08. Mai 2021 / 17:33 Uhr

Brekalo mit Dreierpack: Wolfsburg macht den nächsten Schritt Richtung Champions League.

Brekalo mit Dreierpack: Wolfsburg macht den nächsten Schritt Richtung Champions League.

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Brekalo nach dem ersten Tor mit Trainer Glasner.
Brekalo nach dem ersten Tor mit Trainer Glasner. © Swen Pförtner/dpa
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Der VfL Wolfsburg hat den dritten Tabellenplatz in der Bundesliga verteidigt - mit drei Toren von Josip Brekalo. Der Kroate erzielte alle Treffer beim 3:0-Sieg gegen Union Berlin.

Der VfL Wolfsburg ist im Rennen um die Champions-League-Plätze wieder in der Spur. Nach drei Niederlagen in den vorangegangenen vier Spielen schlugen die Niedersachsen den Europa-League-Anwärter Union Berlin am Samstag mit 3:0 (1:0) und verteidigten dadurch den dritten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga. Alle drei Tore schoss der Kroate Josip Brekalo (12., 63. und 89. Minute).

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Sollte der VfL auch seine beiden letzten Saisonspiele gegen RB Leipzig und Mainz 05 gewinnen, würde er sich zum ersten Mal seit 2015 und zum dritten Mal überhaupt für den wichtigsten Wettbewerb des europäischen Club-Fußballs qualifizieren.Das beeindruckendste an diesem abgeklärten und selbstbewussten Auftritt der Wolfsburger war, wie sehr sie alle störenden Einflüsse der vergangenen Wochen ausblendeten. Seien es die Niederlagen gegen Borussia Dortmund, Bayern München und Eintracht Frankfurt oder auch die Diskussionen um die nach wie vor ungeklärte Zukunft ihres Trainers Oliver Glasner - die Mannschaft arbeitete einfach konzentriert auf ihr großes sportliches Ziel hin und zeigte wieder die Qualitäten, die sie auf diesen dritten Platz gebracht hatten: Das frühe Attackieren des Gegners und eine solide Abwehrarbeit.

Einzelkritik: VfL Wolfsburg - Union Berlin

<b>Koen Casteels</b>: Hatte in der ersten Halbzeit so gut wie gar nichts zu tun, von Union kam nach vorn sehr wenig. Wenn er gebraucht wurde, war er aber da. - Note: 3 Zur Galerie
Koen Casteels: Hatte in der ersten Halbzeit so gut wie gar nichts zu tun, von Union kam nach vorn sehr wenig. Wenn er gebraucht wurde, war er aber da. - Note: 3 ©

Einziges Manko der ersten Halbzeit: Wout Weghorst (21.) und Maximilian Philipp (26.) hätten die Führung längst ausbauen müssen, bevor die harmlosen Berliner durch Joel Pohjanpalo (30.) überhaupt zu ihrer ersten Torchance kamen. Dank Brekalos schönem Distanzschuss aus 18 Metern hatten die Wolfsburger Spieler aber schon früh die Gelegenheit, eine weitere Botschaft neben ihren hohen sportlichen Ambitionen zu transportieren: Nach dem 1:0 hielten sie beim Torjubel die Trikots von Bartosz Bialek und dem aktuell an Schalke 04 ausgeliehenen William hoch. Beide hatten sich während der Spielpause in den vergangenen zwei Wochen das Kreuzband im Knie gerissen.

Bei den Unionern saß der Ex-Wolfsburger Max Kruse wegen Oberschenkel-Problemen lange auf der Bank. Dass mit ihm, Taiwo Awoniyi, Sheraldo Becker, Leon Dajaku, Cedric Teuchert und Anthony Ujah insgesamt sechs Offensivspieler fehlten, war des Schlechten aus Berliner Sicht aber noch nicht genug. Denn Robert Andrich (vor dem Spiel) und Marcus Ingvartsen (während des Spiels) verletzten sich am Samstag in der Volkswagen Arena ebenfalls noch.

Trotzdem wurde der Tabellenachte nach einer halben Stunde besser - aber nicht gefährlicher. Die auffälligste Aktion, ein Pfostenschuss von Pohjanpalo (56.), wurde wegen Abseits zurückgepfiffen.

VfL Wolfsburg gegen Union Berlin - Die Bilder

Petar Musa hebt gegen Jay Brooks ab. Zur Galerie
Petar Musa hebt gegen Jay Brooks ab. ©

Genau in dieser Phase hätte das Spiel aber noch einmal kippen können, weil sich die Wolfsburger mit dem Nachlegen des zweiten Tores unnötig viel Zeit ließen. Weder ein Freistoß von Maximilian Arnold (60.) sorgte für die Entscheidung noch ein schöner Angriff über Philipp und Ridle Baku (62.). Das holte kurz darauf erst Brekalo nach.


Als sportlich alles gelaufen war, machten sich vor dem Stadion auf einmal mehrere Union-Fans bemerkbar, die ihre Mannschaft mit Trommeln und Gesängen anfeuerten. Sie waren dabei so laut, dass die Spieler auf dem Rasen sie gut hören konnten.

dpa