12. Januar 2022 / 12:57 Uhr

"Brutal harte Rückrunde": Dynamo Dresden glaubt an den Klassenerhalt

"Brutal harte Rückrunde": Dynamo Dresden glaubt an den Klassenerhalt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Dynamo-Sportchef Ralf Becker geht optimistisch in die Rest-Rückrunde.
Dynamo-Sportchef Ralf Becker geht optimistisch in die Rest-Rückrunde. © dpa
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Das "Trainingslager daheeme" neigt sich dem Ende entgegen. Am Freitag beginnt die Rest-Rückrunde mit dem Spiel gegen den HSV. Ein Neuzugang könnte bereits in den kommenden Wochen eine entscheidende Rolle im Kampf um den Ligaverbleib spielen.

Dresden. Ralf Becker gab ohne Umschweife die Richtung vor. "Es wird noch eine brutal harte Rückrunde", sagte der Sportchef von Dynamo Dresden. Der Zweitliga-Aufsteiger steht zwar nach 18 Spielen als Elfter solide da und hat acht Punkte Vorsprung vor einem direkten Abstiegsplatz. Doch frei von Sorgen ist der sächsische Fußball-Traditionsclub deshalb nicht.

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Vor allem im Angriff klemmte es im alten Jahr. Lediglich 20 Tore schoss Dynamo und ließ mit der Ausbeute nur drei Vereine hinter sich. Folglich setzte Becker ganz vorn an und lieh Vaclav Drchal von Sparta Prag bis zum Saisonende aus. Der 22-Jährige zeigte sich mit je zwei Toren in einem internen Test (3:3) und gegen Ligakonkurrent Erzgebirge Aue (5:0) bereits enorm treffsicher. Die Hoffnungen des tschechischen Neuzugangs auf einen Platz in der Startelf am Freitag (18.30 Uhr/Sky) gegen den HSV dürften groß und berechtigt sein.

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Der Großclub aus dem Norden wird für Dynamo gleich zur Bestandsaufnahme. Nach dem Spiel wird man wissen, wo man nach der intensiven Vorbereitung steht. "Der HSV ist zwar gleich ein harter Brocken", sagte Trainer Alexander Schmidt. Gerade zu Hause habe man "aber schon einige davon aus dem Weg geräumt."


In der Breite verbessert

Dass der 53-Jährige überhaupt noch im Amt ist, hat er der umsichtigen Führung von Becker und Co. zu verdanken. Nach vier Spieltagen stand die SGD auf dem zweiten Tabellenplatz. Von den folgenden neun Partien wurden dann jedoch acht verloren. Schmidt durfte dennoch bleiben. Ein Vertrauensvorschuss, der sich bis heute auszahlt. Dynamo schaffte die Trendwende und etablierte sich im Tabellenmittelfeld.

Von Oliver Batista Meier, einem weiteren Offensivspieler, der von Bayern München II kam und einen Vertrag bis zum 30. Juni 2025 unterschrieb, erwarten sich die Verantwortlichen vor allem perspektivisch einiges. Der 20 Jahre alte Deutsch-Brasilianer galt lange als eines der vielversprechendsten Talente der Republik. Bei Dynamo soll der dribbelstarke Techniker nun endlich den Durchbruch schaffen. Von Stürmer Philipp Hosiner (Offenbacher Kickers) und Mittelfeldspieler Max Kulke (Leihe bis Saisonende zum ZFC Meuselwitz) hat sich Dynamo getrennt. Mit Pascal Sohm und Agyemang Diawusie stehen zwei weitere Dauerreservisten auf der Streichliste.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass sich Dynamo in der Breite verbessert hat. Neuzugang Drchal hat durchaus das Potenzial, um schnell für Furore zu sorgen. Sollte es den Elbestädtern gelingen, den Rückenwind aus dem 5:0-Sieg über Aue mit dem guten Teamgeist, den die Mannschaft seit Saisonbeginn ausstrahlt, zu kombinieren, dann sollte Dynamo im Kampf um den Klassenerhalt gute Chancen haben.