23. Januar 2021 / 22:13 Uhr

Preetz weist Labbadia-Entlassung zurück - Hertha-Manager angeblich selbst vor Aus

Preetz weist Labbadia-Entlassung zurück - Hertha-Manager angeblich selbst vor Aus

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Manager Michael Preetz kann die Entlassung von Hertha-Trainer Bruno Labbadia nicht bestätigen.
Manager Michael Preetz kann die Entlassung von Hertha-Trainer Bruno Labbadia nicht bestätigen. © Getty Images
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Wirbel um die Zukunft von Bruno Labbadia: Nachdem die "Bild" vermeldet hatte, dass die Entlassung des Trainers bei Hertha BSC bereits beschlossene Sache sei, weist Michael Preetz dies zurück. Doch offenbar könnte dem Manager selbst das Aus drohen.

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Manager Michael Preetz hat einen Bericht über die angeblich beschlossene Entlassung von Trainer Bruno Labbadia bei Hertha BSC zurückgewiesen. "Ich stehe im Stadion unmittelbar nach dem Spiel. Wir haben in der Kabine zusammengesessen und haben nicht über irgendwelche Entscheidungen diskutiert. Insofern kann ich das nicht bestätigen", sagte der Geschäftsführer des Hauptstadtklubs in einem Interview mit dem ZDF-"Sportstudio". Man habe sich nach der vorherigen 1:4-Niederlage gegen Werder Bremen lediglich über den Verlauf des Spiels ausgetauscht, meinte Preetz.

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"Das war der erste Austausch. Dass die Köpfe nach solch einem Abend hängen, ist verständlich", sagte Preetz: "Wir haben uns für den Januar extrem viel vorgenommen. Das ist ein Monat, in dem wir die Kurve bekommen und uns in die richtige Richtung entwickeln wollten. Das ging mit dem Sieg gegen Schalke noch gut los, aber die letzten Spiele waren von den Ergebnissen her eine einzige Enttäuschung." Diese müsse man nun "verarbeiten". Im Falle einer Trennung von Labbadia gilt der einstige Hertha-Cheftrainer und heutige U16-Coach Pal Dardai als Interimslösung. Preetz hatte mit dem Ungarn 2019 nicht verlängert und wollte das Profi-Team in eine neue Richtung entwickeln. Nach Kicker-Angaben wäre eine Dardai-Rückkehr gleichbedeutend mit einem Aus für Preetz.

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Der Manager steht im Umfeld des Vereins ohnehin stark in der Kritik. Vor der Pleite gegen Werder hatten rund 250 Fans vor dem Olympiastadion versammelt und den Rücktritt des 53-Jährigen gefordert. "Dass das kein schöner Moment ist, kann man sich vorstellen. Aber wenn man in der Verantwortung steht, muss man sich Kritik stellen. Es ist für mich völlig nachvollziehbar, dass unsere Fans enttäuscht über den Saisonverlauf sind. Allerdings ist es an Leuten, die in der Verantwortung stehen, dass sie nach vorn blicken und in Lösungen denken", sagte Preetz: "In jedem schwierigen Moment ist die Chance da, es besser zu machen."

Vor den Ausführungen von Preetz hatte die Bild über die vermeintliche Entlassung Labbadias berichtet. Kurz nach der Veröffentlichung der Meldung äußerte sich der Coach in einem Sky-Interview. "Ich bin in solchen Situationen sachlich", meinte Labbadia und verwies darauf, dass er mit den Klubverantwortlichen "permanent im Austausch" sei. "Wenn Gesprächsbedarf da ist, setzen wir uns auch morgen zusammen. Wir können nur intensiv arbeiten. Wenn die Ergebnisse fehlen, ist es normal, dass der Trainer in der Kritik steht."