04. November 2019 / 19:25 Uhr

Brüder-Trio und Freunde: „Solch ein Team habe ich noch nicht erlebt“

Brüder-Trio und Freunde: „Solch ein Team habe ich noch nicht erlebt“

Nico Schwieger
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Ganz Kühn: Die drei Brüder Jannes (von links), Jarne und Alex Kühn spielen für den TSV Adler Handorf.
Ganz Kühn: Die drei Brüder Jannes (von links), Jarne und Alex Kühn spielen für den TSV Adler Handorf. © privat
Anzeige

Mit 8:0 schoss Fußball-Kreisklassist Adler Handorf den Tabellenletzten SG Adenstedt nach Hause. Dabei bereitete Innenverteidiger Jannes Kühn drei Tore vor und schoss eines selbst – von der Mittellinie. Für diese Leistung wurde er zu Peines „Held der Woche“ gewählt. 

Anzeige
Anzeige

Im Interview erzählt Kühn, wie es ist, mit zwei Brüdern auf Platz zu stehen.

Jannes, schon gegen Woltwiesche II haben Sie von der Mittellinie getroffen und nun gegen Adenstedt wieder. Wie haben Sie das gemacht?

Gewollt war das nicht (lacht). Ich wollte einfach nur den Ball vor meinem Gegenspieler wegschlagen. Der Ball hatte dann so eine schöne Flugkurve, dass er genau hinter dem Torwart runtergekommen ist.

Gehen Sie oft mit in die Offensive?

Ich bleibe lieber hinten. Ich schieße zwar die Ecken und ein paar Standards, aber sonst gehe ich selten mit nach vorne.

Sie haben erst acht Gegentreffer kassiert. Wie gut funktioniert die Abstimmung mit Ihrem Bruder Alexander in der Innenverteidigung?

Wir verstehen uns super auf dem Platz. Wenn wir etwas zu sagen haben, dann machen wir das auch. Es wissen alle, dass wir hinten das Kommando auf dem Feld haben – und das klappt gut.

Der dritte im Bunde ist Ihr Bruder Jarne. Wie ist es, mit zwei Geschwistern in einer Mannschaft zu spielen?

Ich bin vor zwei Jahren vom VfB Peine nach Handorf gewechselt, weil ich mit Alex zusammen spielen wollte, der ja schon jahrelang beim TSV Adler ist. Als ich dann gehört habe, dass Jarne auch noch dazu kommt, war das der Hammer. Denn drei Brüder in einer Mannschaft ist schon etwas Besonderes – und es freut mich sehr, dass wir nun alle zusammenspielen.

Wenn Sie nicht auf dem Platz stehen, übernehmen Sie die Rolle des Kabinen-DJs. Welche Musik läuft in Handorf?

Vor dem Spiel läuft deutscher Rock, damit wir alle heiß werden. Wenn wir das Spiel gewinnen, läuft dagegen Partymusik.

Kommen alle mit der Musikauswahl zurecht?

Manche sagen, dass wir vor dem Spiel immer dasselbe hören. Das ist vielleicht auch so (lacht). Aber ansonsten kommen meine Mitspieler gut damit zurecht. Das hoffe ich zumindest.

Diese Spieler habt ihr in den vergangenen Wochen zu euren Helden der Woche gewählt.

Angreifer Nikola Stankovic (r.) hat gegen Schwicheldt gut gespielt und ist dafür zum Helden der Woche gekürt worden. Zur Galerie
Angreifer Nikola Stankovic (r.) hat gegen Schwicheldt gut gespielt und ist dafür zum Helden der Woche gekürt worden. ©

Wie motivieren Sie sich sonst?

Wir sind eine Mannschaft, die ich so noch nicht erlebt habe. Wir sind keine Teamkollegen, sondern beste Freunde. Wir verstehen uns auf und neben dem Platz super – auch mit den Fans. Bei Auswärtsspielen sind manchmal mehr Anhänger von uns dabei als Heimfans da sind. Das ist für uns eine große Motivation.

Die Herbstmeisterschaft ist für Ihr Team möglich. Glauben Sie daran?

Ich glaube auf jeden Fall daran. Aber mit Woltorf, Marathon und Vechelde II haben wir starke Konkurrenz. Da müssen wir hoffen, dass die mal patzen. Unser Ziel ist aber die Qualifikation für den PAZ-Cup und den Härke-Pokal.