07. September 2020 / 14:39 Uhr

Brooks beim VfL-Start nur Bankdrücker? "Er hat jetzt einen Wettkampf..."

Brooks beim VfL-Start nur Bankdrücker? "Er hat jetzt einen Wettkampf..."

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Brooks
Drei VfLer für zwei Positionen: Maxence Lacroix (Bild o. l., l.) und Josuha Guilavogui (Bild u. l.) dürften zum Start die Innenverteidigung bilden, für John Anthony Brooks bleibt wohl nur die Bank. © Boris Baschin
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In den vergangenen Jahren war John Anthony Brooks beim VfL Wolfsburg in der Abwehr gesetzt, in der neuen Spielzeit könnte das anders sein...

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Lange Zeit war es Robin Knoche, der an der Seite von John Anthony Brooks beim VfL in der vergangenen Saison die Abwehrzentrale bildete. Dann Marin Pongracic (fehlt zurzeit wegen Pfeifferschem Drüsenfieber). Kurzum: Brooks war beim Wolfsburger Fußball-Bundesligist immer mittendrin statt nur dabei. Aber wenn der VfL am Samstag (15.30 Uhr) mit dem Pokalspiel gegen Viertligist Union Fürstenwalde in die neue Spielzeit startet, droht der US-Nationalspieler seinen Stammplatz zu verlieren.

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Auffällig in der VfL-Abwehr: In den vergangenen beiden Härtetests in Köln und in Magdeburg hatte der Ex-Berliner nicht in der Startelf gestanden – Trainer Oliver Glasner hatte da neben Neuzugang Maxence Lacroix (war für 5 Millionen aus Sochaux gekommen) mit Kapitän Josuha Guilavogui einen Mittelfeldspieler im Abwehrzentrum aufgeboten. In Köln war Brooks nach 60 Minuten eingewechselt worden, in Magdeburg kam er in der 65. Minute ins Spiel. „Er hat jetzt einen Wettkampf – wir werden nun mal schauen, wie er ihn annimmt“, sagt VfL-Manager Jörg Schmadtke über den Kampf um die Plätze in der Innenverteidigung.

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"Kein Fingerzeig für irgendwen"

Brooks erneut nur auf der Bank - "es gab keinen Fingerzeig für irgendwen", wollte Trainer Oliver Glasner das Thema nach dem Spiel beim FCM nicht zu hoch zu hängen. "Wir wollen die Spiele nutzen, um Maxence Lacroix einzugewöhnen." Aus sprachlichen Gründen helfe es halt, wenn da Landsmann Guilavogui an der Seite des Neuen spiele.

Und dennoch: Es scheint so, als ob Guilavogui und Lacroix zunächst einmal die Nase vorn haben in Sachen Startelf. „Mir gefällt das gut, was ich da sehe“, so Schmadtke über das Zusammenspiel des erfahrenen Guilavogui mit seinem jungen Nebenmann, der gerade erst geholt wurde. Der 20-Jährige ist sehr robust, lernwillig – und schnell, was wiederum Glasner schätzt. Der Österreicher hat‘s gern, wenn seine Abwehrreihe hoch steht. Mit dieser hohen Spielweise der Abwehrkette könne man ganz viele gefährliche Situationen bereits "im Keim ersticken", wie der Trainer jüngst mal erklärte.

"Sieht im Moment ordentlich aus"

Jetzt dürfen das Guilavogui und Lacroix – und erst einmal nicht mehr Brooks übernehmen. „Da ist Tempo drin, da ist Aggressivität drin. Ich habe den Eindruck, dass die beiden versuchen, sich gegenseitig zu sichern“, lobt Schmadtke das Zusammenspiel. Der Manager relativierte jedoch auch ein bisschen: Der richtige Test für die mögliche neue Innenverteidigung stehe erst noch an. „Dann, wenn es um etwas geht. Aber im Moment sieht das schon mal sehr ordentlich aus, was sie da machen.“