21. November 2021 / 22:33 Uhr

Bremer trifft und gesteht: "Haben keine leichte Woche hinter uns!"

Bremer trifft und gesteht: "Haben keine leichte Woche hinter uns!"

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Szene aus dem Frauen Bundesligaspiel VfL Wolfsburg - SGS Essen, Tor zum 1:0, Pauline Bremer #7
Ihr erster Streich: Pauline Bremer köpft Wolfsburgs 1:0 beim 5:1 gegen die SGS Essen. © Roland Hermstein
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Das 0:2 in der Champions League gegen Turin war abzuhaken. Das schaffte der VfL Wolfsburg und verteidigte durch ein souveränes 5:1 gegen Essen die Spitze in der Frauenfußball-Bundesliga. Der Coach und eine Spielerin besonders waren glücklich.

Frauenfußball-Bundesligist VfL Wolfsburg hat am Sonntagabend gegen die SGS Essen nichts anbrennen lassen - und sich mit 5:1 durchgesetzt. Die Niedersächsinnen gehen somit als Spitzenreiter in die Länderspielpause, in der die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft am Freitag in Braunschweig im Rahmen der WM-Qualifikation auf die Türkei trifft. "Wir wollten die Tabellenführung behaupten und das ist uns gelungen. Es ging nur um diese drei Punkte, wir haben die Aufgabe angenommen", so VfL-Trainer Tommy Stroot nach dem Abpfiff. Vergangenen Donnerstag unterlagen die VfLerinnen mit 0:2 gegen Juventus Turin, es könnte dadurch sogar das Gruppenphasen-K.o. in der Champions League drohen. "Das Turin-Spiel so hinter sich zu lassen und so fokussiert zu sein, da habe ich wirklich Respekt vor", lobte der 32-Jährige. "Die Energie war da, um das Spiel zu gewinnen."

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Die Mannschaft mache weiterhin große Schritte, der deutliche Sieg gegen Essen gibt Selbstvertrauen. Stroot: "Wenn ich auf die letzten Monate schaue, und was für Spiele wir da so absolviert haben und in auch in welcher Form, tut das Turin-Spiel auch in zwei Wochen noch weh. Es war ein Ausreißer in eine Richtung, wo wir eigentlich weiter sind und selber wissen, dass wir es besser können. In dem Moment konnten wir das nicht abrufen." Was jetzt gilt? "Wir wollen weiter auf die guten Momente aufbauen, sodass wir auch in Stress-Momenten weiter die Kontrolle im Spiel behalten und die Konsequenz bewahren. Am Donnerstag haben wir das vermissen lassen." Gegen Essen "war es schön zu sehen, dass wir am Ende weiter gewillt waren, Tore zu machen."

Frauenfußball-Bundesliga: VfL Wolfsburg - SGS Essen.

Frauenfußball-Bundesliga: VfL Wolfsburg - SGS Essen. Zur Galerie
Frauenfußball-Bundesliga: VfL Wolfsburg - SGS Essen. © Roland Hermstein

Doppelpackerin Pauline Bremer strahlte nach der Partie bis über beide Ohren. Bereits nach sechs Minuten musste SGS-Torfrau Sophia Winkler erstmals hinter sich greifen, nach einer Ecke von Felicitas Rauch köpfte die Stürmerin zum 1:0 ein, nach rund 60 Minuten musste sie nach Zuspiel von van de Sanden nur noch einschieben. Es waren ihre ersten Tore seit Oktober 2020! Die Offensivspielerin hatte sich in der vergangenen Saison am fünften Spieltag gegen den SC Sand das Kreuz- sowie Innenband im rechten Knie gerissen, der lange Leidensweg hatte im September diesen Jahres ein Ende. Jetzt endlich die ersten Tore! "Wir haben keine leichte Woche hinter uns, deswegen bin ich einfach froh, dass wir gewonnen haben. Das war wichtig", so die 25-Jährige, die über ihre Tore sagt: "Nach so einer langen Zeit ist einfach ein richtig schönes Gefühl, wieder zu treffen. So kann es weiter gehen!"

Nach dem Dämpfer gegen Turin mussten sich die Köpfe schnell wieder nach oben richten. Bremer: "Das war einfach bitter und es wurmt. Jeder war enttäuscht, auch über die Art und Weise. Jeder hinterfragt sich da selbstkritisch. Jetzt mussten wir den Schalter direkt wieder umlegen und in der Liga die Tabellenführung sichern. Ich bin wirklich stolz auf die Mannschaft und wie wir das umgesetzt haben."