31. März 2021 / 09:46 Uhr

Brück-Trainer Michael Wilimzig: "Der Abbruch ist schade, aber die richtige Entscheidung"

Brück-Trainer Michael Wilimzig: "Der Abbruch ist schade, aber die richtige Entscheidung"

Christoph Laak
Märkische Allgemeine Zeitung
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Die Kicker des FSV Brück (in Rot) belegten zum Zeitpunkt des Abbruchs den 8. Tabellenplatz in der Kreisoberliga. © Jörgen Heller
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Kreisoberliga Havelland: Die Kicker aus der Planestadt belegen einen guten Mittelfeldplatz.

Freude über den Abbruch des Spielbetriebes im Fußballkreis Havelland gab es zwar nicht, dafür aber Erleichterung, dass man jetzt endlich weiß, wie es weitergeht. „Diesen Abbruch haben wir geradezu herbeigefürchtet“, sagt der Schenkenberger Kreisoberliga-Trainer Ike Wittke. Sein Team hat somit im zweiten Jahr in Folge den Aufstieg in die Landesklasse verpasst. Und das als Tabellenführer. Ike Wittke weiß, dass es in der kommenden Spielzeit nicht leichter für seinen Verein werden wird. „Meine Spieler werden nicht jünger und zwei oder drei Routiniers werden sich wohl in Richtung Alte Herren verabschieden“, sagt Wittke.

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Dagegen können der FC Stahl Brandenburg II, Germania Berge und Alemania Fohrde auf den Plätzen 14 bis 16 tief durchatmen. Der FC Stahl II hatte nach neun Spieltagen erst einen Zähler auf dem Konto. Und der FC Deetz sowie der SV Roskow, die nur zwei Punkte von den Abstiegsrängen entfernt lagen, können ebenfalls wieder für die Kreisoberliga planen.

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Mit dabei sein wird in der kommenden Spielzeit auch wieder der einzige Fläming-Vertreter: Beim FSV Brück 1922 hatte man zwar immer noch ein Stückweit Hoffnung, dass die Saison doch noch zu Ende gespielt werden kann, diese ist seit Montagabend aber nun endgültig dahin.

„Es wäre schon schön gewesen, wenn wir die Halbserie irgendwie noch zu Ende gebracht hätten, um vielleicht doch noch eine Wertung hinzubekommen. Es ist schon schade“, sagt ein enttäuschter FSV-Trainer Michael Wilimzig. „Nun gibt es ein Loch in den Geschichtsbüchern. Aber, wenn man die steigenden Inzidenzwerte sieht, ist es auch die absolut richtige Entscheidung“, meint Wilimzig.

Planestädter können entspannt an die Planung gehen

Für ihn würden aktuell andere Dinge im Vordergrund stehen, vor allem die Gesundheit seiner Kicker und Vereinskameraden. Die Männer aus der Planestadt konnten ohnehin relativ entspannt auf die Entscheidung vom Verband warten, belegten sie zum Zeitpunkt des Abbruchs den 8. Tabellenplatz. „Wir hatten Luft nach oben sowie nach unten. Ich denke, wir stehen genau dort, wo wir auch hingehören. Ein guter Mittelfeldplatz wäre auch das Ziel für die weitere Saison gewesen“, sagt Michael Wilimzig.

Er und seine Mannschaft haben in diesem Jahr noch gar nicht gegen das runde Leder getreten. Auch in den zwei Wochen, in denen ein Gruppentraining mit bis zu zehn Personen möglich gewesen wäre, hatte der Ball geruht. „Das wäre zu aufwendig gewesen und richtig Fußballspielen hätte man ja trotzdem nicht gedurft“, meint der Brücker Trainer. Wann seine Mannschaft wieder ins Training einsteigen wird, steht noch nicht fest.


Kreisoberliga Havelland: FSV Brück 1922 schlägt zum Saisonauftakt Stahl Brandenburg II mit 3:1.

Die Brücker Gastgeber (in Schwarz) entschieden die Heimpartie durch zwei verwandelte Freistöße in Hälfte zwei. Zur Galerie
Die Brücker Gastgeber (in Schwarz) entschieden die Heimpartie durch zwei verwandelte Freistöße in Hälfte zwei. © Jörgen Heller

„Darüber haben wir uns noch gar keine Gedanken gemacht. Die Zahlen steigen und insofern ist das überhaupt nicht absehbar, wann überhaupt wieder trainiert werden darf. Wir hoffen natürlich auf den Sommer“, erzählt Michael Wilimzig. Schnellschüsse werde es beim FSV Brück aber auf gar keinen Fall geben. „Erst wenn absehbar ist, dass man über einen längeren Zeitpunkt trainieren darf, werden wir uns zusammensetzen und Pläne schmieden. Kommt Zeit, kommt Rat“, sagt Michael Wilimzig entspannt.