21. November 2021 / 20:16 Uhr

Bremer trifft gleich doppelt! VfL-Frauen schlagen SGS Essen mit 5:1

Bremer trifft gleich doppelt! VfL-Frauen schlagen SGS Essen mit 5:1

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Klare Sache: Die VfL-Frauen ließen gegen die SGS Essen nichts anbrennen.
Klare Sache: Die VfL-Frauen ließen gegen die SGS Essen nichts anbrennen. © Roland Hermstein
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Frauenfußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat am Sonntagabend gegen die SGS Essen nichts anbrennen lassen - und sich klar und deutlich mit 5:1 durchgesetzt. Erfreulich: Stürmerin Pauline Bremer steuerte einen Doppelpack bei. Es waren ihre ersten Tore nach langer Verletzungspause.

Was für eine turbulente Woche! In der Champions League droht den Fußballerinnen des VfL Wolfsburg nach dem 0:2 gegen Juventus am vergangenen Donnerstag das Aus, in der Bundesliga behauptete der Vizemeister am Sonntag gegen die SGS Essen in einer einseitigen Partie durch ein 5:1 (2:0) Rang eins. Die Tore im heimischen AOK Stadion erzielten Pauline Bremer (2), Jill Roord, Rebecka Blomqvist, für Essen traf Vivien Endemann kurz vor Schluss. Zuschauer waren nicht anwesend, da das niedersächsische Feiertagsgesetz am Totensonntag öffentliche Sportveranstaltungen eigentlich untersagt. In Absprache mit der Stadt Wolfsburg und dem Land Niedersachsen konnte jedoch erwirkt werden, dass das Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden durfte.

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VfL-Trainer Tommy Stroot änderte seine Elf im Vergleich zum Juventus-Spiel auf vier Positionen, so rückten Bremer, Feliticas Rauch, Sofie Svava und Shanice van de Sanden für Kathrin Hendrich, Turid Knaak, Lena Lattwein und Tabea Waßmuth in die Startelf. Beim Aufwärmen gab es keine Musik, Tore wurden nicht durchgesagt, ein Stadionsprecher war gar nicht erst vor Ort. Auf dem Platz gaben die Wolfsburgerinnen aber mit Anpfiff den Ton an!

Frauenfußball-Bundesliga: VfL Wolfsburg - SGS Essen.

Frauenfußball-Bundesliga: VfL Wolfsburg - SGS Essen. Zur Galerie
Frauenfußball-Bundesliga: VfL Wolfsburg - SGS Essen. © Roland Hermstein

Bereits nach sechs Minuten musste SGS-Torfrau Sophia Winkler erstmals hinter sich greifen. Nach einer Ecke von Rauch köpfte Bremer zum 1:0 ein - ihr erstes Tor seit Oktober 2020! Die Offensivspielerin hatte sich in der vergangenen Saison am fünften Spieltag gegen den SC Sand das Kreuz- sowie Innenband im rechten Knie gerissen, der lange Leidensweg hatte im September diesen Jahres ein Ende, jetzt endlich das erste Pflichtspiel-Tor! Auch die zweite Ecke der Partie wurde gefährlich, konnte aber auf der Linie geklärt werden. Im Gegenzug konnten die Gäste aus Schönebeck vor allem durch Umschaltmomente glänzen, in der zwölften Minute klärte Wolfsburgs Torfrau Almuth Schult stark mit dem Fuß gegen Elisa Senß.

Beide Teams setzten im weiteren Verlauf Akzente, Svava hatte in der 29. Minute das 2:0 auf dem Fuß, setzte eine Hereingabe von Sara Doorsoun aber neben das Tor. Ein weiterer Treffer lag lange in der Luft, letztendlich war es Roord, die den VfL für seine Überlegenheit belohnte und nach Doppelpass mit Svenja Huth durch einen Flachschuss kurz vor der Pause erhöhte.

Der Vizemeister ruhte sich aber nicht auf dem 2:0 aus, wollte mehr und startete energisch in den zweiten Durchgang. Lena Oberdorf schlug in der 58. Minute einen Ball nach vorn, van de Sanden behauptete sich an der Mittellinie stark gegen die Essener Abwehrreihe und stürmte anschließend alleine aufs SGS-Tor zu. Auch Bremer rannte mit, van de Sanden musste nur noch querlegen - 3:0! Die Freude bei der 25-Jährigen war groß, da reichte die Zeit auch für eine Umarmung mit VfL-Physio Omar Jose Rüppel.

Essen wehrte sich tapfer und hielt mit allen Mitteln dagegen, konnten sich aber nicht entscheidend gegen disziplinierte Wolfsburgerinnen durchsetzen. Die eingewechselte Blomqvist sorgte mit einem Hammer-Schuss in den Winkel das 4:0. Kurz vor Schluss gelang den Gästen durch Endemann noch der Anschlusstreffer, Waßmuth erhöhte in der Nachspielzeit 5:1. Durch den deutlichen Sieg bleibt der VfL mit einem Punkt mehr vor Meister Bayern München, das zuvor mit 3:0 gegen Carl Zeiss Jena gewonnen hatte.


  • VfL: Schult – Doorsoun, Janssen (69. Starke), Wedemeyer, Rauch – Oberdorf (81. Waßmuth), Roord (69. Knaak) – van de Sanden, Huth, Svava (61. Blomqvist) - Bremer (61. Smits).
  • SGS: Winkler - Meißner, Räcke, S. Ostermeier, L. Ostermeier (82. Touon) - Bremer (62. Endemann) - Baaß (62. Kockmann), Senß, Wamser (62. Sterner) - Berentzen, Baijings (81. Debitzki).
  • Tore: 1:0 (6.) Bremer, 2:0 (42.) Roord, 3:0 (58.) Bremer, 4:0 (71.) Blomqvist, 4:1 (87.) Endemann, 5:1 (90.+1) Waßmuth.
  • Schiedsrichterin: Wildfeuer (Lübeck).