächsten Tagen dort ihr Quartier für die am 24. August beginnenden Paralympics beziehen.

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„Mit dem Qualifikationsprozess sind wir zufrieden. Schön wäre es gewesen, wenn im Goalball Stefan Hawranke wieder dabei gewesen wäre, aber die Jugend hat ihn verdrängt“, bilanziert Ralf Paulo, verantwortlicher Para-Sport-Bundesstützpunktleiter für Brandenburg und auch Leichtathletik-Trainer am Standort Cottbus. Fünf Medaillen sind das Ziel der märkischen Delegation. „Aber das wird extrem schwer. Die Entwicklung im Para-Sport ist stark vorangeschritten, viele Länder habe aufgeholt“, weiß der 57-Jährige. 2016 in Rio hatte Brandenburg sechs Medaillen (je dreimal Silber und Bronze) geholt. Die bisher erfolgreichsten Brandenburger Paralympics waren 1996 in Atlanta (USA) mit siebenmal Edelmetall.

Brandenburger Athleten bei den Paralympics in Tokio

Am 24. August 2021 beginnen in Tokio die Paralympics. Der <b>SPORT</b>BUZZER stellt die Brandenburger Starter vor. Zur Galerie
Am 24. August 2021 beginnen in Tokio die Paralympics. Der SPORTBUZZER stellt die Brandenburger Starter vor. ©

„Einfach ist es auch wegen der Klassifizierungen nicht“, sagt Paulo und erläutert: „Schwimmerin Verena Schott zum Beispiel wurde jetzt in einer Klasse mit Gegnerinnen, die einen geringeren Behinderungsgrad haben, eingestuft. Statt Platz eins in der Weltrangliste wird daraus Platz fünf.“ Dem müsse man sich aber stellen.

Immerhin: Seit diesem Jahr gelten die zwölf deutschen Para-Sport-Trainingszentren, von denen drei in Brandenburg liegen (Cottbus für Radsport und Leichtathletik, Potsdam für Schwimmen) als Bundesstützpunkte und erhalten so die gleiche Förderung wie der olympische Sport. Ralf Paulo lobt: „Brandenburg ist vorbildlich was die Unterstützung des paralympischen Sports anbelangt.“