26. Dezember 2019 / 08:21 Uhr

Bremen-Legende Dieter Eilts kritisiert Fußball-Geschäft: "Da wird oft mit Halbwahrheiten gearbeitet"

Bremen-Legende Dieter Eilts kritisiert Fußball-Geschäft: "Da wird oft mit Halbwahrheiten gearbeitet"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Werder-Legende Dieter Eilts blickt auf die aktuelle Zeit im Profi-Geschäft.
Werder-Legende Dieter Eilts blickt auf die aktuelle Zeit im Profi-Geschäft. © dpa
Anzeige

Anders als viele seiner Europameister-Kollegen von 1996 ist Dieter Eilts nicht mehr im Fußball beschäftigt. Der 55-Jährige betreut Grundschulkinder. Eine Rückkehr in seinen Sport ist für ihn derzeit kaum vorstellbar - es werde oft mit Halbwahrheiten gearbeitet.

Dieter Eilts hat sich für einen ungewöhnlichen Weg entschieden. Der Europameister von 1996 arbeitet nach mehreren Stationen im Fußball mittlerweile als Betreuer von Grundschulkindern an der Freien Evangelischen Bekenntnisschule in Bremen. Im Interview der Deutschen Presse-Agentur spricht der 55-Jährige unter anderem über einen Unterschied zwischen Kindern und Profi-Fußballern.

Anzeige
Mehr vom SPORTBUZZER

Ehrlichkeit und Direktheit sind nach Ansicht des früheren Nationalspielers und Europameisters von 1996, Dieter Eilts, im Fußball nicht immer gewünscht. "Man versucht eher das zu sagen, was die Verantwortlichen gerne hören möchten. Da wird dann auch oft mit Halbwahrheiten gearbeitet", sagte Eilts. Der 55-Jährige arbeitet mittlerweile in Bremen als Betreuer von Grundschulkindern. "Die sagen, was sie denken und was sie empfinden. Das finde ich total angenehm", sagte Eilts.

40 ehemalige Profis von Werder Bremen und was aus ihnen wurde

Marko Marin, Miroslav Klose, Diego, Kevin De Bruyne und Co. - Das sind 50 ehemalige Spieler von Werder Bremen und was aus ihnen wurde! Zur Galerie
Marko Marin, Miroslav Klose, Diego, Kevin De Bruyne und Co. - Das sind 50 ehemalige Spieler von Werder Bremen und was aus ihnen wurde! ©

Dass Spieler dazu neigten, sich seltener klar zu positionieren, hat aus Sicht von Eilts durch soziale Medien zugenommen. "Ich habe auch absolutes Verständnis für die Spieler, wenn sie immer mehr aufpassen", sagte der frühere Defensivspieler, der 390 Bundesliga-Partien für Werder Bremen bestritt. "Es bleibt ja nichts mehr geheim, alles wird irgendwo kommentiert. Die Kabine ist mittlerweile der einzige geschützte Raum, und da kann ich es absolut nachvollziehen, wenn sich die Spieler mit klaren Aussagen etwas zurückhalten."