01. August 2018 / 07:50 Uhr

Breitenreiter verärgert über 96-Vertragsangebot: Heldt muss nachbessern

Breitenreiter verärgert über 96-Vertragsangebot: Heldt muss nachbessern

Tobias Manzke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Angebot zu schlecht: Hannover 96 kann sich vorerst mit André Breitenreiter nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen.
Angebot zu schlecht: Hannover 96 kann sich vorerst mit André Breitenreiter nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen. © Maike Lobback
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Droht Hannover 96 jetzt noch das große Vertragstheater mit dem Trainer vor der Saison? Der Klub machte André Breitenreiter ein Angebot zur Verlängerung, das war allerdings zu schlecht. 96 muss nachbessern. Dabei soll es nicht nur um den finanziellen Aspekt gehen, sondern auch um Verstärkungen.

Der 96-Wunsch ist klar: Trainer André Breitenreiter soll seinen 2019 auslaufenden Vertrag in Hannover verlängern. Am besten bis zum Saisonstart. Das wäre „wünschenswert“, wie Manager Horst Heldt erklärte. Es ist aber zu befürchten, dass die Einigung mit Breitenreiter nicht so schnell über die Bühne geht, wie die Verantwortlichen sich das erhoffen.

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Nach Sportbuzzer-Informationen hat das Angebotspaket, dass 96 an seinen Cheftrainer und dessen Berater Alen Augustincic gesendet hat, die Erwartungen nicht erfüllt, ist schlicht zu schlecht. 96 wird noch mal deutlich nachbessern müssen, um den erfolgreichen Trainer über 2019 hinaus binden zu können.

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 Philipp Tschauner streckt sich im Sand. ©

Angebot zu schlecht: Was ist 96 Breitenreiter wert?

Dabei soll es in dem Vertragskonstrukt aber nicht nur um den finanziellen Aspekt gehen, der natürlich aber auch eine Wertschätzung für Leistung des Trainers in den vergangenen anderthalb Jahren ausdrückt. Auch Verstärkungen für die Mannschaft sind nach wie vor Thema.

Für Breitenreiter ist das Vertragsthema in der heißen Phase der Vorbereitung keine einfache Situation: Zuerst musste er lange auf ein Angebot von Vereinsseite warten, das jetzt auch noch zu schlecht ist.

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96 muss sich die Frage stellen: Was ist mein Trainer wert, der den Aufstieg geschafft hat und der unter schwersten Bedingungen den sicheren Klassenerhalt in der Bundesliga geschafft hat? Zum Vergleich, was Trainer so in der Bundesliga verdienen: Dieter Hecking kassiert in Gladbach rund 1,6 Millionen Euro pro Jahr, wurde letzte Saison Neunter in der Bundesliga mit der Borussia.

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Breitenreiter genießt einen sehr guten Ruf

Droht 96 jetzt noch das große Vertragstheater mit dem Trainer vor der Saison? Gegenseitiges Abtasten und Pokern gehört dazu, wie auch bei jedem Spielertransfer. Daher ist es eher unwahrscheinlich, dass es richtig scheppert. Auch wenn die beiden Parteien noch auseinanderliegen in ihren Vorstellungen, ist noch genug Zeit, diese anzupassen und sich anzunähern.

Das wird auch das Bestreben von beiden Seiten sein – und vielleicht auch bis zum Saisonstart klappen. Klar ist aber: Unter Wert wird Breitenreiter seine Unterschrift nicht unter einen neuen 96-Vertrag setzen. Durch seine akribische Arbeit in Hannover hat er seinen Marktwert gesteigert und genießt einen sehr guten Ruf. Das wissen auch andere Clubs.

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Der Trainer fordert weitere Neuzugänge

Breitenreiter will sich und 96 weiterentwickeln. Aber dafür fehlt es noch an einigen Stellschrauben. Es wird zwar strukturell aufgerüstet, wie der Bau der Flutlichtmasten und die Erneuerung des Trainingsplatzes zeigen. Die Zustände hatte Breitenreiter immer angemahnt, jetzt wurden die Verbesserungen unter ihm und Heldt auch umgesetzt.

Aber das kann noch nicht alles sein. Nach wie vor braucht auch das Team noch neue Kräfte. „Wir sind in der Breite des Kaders noch nicht ausreichend besetzt“, bekräftigte der Trainer im Trainingslager in Velden seinen Wunsch nach neuen Spielern.

„Es fehlt bei uns ein Innenverteidiger“

„Wir können zum Beispiel nicht Dreierkette trainieren, weil wir keine zwei Dreierketten zusammen bekommen. Andere Vereine haben acht Innenverteidiger. Es fehlt bei uns ein Innenverteidiger“, so Breitenreiter. Und ihm fehlt noch ein vernünftiges Angebot.

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