06. Juli 2020 / 22:56 Uhr

Bratpfannen-Krachmacher und Fans im Stadion: Heidenheim erhält in Relegation kuriose Unterstützung

Bratpfannen-Krachmacher und Fans im Stadion: Heidenheim erhält in Relegation kuriose Unterstützung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Beim Relegationsspiel zwischen dem 1. FC Heidenheim und Werder Bremen saßen plötzlich Fans im Stadion. Zuvor hatte ein Bratpfannen-Krachmacher für Wirbel gesorgt.
Beim Relegationsspiel zwischen dem 1. FC Heidenheim und Werder Bremen saßen plötzlich Fans im Stadion. Zuvor hatte ein Bratpfannen-Krachmacher für Wirbel gesorgt. © Getty/dpa
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Der 1. FC Heidenheim hat den erhofften Sprung in die Bundesliga verpasst – an Unterstützung hatte es gegen Werder Bremen allerdings trotz Corona-Beschränkungen und dem DFL-Hygienekonzept nicht gemangelt. Ein Mann sorgte mit einer Bratpfanne für Krach. Und plötzlich saßen 50 Fans im Stadion.

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Der 1. FC Heidenheim hat im Relegations-Rückspiel gegen Werder Bremen kuriose Unterstützung erhalten. Ein Mann in Kochschürze sorgte für reichlich Lärm, weil er mit einer Suppenkelle über weite Strecken der Partie eine Bratpfanne bearbeitete. Das dadurch entstandene Geräusch war sogar bei den TV-Übertragungen von DAZN und Amazon Prime deutlich zu hören und sorgte auch im Netz für Wirbel. Doch damit nicht genug: nach 60 Minuten tauchten plötzlich rund 50 Personen auf der Gegentribüne auf und begannen, für Stimmung zu sorgen. Letztlich nutzte das alles nicht – Heidenheim scheiterte nach dem 2:2 am Aufstieg.

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Die Personen, die im Stadion aufgetaucht waren (offenbar handelte es sich um Heidenheim-Fans) wurden allerdings nur wenige Minuten, nachdem sie Platz genommen hatten, wieder von der Security abgewiesen. Auf Fotos ist zu sehen, wie einige der Männer und Frauen mit Rasseln "bewaffnet" waren. Werders Klubchef Klaus Filbry zürnte: "Die müssen hier raus!" Wie sie überhaupt ins Stadion gelangt waren, blieb zunächst unklar. DAZN-Reporter Alex Schlüter äußerte den Verdacht, dass sie sich über eine Event-Location im Stadion unerlaubt Zutritt verschafft hatten. Nach den coronabedingten Hygiene- und Sicherheitsvorschriften sind derzeit keine Fans in den Stadien zugelassen. Wie die Bild berichtet, soll es sich unter anderem um Spielerfrauen und Kinder der FCH-Profis gehandelt haben.

Zuvor waren die Nerven von TV-Zuschauern und den Journalisten und Beteiligten im Stadion von dem Bratpfannen-Krachmacher strapaziert worden, der sich im Wechsel mit einigen Trommlern (auch Werder beteiligte sich daran in Person von Physiotherapeutin Laura Kersting) nach Kräften bemühte, in der ansonsten leeren Voith-Arena im beschaulichen Heidenheim an der Brenz so etwas wie Stimmung zu erzeugen.

2009 wurde die Bundesliga-Relegation wieder eingeführt. Alle bisherigen Begegnungen im Überblick:

Der <b<SPORT</b>BUZZER blickt in der Galerie auf alle Relegationsduelle seit 2009. Zur Galerie
Der BUZZER blickt in der Galerie auf alle Relegationsduelle seit 2009. ©

Das kam nicht überall gut an. DAZN-Experte Ralph Gunesch unkte, dass die DFL in ihrer Satzung künftig wohl Küchengeräte im Stadion verboten müsse. Auch auf Twitter wurde das repititive Schlaggeräusch für viele zu einem Ärgernis: "Die Glocken von Heidenheim dürfen gerne weiter in der 2. Liga läuten. Nicht auszuhalten", kommentierte ein User und ein anderer fügte hinzu: "Bringt bitte die Bratpfanne zurück in die Küche; kaum ertragbar."

Doch nicht nur Bratpfannen und Trommler waren zu hören – auch eine Kuhglocke sorgte für Krach. Ein User fasste zusammen: "Auf Krampf Stimmung im leeren Stadion zu machen ist so unnötig nervig, vor allem wenn es mit einer Kuhglocke ist." Fakt ist: die musikalische Untermalung kam nicht überall gut an …