11. Februar 2019 / 15:13 Uhr

Brekalos Startelf-Comeback beim VfL Wolfsburg: „Ich hoffe, dass jetzt wieder meine Zeit kommt“

Brekalos Startelf-Comeback beim VfL Wolfsburg: „Ich hoffe, dass jetzt wieder meine Zeit kommt“

Tim Lüddecke
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
„Man muss dafür kämpfen, dass man wieder da ist“: Josip Brekalo (r.) stand seit langem wieder in der Startelf, bereitete in Freiburg den 1:0-Führungstreffer von Jerome Roussillon vor.
„Man muss dafür kämpfen, dass man wieder da ist“: Josip Brekalo (r.) stand seit langem wieder in der Startelf, bereitete in Freiburg den 1:0-Führungstreffer von Jerome Roussillon vor. © dpa
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Zehn Bundesligaspiele in Folge saß Josip Brekalo beim VfL Wolfsburg auf der Bank. Beim 3:3 in Freiburg kehrte der kroatische Nationalspieler zurück in die Startformation, überzeugte im Breisgau und will seinen Platz nun verteidigen: "Ich möchte jedes Spiel von Anfang an machen."

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Die Wortwahl von Bruno Labbadia war exakt dieselbe - sowohl vor als auch nach dem Spiel beim SC Freiburg. „Wir brauchen seine Fähigkeiten“, sagte der Trainer des VfL Wolfsburg über Josip Brekalo. Im Breisgau durfte der Kroate diese erstmals seit dem 10. Spieltag (0:1 gegen Borussia Dortmund) wieder von Beginn an unter Beweis stellen. Und beim 3:3-Unentschieden lieferte er gleich mal ein paar Argumente (und Aussagen) für weitere Startelfeinsätze.

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„Zehn Spiele stand ich nicht in der ersten Elf. Das ist eine lange Phase, nicht nur zwei, drei Spiele“, erklärt Brekalo. "Ich denke, es ist klar, dass ein Spieler enttäuscht ist und nicht zufrieden sein kann, wenn er nicht spielt. Für mich war das eine schwierige Zeit.“ Eingeläutet wurde sie mit der Wolfsburger Systemumstellung vom 4-3-3 zum 4-4-2 mit Raute, der Brekalo zum Opfer fiel, weil es laut Labbadia keine Position in dieser Aufstellung gibt, die seinen Stärken entsprechen würde. Der 20-Jährige meint: „Ich weiß, dass ich in so einer Situation ruhig bleiben muss.“ Leicht gefallen ist es ihm aber nicht.

"Ich konnte zeigen, dass mit mir zu rechnen ist"

In Freiburg wechselte der VfL die Formation nun zurück – und Brekalo stand wieder von Beginn an auf dem Platz. „Ich habe viel dafür gearbeitet, ich war dran, habe gut trainiert“, so der zweimalige kroatische Nationalspieler. Diesen Eindruck bestätigte er auch auf den Platz: Die meisten Wolfsburger Angriffe liefen im ersten Durchgang über seine linke Seite, auch die 1:0-Führung von Jerome Roussillon bereitete er mit einem feinen Außenrist-Pass vor. Nach der Pause war er dann etwas unauffälliger, doch Brekalo war anzumerken, dass er sich präsentieren wollte. „Ich habe meine Chance bekommen und ich denke, ich konnte zeigen, dass mit mir zu rechnen ist“, sagt er. "Da muss ich jetzt weitermachen, denn ich möchte jedes Spiel von Anfang an machen.“

Die Wölfe in Noten: Die Einzelkritiken zum Spiel des VfL Wolfsburg beim SC Freiburg

Koen Casteels: Konnte sich erst gegen Ende der ersten Halbzeit in Szene setzen - vorher kam von den Freiburgern nicht wirklich viel. Beim 1:1 durch Grifo war er dann erst machtlos. Beim 2:2 nach einer Ecke ebenfalls, allerdings trat ihm Freiburgs Heintz zuvor auf die Füße. Vor dem dritten Treffer kann er den Ball nicht festhalten. Note: 4 Zur Galerie
Koen Casteels: Konnte sich erst gegen Ende der ersten Halbzeit in Szene setzen - vorher kam von den Freiburgern nicht wirklich viel. Beim 1:1 durch Grifo war er dann erst machtlos. Beim 2:2 nach einer Ecke ebenfalls, allerdings trat ihm Freiburgs Heintz zuvor auf die Füße. Vor dem dritten Treffer kann er den Ball nicht festhalten. Note: 4 ©
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"Ich habe genug Selbstvertrauen"

Wer ihm in der Zeit, in der er zumeist als Joker zum Einsatz gekommen war, geholfen hat? „Ich mir selbst. Ich habe genug Selbstvertrauen. Aber wenn man spielt, kriegt man noch mehr Selbstvertrauen“, so Brekalo. "Man muss dafür kämpfen, dass man wieder da ist“. Das ist er jetzt erst mal, wie auch Trainer Labbadia in Freiburg empfand: „Er hat es gut gemacht, definitiv. Es war wichtig, dass er heute gut verteidigt, Bälle behauptet, aber auch Tempo reingebracht hat.“

Bilder der Auswärtspartie des VfL Wolfsburg beim SC Freiburg

Wolfsburgs Trainer Bruno Labbadia (l) und sein Freiburger Pendant Christian Streich sind vor der Partie bester Laune. Zur Galerie
Wolfsburgs Trainer Bruno Labbadia (l) und sein Freiburger Pendant Christian Streich sind vor der Partie bester Laune. ©
LESENSWERT

Wolfsburgs Coach weiß natürlich um die Qualitäten des begabten Flügelspielers. Bereits zu seiner Zeit beim Hamburger SV wollte er ihn verpflichten. Als Labbadia Trainer in Wolfsburg wurde, avancierte Brekalo zum Stammspieler, zum Leistungsträger im Saisonfinale – und im November zum kroatischen A-Nationalspieler. Nur: Seitdem saß er beim VfL auf der Bank. Manchmal wirkte er nach seinen Einwechslungen so, als spiele er lustlos, wirkte auch schon mal frustriert. Doch Labbadia weiß solche Fälle zu händeln: „Das ist ein junger Mensch – und ein ganz normaler Werdegang.“ Wichtig ist, dass er jetzt wieder Lust hat. Es scheint so. Brekalo: „Ich hoffe, dass jetzt wieder meine Zeit kommt.“

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