08. Juni 2022 / 13:19 Uhr

Pressestimmen zum Klassiker: "Kane rettet England" – DFB-Team "noch nicht konstant und nicht stabil"

Pressestimmen zum Klassiker: "Kane rettet England" – DFB-Team "noch nicht konstant und nicht stabil"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Harry Kane (links) ärgert das DFB-Team um Joshua Kimmich (Mitte) und Thomas Müller (rechts) mit einem späten Treffer.
Harry Kane (links) ärgert das DFB-Team um Joshua Kimmich (Mitte) und Thomas Müller (rechts) mit einem späten Treffer. © Getty Images/dpa (Montage)
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Ein starker Auftritt, aber wieder kein Sieg: Die deutsche Nationalmannschaft überzeugt im Klassiker gegen England – und sorgt auch bei der deutschen Presse für positive Schlagzeilen. Die britischen Medien sehen hingegen keinen guten Auftritt der "Three Lions". Ein Überblick.

Die deutsche Nationalmannschaft hat auch den zweiten Härtetest in der Nations League nur mit einem Remis beendet. Die Mannschaft von Bundestrainer Hansi Flick trennte sich am Dienstag in München 1:1 (0:0) von England. Der Gladbacher Jonas Hofmann brachte die Gastgeber vor 66.289 Zuschauern in einer intensiven Partie in Führung (51. Minute). Englands Kapitän Harry Kane glich per Foulelfmeter aus (88.). Der SPORTBUZZER fasst die Pressestimmen aus Großbritannien und Deutschland zusammen.

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The Sun: "England scheint sowohl individuell als auch kollektiv einen Rückschritt gemacht zu haben, nachdem sie Deutschland bei der Europameisterschaft im vergangenen Sommer geschlagen haben. (...) Aber England kann sich immer auf Kane verlassen - den Gewinner des Goldenen Schuhs bei der vergangenen Weltmeisterschaft und einen Mann, der nie zu wissen scheint, wann er geschlagen ist, der immer weiß, wo das Tor steht, und der zudem über eine Gerissenheit verfügt, die (Trainer) Southgate sicherlich zu schätzen weiß."

Daily Mirror: "Kane rettet England"

Daily Mail: "Das war weit entfernt von Englands beeindruckendster Leistung in jüngster Zeit. Bis zu einem späten Comeback nach der Einwechslung von Jack Grealish sah es nach einer weiteren Niederlage aus - zusätzlich zu der vom vergangenen Wochenende in Ungarn. Dann wären einige Fragen gestellt worden. Doch das geschah nicht, und das ist genau das, was Southgate und sein Team aus diesem Spiel mitnehmen sollten. Sie haben nicht verloren."

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The Times: "Meilenstein: Nervenstarker Harry Kane rettet glanzloses England mit seinem 50. Tor."

Süddeutsche Zeitung: "Mehrmals parierte Neuer so, dass man ihn mal zum Welttorwart wählen sollte, aber gegen den Elfmeter kurz vor Schluss war er machtlos. Trotz des verpassten Sieges blieb ein Fazit, das wohl auch Jogi Löw in irgendeinem fernen Exil unterstreichen würde: Flicks Deutschland ist auf Topniveau noch nicht konstant und nicht stabil, aber in ihren guten Momenten zeigt die Elf bereits, was in ein paar Monaten möglich sein könnte."

Frankfurter Allgemeine Zeitung: "Spätes Elfmetertor vermasselt den Erfolg. Hart oder herzhaft, das war ein schmaler Grat am Dienstagabend. Aber auch einer, der Hochspannung und beste Unterhaltung garantierte zwischen Deutschland und England, diesen Lieblingsrivalen des Fußballs. Dass aus deutscher Sicht am Ende eines leidenschaftlichen, mitunter mitreißenden Spiels nur ein 1:1 heraussprang, war dann allerdings ein Ärgernis für Hansi Flick und sein Team."

Bild: "Das Spiel ist eine starke Reaktion auf den Italien-Dämpfer. Nach dem enttäuschenden Auftritt in Bologna greift Flick hart durch! Der Bundestrainer verändert die Startelf auf sieben (!) Positionen – nur Neuer, Rüdiger, Kimmich und Müller bleiben im Team. Grund: Flick war unzufrieden mit der fehlenden Aggressivität. Die Änderungen zahlen sich aus."

Kicker: "Das Ergebnis war dasselbe wie am Samstag in Italien, das Gefühl ist ein anderes. Die deutsche Nationalelf hat auch beim 1:1 gegen England einen Sieg gegen einen Hochkaräter verpasst und dennoch über weite Strecken überzeugt. Sie hat angedeutet, wozu sie fähig ist, aber eben auch nicht kaschieren können, dass zur Weltspitze noch etwas fehlt."

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