23. November 2021 / 15:15 Uhr

Brandenburgs Ringerverbandschef Danny Eichelbaum: „Die Erfolgsstory soll weitergehen“

Brandenburgs Ringerverbandschef Danny Eichelbaum: „Die Erfolgsstory soll weitergehen“

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Brandenburgs Ringerverbandschef Danny Eichelbaum (l.) mit dem neuen DRB-Präsidenten Jens-Peter Nettekoven in Potsdam.
Brandenburgs Ringerverbandschef Danny Eichelbaum (l.) mit dem neuen DRB-Präsidenten Jens-Peter Nettekoven in Potsdam. © Privat
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Ringen: Brandenburgs Ringerverbandschef Danny Eichelbaum aus Jüterbog im Interview zur Wahl von Jens-Peter Nettekoven zum neuen DRB-Präsidenten.

Jens-Peter Nettekoven aus Nordrhein-Westfalen tritt als neuer Präsident des Deutschen Ringer-Bundes (DRB) die Nachfolge von Manfred Werner an. Am Wochenende wurde der CDU-Politiker von den Delegierten der Landesorganisationen auf dem Deutschen Ringertag in das Amt gewählt. Eine dramatische Entscheidung. Nach drei Wahlgängen lagen Nettekoven und sein Gegenkandidat Klaus Johann gleichauf. Das Los musste laut Satzung entscheiden. Dies wollte jedoch letztlich keiner. Johann zog schließlich seine Kandidatur zurück und machte so den Weg für Nettekoven frei. Dass der 43-Jährige für das Amt des DRB-Präsidenten der Richtige ist, davon ist Danny Eichelbaum als Brandenburgs Landesverbandschef der Ringer überzeugt.

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Herr Eichelbaum, wie bewerten Sie als Brandenburger Verbandschef die Wahl von Nettekoven?

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Danny Eichelbaum: Ich kenne Jens Nettekoven schon jahrelang nicht nur als Präsidenten des Ringerverbandes Nordrhein-Westfalen, sondern auch als Landtagskollegen aus NRW. In meiner Funktion als Vorsitzender der Zweckgemeinschaft Ringen Mitteldeutschland habe ich Jens Nettekoven und Klaus Johann nach Potsdam beziehungsweise Luckenwalde eingeladen, um sich bei den ostdeutschen Verbandsvertretern vorzustellen. Jens hat dabei die meisten der Ost- Landesverbände von sich überzeugt. Er hat das Ringen von der Pike auf gelernt und führt seit Jahren einen der größten Ringerverbände Deutschlands. Und er ist jemand, der klare Ziele hat, durchsetzungsstark ist und teamorientiert arbeitet. Das alles prädestiniert ihn für das Amt des Präsidenten des Deutschen Ringer-Bundes und er wird ein guter Präsident sein, davon bin ich überzeugt.

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Wie tief Ist das deutsche Ringerlager gespalten? Was ist zu tun, um die Gräben zu schließen?

Wie in der Politik so ist es auch in Sportverbänden nicht unüblich, dass es mehrere Kandidaten für ein Amt gibt. Beide Kandidaten haben mit ihren jeweiligen Teams einen fairen Wahlkampf geführt, sie waren in Ringerdeutschland unterwegs und haben mit den Landesverbänden viele Gespräche geführt. Die ostdeutschen Landesverbände haben den beiden Kandidaten auch Wahlprüfsteine übersandt, bei den Antworten gab es nicht viele inhaltliche Unterschiede. Am Ende kann es aber nur einen Präsidenten geben und das ist Jens Nettekoven. Wir sind Klaus Johann sehr dankbar, dass er in einem Vier-Augen-Gespräch mit Jens sich bereit erklärt hat, seine Kandidatur zurückzuziehen. Der Wahlkampf ist vorbei und wir wollen jetzt alle gemeinsam nach vorn schauen.

Wo steht die Sportart Ringen aktuell? Und wie sehen Sie ihre Entwicklung?

Unsere Sportart hat in den zurückliegenden Jahren einen regelrechten Boom erlebt, in den letzten 15 Jahren haben wir mit unseren Ringerinnen und Ringern deutschlandweit 344 Medaillen bei internationalen Meisterschaften errungen. Dahinter steckt die harte Arbeit unserer Sportler und Trainer. Die Erfolgsstory soll weitergehen. Wir wollen in unserem Bundesstützpunkt in Frankfurt (Oder), im DRB-Regionalstützpunkt Luckenwalde und in unseren Landesstützpunkten in Brandenburg weiterhin junge Ringertalente fördern und ausbilden und sie zu Top-Leistungsathleten weiterentwickeln. Dafür arbeiten wir alle, ob im Ringerverband Brandenburg oder im Deutschen Ringer-Bund. Und ich bin mir sicher, dass alle jetzt auch Jens Nettekoven und sein Team unterstützen.

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