13. April 2020 / 10:56 Uhr

Bruno Labbadia: Darum habe ich mich für Hertha entschieden – vorerst Verzicht auf Gehalt

Bruno Labbadia: Darum habe ich mich für Hertha entschieden – vorerst Verzicht auf Gehalt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Als neuer Trainer bei Hertha BSC vorgestellt: Bruno Labbadia.
Als neuer Trainer bei Hertha BSC vorgestellt: Bruno Labbadia. © imago images/Sven Simon
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Am Ostermontag stellte Hertha BSC seinen neuen Trainer Bruno Labbadia öffentlich vor. In der Pressekonferenz verriet der Ex-Coach des Hamburger SV, wie er den Hauptstadt-Klub wieder in Schwung bringen will. Zudem wurde bekannt, dass er auf Teile seines Gehalts verzichten wird.

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Hertha BSC hat seinen neuen Trainer Bruno Labbadia am Ostermontag öffentlich vorgestellt. Der neue Trainer des Hauptstadtklubs sei ein "Kind der Bundesliga", erklärte Hertha-Manager Michael Preetz. Deshalb sei man froh, den erfahrenen Coach bekommen zu haben. Man habe sich in den zurückliegenden Wochen intensiv mit der Trainerfrage befasst. "Wir hoffen alle, dass die Saison zu Ende gespielt wird", sagte Preetz. Aber aufgrund der aktuellen Situation habe man sich dazu entschieden, die Trainerposition schon jetzt neu zu besetzen, um dem neuen Trainerteam in der vorhandenen Pause die Chance geben, einige Wochen mit der Mannschaft zu arbeiten.

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Analyse zur Labbadia-Verpflichtung in der SPORTBUZZER-Schalte

Das Engagement in Berlin sei deshalb auch für Labbadia überraschend gekommen. "Ich habe mir nicht vorgestellt, in dieser Saison nochmal einen Verein zu übernehmen. Die aktuelle Saison wird einen großen Einfluss haben auf die kommende Saison. Deshalb kann ich die Maßnahme der Hertha verstehen", sagte Labbadia, der aufgrund der aktuellen Situation auch bis zum Wiederbeginn der Liga auf einen großen Teil seines Gehalts verzichten wird. "Mein Ziel ist, die Mannschaft optimal auf den Tag X vorzubereiten", sagte er. "Wir werden viele Gespräche führen. Wir müssen die Mannschaft relativ schnell in den Wettkampfmodus bekommen."

Deshalb habe er sich auch entschieden, schon jetzt anzufangen bei Hertha. "Wir haben keine Alternative dazu. Die Alternative wäre gewesen, im Sommer einzusteigen. Wenn man das mal durchrechnet, egal wann, kommt man zum Schluss, dass man vielleicht gar keine oder nur eine sehr kurze Vorbereitung auf die neue Saison hätte", sagte Labbadia. Leicht sei seine aktuelle Aufgabe aber nicht, weil er ja auch alle Spielformen versuchen muss, in Zweiergruppen zu trainieren. Er hoffe deshalb auf schnelle Besserung der Situation.

Labbadia hatte Angebote aus dem Ausland

Dann erklärte Labbadia, dass er sogar weitere Anfragen hatte. "Auch ins Ausland zu gehen war eine Option, nachdem ich schon so lange in der Bundesliga war. Hertha war mein Wunsch-Verein, schon im Sommer. Ich sehe Potenzial in der Mannschaft und im Verein. In meiner Situation ist sehr wichtig, mit welchen Leuten ich arbeite. Ich muss nicht mehr alles machen. Das hat mir hier sehr gut gefallen", so der neue Hertha-Trainer. "Ich habe total Bock, meine Ideen von Fußball auf eine Mannschaft übertragen. Deswegen bin ich auch Fußballtrainer geworden. Ankündigungen führen aber zu nichts."

In Bildern: Das war der erste Tag von Bruno Labbadia bei Hertha BSC.

Co-Trainer Erdinc ,Eddy' Sözer (l.) und Trainer Bruno Labbadia leiteten am Ostermontag das erste Training bei Hertha BSC. Zur Galerie
Co-Trainer Erdinc ,Eddy' Sözer (l.) und Trainer Bruno Labbadia leiteten am Ostermontag das erste Training bei Hertha BSC. © herthabsc/citypress
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Am vergangenen Donnerstag bestätigte Hertha BSC, dass Labbadia neuer Trainer werde. Der 54-Jährige tritt bei dem Bundesliga-Klub aus der Hauptstadt die Nachfolge von Alexander Nouri an. Dieser war enttäuscht ob seines Aus in Berlin. "Eine spannende Reise ist jetzt zu Ende. In dieser sehr intensiven Zeit habe ich viel erlebt und auch viel gelernt", schrieb der frühere Assistent von Jürgen Klinsmann auf Instagram: "Ich bin überzeugt, dass wir bei sechs Punkten Vorsprung den Klassenerhalt geschafft hätten." Er respektiere aber die Entscheidung des Klubs, versicherte Nouri. Wenn es nach Labbadia gegangen wäre, hätte Nouri allerdings bis Saisonende bleiben sollen.