24. November 2022 / 12:57 Uhr

Breel Embolo trifft gegen Geburtsland: Schweiz besiegt Kamerun mit Bundesliga-Power

Breel Embolo trifft gegen Geburtsland: Schweiz besiegt Kamerun mit Bundesliga-Power

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Breel Embolo jubelt verhalten nach seinem Treffer für die Schweiz gegen sein Heimatland Kamerun.
Breel Embolo jubelt verhalten nach seinem Treffer für die Schweiz gegen sein Heimatland Kamerun. © Getty Images
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Durch einen Treffer des gebürtigen Kameruners Breel Embolo feiert die Schweiz einen gelungenen WM-Einstand. Im Duell mit den Afrikanern sorgt eine deutliche Leistungssteigerung der Eidgenossen im zweiten Durchgang für die ersten drei Punkte in der Gruppe G.

Die Schweiz startet mit einem Sieg in die Weltmeisterschaft in Katar. Am Donnerstagmittag setzte sich die Mannschaft von Murat Yakin in der Gruppe G mit 1:0 (0:0) gegen Kamerun durch. Den entscheidenden Treffer erzielte Breel Embolo im Duell mit Land, in dem er geboren wurde - erst vor acht Jahren erhielt er die Schweizer Staatsbürgerschaft. Die Afrikaner um Kapitän Eric Maxim Choupo Moting vom FC Bayern spielten besonders in Durchgang eins stark, verpassten aber mehrfach die Führung. In Durchgang zwei waren hingegen die Eidgenossen das etwas bessere Team.

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Die Schweiz startete mit fünf von sieben zur Verfügung stehenden Bundesliga-Spielern in die Partie im Al-Janoub Stadium. Neben Yann Sommer und Nico Elvedi von Borussia Mönchengladbach standen Silvan Widmer von Mainz 05, Djibril Sow von Eintracht Frankfurt und Ruben Vargas vom FC Augsburg beim Anpfiff auf dem Platz. Zudem haben fünf der anderen sechs Startelf-Spieler eine Vergangenheit in der Bundesliga. Lediglich Remo Freuler spielte nie in Deutschland. Gregor Kobel von Borussia Dortmund und der Mainzer Edmilson Fernandes saßen zum Auftakt auf der Bank. Kamerun bot mit Choupo-Moting hingegen nur einen Bundesliga-Profi auf – Gael Ondoua vom Zweitligisten Hannover 96 war zunächst nur auf der Bank, kam aber ab der 69. Minute zum Einsatz.

In der ersten Hälfte besaßen die Afrikaner die besseren Optionen auf den Führungstreffer. Nach zehn Minuten war es zunächst Karl Toko Ekambi, der einen Abpraller aus einer aussichtsreichen Position über das Gehäuse von Sommer setzte. Nur vier Minuten später tauchte der formstarke Choupo-Moting erstmals im gefährlichen Bereich auf, schloss aber zu unplatziert ab. Der fünfmalige Afrika-Cup-Sieger war weiter das bessere Team, verpasste aber den ersten Treffer durch mehrere gute Chancen. Und was war mit den Schweizern? Die tasteten sich zunächst nur langsam in Richtung gegnerischen Kasten vor und wurden dabei vorerst nie so richtig gefährlich.

Embolo schiebt locker zur Führung ein

Der zweite Durchgang startete nach einem klaren Chancenplus von Kamerun in den ersten 45 Minuten direkt mit einem Treffer - und das nicht wie es eigentlich verdient gewesen wäre durch die Afrikaner. Ausgerechnet Angreifer Embolo traf gegen sein Geburtsland auf Vorlage von Xherdan Shaqiri aus kurzer Distanz zum 1:0 für die Eidgenossen (48.). "Natürlich ist es ein besonderes Spiel für uns alle", sagte der frühere Stürmer von Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach über seine Familie und Verwandtschaft. Embolo wurde 1997 in Kamerun geboren, verließ das Land mit seiner Mutter und seinem Bruder im Kindesalter aber. Seit Ende 2014 hat er auch den Schweizer Pass, 2015 debütierte er im A-Nationalteam der Eidgenossen. Das 1:0 gegen die unzähmbaren Löwen war sein zwölfter Treffer im 60. Länderspiel.

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Nach der Führung präsentierten sich die Eidgenossen in einer deutlich besseren Verfassung als noch in Hälfte eins. Aber auch Kamerun zeigte weiter eine ordentliche Partie und kam durch Choupo-Moting, der erst seine Gegenspieler austanzte, dann aber an Sommer scheiterte, fast zum Ausgleich (57.). Die Schweiz beschränkte sich nicht aufs Verteidigen sondern ging auf das 2:0. Eine Bundesliga-Kombination zwischen dem Mainzer Widmer und dem Augsburger Vargas hätte fast die Zwei-Tore-Führung besorgt, doch Inter-Keeper André Onana wehrte stark ab (66.). Die anschließende Ecke verteidigten die Afrikaner in höchster Not vor dem lauernden Embolo (67.). Am Ende war es der 25 Jahre alte Angreifer, der mit seinem Treffer die ersten drei Punkte der Eidgenossen sicherte.

In der Gruppe G trifft WM-Favorit Brasilien am Donnerstagabend (20 Uhr, ZDF und MagentaTV) auf Serbien. Die Schweiz bekommt es am Montag (17 Uhr) mit den Südamerikanern zu tun, Kamerun fordert am gleichen Tag schon ein paar Stunden vorher (11 Uhr) die Serben heraus.

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