27. Februar 2022 / 07:27 Uhr

Nach Hilferuf: Im Hotel gestrandete brasilianische Profis verlassen Kiew per Zug 

Nach Hilferuf: Im Hotel gestrandete brasilianische Profis verlassen Kiew per Zug 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Marlon Santos von Schachtjor Donezk bestätigte via Instagram, dass eine Gruppe von brasilianischen Fußballprofis Kiew verlassen hat.
Marlon Santos von Schachtjor Donezk bestätigte via Instagram, dass eine Gruppe von brasilianischen Fußballprofis Kiew verlassen hat. © IMAGO / Marco Canoniero
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Mehr als 30 Brasilianer stehen bei ukrainischen Erstliga-Klubs unter Vertrag. Davon ist einigen Profis nach einem Hilferuf vor wenigen Tagen nun offenbar die Ausreise per Zug gelungen. Dies bestätigte Donezk-Verteidiger Marlon Santos in einem Instagram-Post.

Nach ihren Hilferufen aus einem Hotel in Kiew hat eine Gruppe in der Ukraine beschäftigter brasilianischer Fußballspieler mit ihren Angehörigen offenbar die Stadt verlassen können. Der Spieler Marlon Santos von Schachtjor Donezk und der Physiotherapeut Luciano Rosa veröffentlichten am Samstag auf Instagram Videos aus einem Zug. Dieser war demnach nach Tschnerowitz im Westen der Ukraine, nahe der Grenzen zu Rumänien und Moldau, unterwegs.

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In zwei Videos auf dem Instagram-Konto von Santos vom Donnerstag und Samstag waren er und mehrere andere Spieler sowie Frauen, Kinder und ältere Männer - insgesamt gut 40 Menschen - in einem Hotel in der ukrainischen Hauptstadt zu sehen gewesen. Sie baten darin die brasilianische Regierung um Hilfe bei der Ausreise angesichts der russischen Invasion. "Wir müssen hier raus", schrieb der Ex-Verteidiger des FC Barcelona zum zweiten Video. Ihnen gingen Vorräte wie Milch und Windeln für ihre Kinder aus, betonte er.

Donezk-Profi bestätigt via Instagram: "Haben es geschafft, da rauszukommen"

"Wir alle, die wir im Bunker eines Hotels in Kiew waren, haben es geschafft, da rauszukommen", schrieb Santos wenige Stunden später zum Video aus dem Zug. Die Option, mit dem Zug zu fahren, habe ihnen die Botschaft ihres südamerikanischen Heimatlandes angeboten. Die Europäische Fußball-Union UEFA und der ukrainische Fußballverband hätten eine Eskorte zum Bahnhof gestellt.

Das Nachrichtenportal G1 berichtete, für die Brasilianer sollte es von Tschernowitz aus mit dem Bus nach Rumänien weitergehen. Es gebe noch weitere brasilianische Fußballer in der Ukraine, die mit ihren Familien das Land auf verschiedenen Wegen zu verlassen versuchten. Mehr als 30 brasilianische Spieler stehen bei ukrainischen Erstliga-Klubs unter Vertrag, allein zwölf bei Schachtjor Donezk. Der Spielbetrieb in der Ukraine ist aktuell ausgesetzt.

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