13. September 2020 / 14:35 Uhr

Wolfsburg-Neuzugang Lacroix: Erst Brooks verdrängt, dann Nerven gezeigt

Wolfsburg-Neuzugang Lacroix: Erst Brooks verdrängt, dann Nerven gezeigt

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Glasner und die Neuen: Lacroix (r.) stand in der Startelf, Bialek (o.) wurde eingewechselt.
Glasner und die Neuen: Lacroix (r.) stand in der Startelf, Bialek (o.) wurde eingewechselt. © Boris Baschin
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Der erfahrene John Anthony Brooks saß im ersten Pflichtspiel des VfL Wolfsburg gegen Union Fürstenwalde wie erwartet nur auf der Bank, weil Maxence Lacroix beim Fußball-Bundesligisten den Vorzug bekam. Aber der Neuzugang zeigte Nerven.

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Das 4:1 des VfL im Pokal gegen Fürstenwalde – Stürmer Bartosz Bialek und Innenverteidiger Maxence Lacroix werden es nicht vergessen. Denn die beiden Neuzugänge durften gleich ihre Pflichtspiel-Debüts beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten feiern. Aber beide werden hinterher nicht hundertprozentig zufrieden gewesen sein. Vor allem Lacroix nicht.

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In der 8. Minute zeigte Schiri Robert Schröder auf den Punkt. Elfmeter für den Viertligisten, nachdem der hoch talentierte, aber von Beginn an nervöse Franzose gegen Union-Spieler Arlind Shoshi an der Strafraumgrenze zu spät kam und ihn traf. Darryl Geurts verwandelte eiskalt. Und Lacroix? Das Abwehrtalent hatte gute Momente in seinem Spiel, wirkte jedoch auch nach seinem Fauxpas zu Beginn nicht immer sicher. Dabei hatte der 20-Jährige nach seinem Wechsel aus Sochaux nach Wolfsburg im Training und in den Tests in Köln und in Magdeburg überzeugen können. So sehr, dass für John Anthony Brooks (in der vergangenen Saison noch gesetzt) nur die Bank blieb. Zuletzt hatte der US-Nationalspieler Anfang Februar für 90 Minuten zuschauen müssen.

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Doch der beim VfL gut gestartete Lacroix konnte in seinem ersten Spiel nicht wirklich überzeugen, auch in der zweiten Halbzeit war es nach einem Fehler von ihm vorm eigenen Strafraum brenzlig geworden. Nach einem Querpass vertändelte der 20-Jährige die Kugel leichtfertig - und hatte dann Glück, dass Geurts das Leder an die Latte knallte… Bei allen Schwierigkeiten – Trainer Oliver Glasner nahm den Neuzugang in Schutz: „Wenn ein junger Spieler aus dem Ausland hierher kommt, muss man mit Superlativen vorsichtig sein.“

Man dürfe einen Spieler in solch jungen Jahren nach guten Testspielen nicht zu hoch heben, „und wenn dann etwas nicht ganz so rund läuft wie diesmal, ihn dann infrage stellen“. Der Trainer weiter: „Maxence hat schon oft gezeigt, welche Qualität er hat.“ Gegen Fürstenwalde sei sein Start mit dem Elfmeter „unglücklich“ gewesen. Es sei aber ganz normal, wenn ein junger Spieler wie er „mal ein bisschen Nerven zeigt. Das ist alles kein Problem. Ich bin froh, dass er hier ist. Wir werden ihn behutsam aufbauen.“

Das gelte auch für Bialek. Der 18-jährige Angreifer war von Zaglebie Lubin gekommen – und stand nach seiner Einwechslung zweimal im Blickpunkt. In der 77. Minute scheiterte er nach Zuspiel von Joao Victor an Union-Keeper David Richter. Zehn Minuten später stand er nach feinem Zuspiel von Daniel Ginczek alleine vor dem leeren Tor, doch er traf den Ball nicht richtig… Glasner nahm auch ihn in Schutz und meinte: „Wir werden noch viel Freude haben mit unseren Youngstern.“