23. März 2022 / 22:17 Uhr

Chelsea darf wieder Tickets verkaufen: Britische Regierung lockert Sanktionen - Geisterspiele abgewendet

Chelsea darf wieder Tickets verkaufen: Britische Regierung lockert Sanktionen - Geisterspiele abgewendet

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der FC Chelsea rund um Thomas Tuchel darf wieder Tickets verkaufen.
Der FC Chelsea rund um Thomas Tuchel darf wieder Tickets verkaufen. © IMAGO/Sebastian Frej
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Der FC Chelsea darf wieder Tickets für Auswärtsspiele und alle Wettbewerbe neben der Premier League verkaufen. Die britische Regierung hat am Mittwoch die Auflagen, die der FC Chelsea wegen der Sanktionen gegen russischen Chelsea-Klubbesitzer Roman Abramowitsch erfüllen muss, reduziert.

Gute Nachrichten für alle Fans des FC Chelsea: Der Premier-League-Klub darf für die Champions-League-Spiele gegen Real Madrid (Hinspiel: 6. April an der Stamford Bridge, Rückspiel am 12. April in Madrid) sowie die restlichen Partien im FA Cup (Halbfinale am 16. April im Wembley-Stadion, mögliches Finale am 14. Mai ebenda) nun doch Tickets verkaufen. Das teilte die britische Regierung am Mittwochabend mit. Möglich wird dies durch eine Änderung in der Sonderlizenz der britischen Regierung, die der FC Chelsea wegen der Sanktionen gegen den russischen Chelsea-Klubbesitzer Roman Abramowitsch benötigt. Der Verein darf allerdings weiterhin keine Spielertransfers tätigen und generell kein Geld verdienen. Die britische Regierung hatte die strengen Maßnahmen gegen den Eigentümer wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine verhängt.

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Immerhin darf der Verein wieder Tickets verkaufen - auch für Auswärtsspiele der Premier League. Heimspiele in der Liga dürfen jedoch weiterhin nur von Dauerkarten-Inhabern und Fans, die sich vor den Sanktionen ein Ticket gekauft hatten, besucht werden. Für die Premier League der Frauen machte die Regierung allerdings eine Ausnahme. Hier darf Chelsea auch bei Ligaspielen wieder Karten verkaufen, weil sonst leere Plätze auf den Rängen befürchtet werden. Frisches Geld in die Kassen der Londoner kommt allerdings in keinem Fall. Sämtliche Ticket-Einnahmen fließen je nach Wettbewerb an die entsprechenden Organisationen, also beispielsweise in der Champions League direkt an die UEFA oder bei Auswärtsspielen an die jeweilige Heimmannschaft.

Ohne ein Handeln der britischen Regierung hätten in der Champions League an der heimischen Stamford Bridge Geisterspiele gedroht, zudem hätten wie im FA-Cup-Viertelfinale beim FC Middlesbrough am vergangenen Wochenende keine Chelsea-Fans zu den Auswärtsspielen reisen dürfen.

Der FC Chelsea steht aktuell weiterhin zum Verkauf. Es gibt zahlreiche Interessenten. Der langjährige Chelsea-Profi John Terry hatte am Samstagabend auf Twitter erklärt, sich in Zukunft innerhalb eines Konsortiums stärker in dem Klub einbringen zu wollen. Sein Ziel sei es, "die Geschichte und das Erbe des Vereins" in der neuen Ära mit Gleichgesinnten zu schützen. Am vergangenen Mittwoch war die milliardenschwere US-Familie Ricketts als potenzieller Käufer auf den Plan getreten, wenige Stunden später bekräftigte ein Konsortium um den einstigen Leichtathletik-Olympiasieger Sebastian Coe sein Interesse. "Ich weiß, dass dieses Angebot für Millionen von Chelsea-Fans auf der ganzen Welt ist. Wir lieben unseren Klub und werden die Fans immer an die erste Stelle stellen", sagte der 65-Jährige. Insgesamt sechs Investoren-Gruppen haben ihre Angebote, die im Milliarden-Bereich liegen dürften, publik gemacht.

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