19. November 2021 / 12:00 Uhr

Bruderduell auf der Trainerbank: Heeßeler SV will Godshorn ein zweites Mal ärgern

Bruderduell auf der Trainerbank: Heeßeler SV will Godshorn ein zweites Mal ärgern

Dirk Herrmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Michael Plümer / André Tautenhahn
Die Punkte bleiben in der Familie: Niklas (links) und Martin Mohs treffen mit ihren Landesligateams aufeinander.
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Das Spiel des TSV Godshorn gegen den Heeßeler SV ist auch das Duell zweier Brüder auf der Trainerbank. Niklas Mohs coacht Godshorn, Martin Mohs die Heeßeler. Der HSV will trotz der jüngsten 0:8-Klatsche gegen Krähenwinkel wieder offensiv agieren - das klappte im Hinspiel schon gut.

Natürlich konnte Martin Mohs nicht einfach einen großen Bogen um dieses Ergebnis machen, als es für den Trainer des Heeßeler SV in den vergangenen Tagen galt, seine Kicker auf die letzte Aufgabe des Jahres vorzubereiten. Die 0:8-Niederlage beim danach vorzeitig für die Aufstiegsrunde qualifizierten TSV Krähenwinkel/Kaltenweide, der in der Landesliga Nord an diesem Wochenende spielfrei hat, ließ sich schwer umdribbeln. „Wunden lecken“ war angesagt, berichtet Martin Mohs, machte aber im nächsten Satz gleich deutlich, dass seine Elf auch am Sonntag (14 Uhr), wenn sie beim TSV Godshorn auf die Mannschaft seines Bruders Niklas trifft, wieder „mutig und offensiv“ zu Werke gehen solle.

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Martin Mohs geht es um Weiterentwicklung, darum, den nächsten Schritt zu machen, auch wenn dann einmal – trotz aller Einsatzfreude wie gegen die Krähen – ein Schritt zurück dabei ist. Gegen ihren punktgleichen Tabellennachbarn wollen sich die Heeßeler nun rehabilitieren und die am Waldsee erlittene Pleite ausbügeln, die für den HSV die bislang höchste Niederlage in dieser Spielklasse war und die höchste auf Bezirksebene seit der Saison 2000/2001, als es in der damaligen Bezirksklasse beim TV Badenstedt ebenso ein 0:8 setzte.

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Godshorn will Revanche für Hinspielpleite

In der Oberliga Niedersachsen gab es im September 2008 beim VfB Oldenburg noch ein 1:11 – jetzt gibt es vor dem Gang in die Winterpause zumindest die Gelegenheit zu zeigen, dass man sich durch das 0:8 bei KK nicht aus der Bahn werfen lässt. „Auch in Godshorn werden wir uns wieder nicht hinten reinstellen“, betont Martin Mohs, „daraus würde niemand etwas lernen.“

Derweil hofft TSV-Coach Niklas Mohs, dass seine Mannschaft übermorgen sowie zum Abschluss in einer Woche beim OSV Hannover an die insgesamt überzeugende Leistung anknüpft, die sie zuletzt beim 4:1 gegen die TSV Burgdorf, dem höchsten Saisonsieg, geliefert hat. Dass zum Bruderduell gegen seinen früheren Klub, bei dem er selbst viele Jahre als Trainer tätig gewesen ist, ein auf Wiedergutmachung bedachter Gegner anreist, ist ihm bewusst. „Das 0:8 in Krähenwinkel ist für mich aber nicht entscheidend“, sagt Niklas Mohs. „Das wird jetzt ein ganz neues Spiel, bei dem wir unsere schlechteste Leistung aus der Hinrunde wettmachen wollen.“ Anfang September hatten die Godshorner beim HSV ein 0:3 kassiert.

Heeßel mit Rumpfaufgebot

Neben den Langzeitverletzten Furkan Ekiz, Joel Guerrero Diz und Gian Luca Kasumovic muss der Godshorner Trainer dabei weiter auf Jan Krause (muskuläre Probleme) und Jan Reuter (Bauchmuskelzerrung) verzichten. Ob Marvin Ibekwe in den Kader zurückkehren kann, sollte bei einem weiteren Zahnarzttermin geklärt werden. Vergangene Woche waren dem Stürmer bei einer komplizierten Operation drei Weisheitszähne gezogen worden.

"Es wird Zeit, dass wir in die Pause kommen"

Beim HSV ist die Personallage angespannt; Volkan Gürbüz ist nach seiner Sperre wegen der fünften Gelben Karte zwar wieder dabei, aus dem gleichen Grund fehlt nun jedoch Tim Habicht. „Wir haben nur noch ein Rumpf- und Restaufgebot“, sagt Martin Mohs. „Es wird Zeit, dass wir in die Pause kommen.“