18. Januar 2021 / 08:19 Uhr

BSC-Jugendteam: Gekommen, um zu bleiben

BSC-Jugendteam: Gekommen, um zu bleiben

Lars Sittig
Märkische Allgemeine Zeitung
Anfang 2011 kämpfte sich diese E-Jugend-Mannschaft des BSC Preußen Blankenfelde-Mahlow bis zur Endrunde der Hallen-Landesmeisterschaft und belegte am Ende Rang sieben.
Anfang 2011 kämpfte sich diese E-Jugend-Mannschaft des BSC Preußen Blankenfelde-Mahlow bis zur Endrunde der Hallen-Landesmeisterschaft und belegte am Ende Rang sieben. © Lars Sittig
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Fußballkreis Dahme/Fläming: 2011 sorgte eine E-Jugendmannschaft der Preußen für Furore - heute kickt das Gros immer noch im Verein.

Die Erinnerung ist noch frisch, Frank Eggert hat die Bilder in der gewaltigen Arena, die Tribünen, die sich um das Parkett wuchten, noch genau vor Augen. „Wir sind mit viel Anhang nach Cottbus gefahren und haben dort nur ein Spiel verloren, aber in der Vorrunde leider ein Unentschieden zu viel gespielt“, berichtet der langjährige Nachwuchscoach des BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow, „so dass wir am Ende nur um den siebenten Platz spielten. Es ist aber eine super Erinnerung für die Jungs und mich, zu den besten acht Mannschaften im Land in der Halle gehört zu haben.“

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Momente mit Langzeitwirkung also, damals, als Eggert und sein E-Jugend-Ensemble mit viel Schwung über die Zwischenstation Ludwigsfelde in die Lausitz stürmten. „Schon die Qualifikation, als wir uns in der Stadtsporthalle gegen gute Gegner durchgesetzt haben, war ja ein großer Erfolg“, erinnert sich der Trainer. Sein Team hatte sich im Winter 2010/11 von der Kreismeisterschaft über zwei Qualifikationsturniere bis in die Endrunde der E-Jugend-Hallenlandesmeisterschaft gekämpft – auf dem Weg zum Showdown im Süden war das Foto entstanden, das vor fast genau zehn Jahren in der Märkischen Allgemeinen Zeitung veröffentlicht worden war.

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Bei der Landes-Endrunde erkämpfte das Team durch einen 1:0-Erfolg gegen die Spiel-Vereinigung Blau-Weiß Vetschau Rang sieben. Die Meisterschaft schloss die Equipe als Fünfter der Landesliga-Staffel West ab – in 22 Partien gelangen 82 Treffer. Eine starke Bilanz, viel wichtiger ist Coach Eggert aber, dass sechs Akteure des Teams auch heute in den Männermannschaften des Clubs spielen: Nicola Sümnik (ganz vorne), Jannis Buhlert (3.v.r.), Mohammad Honardoust (4.), Christopher Evans (5.), Alexander Grothe (7.) und Nathanael Wirth (nicht auf dem Bild) kicken immer noch beim Ball-Sport-Club 07 – eine bemerkenswerte Quote. „Klar macht mich das stolz, dass so viele Spieler dieser Mannschaft dabei geblieben sind und sogar bei uns im Verein spielen“, sagt Frank Eggert, der inzwischen Co-Trainer des B-Jugendteams ist und weiter im Talentschuppen am Personalbestand des Vereins arbeitet.

Mit Erfolg – vor allem in der zweiten Mannschaft sorgt das E-Jugendteam von damals für das personelle Gerüst von heute: Beim Auftaktspiel der Kreisoberliga Dahme/Fläming im vergangenen Sommer standen mit Alexander Grothe, Jannis Buhlert und Mohammad Honardoust drei Akteure in der Startelf, Grothe gelang sogar der entscheidende Treffer beim 1:0-Heimerfolg gegen den Ruhlsdorfer BC. Mit Nathanael Wirth kam später sogar ein vierter Akteur auf das Spielfeld. Nicola Sümnik pausiert derzeit wegen Verletzungsproblemen. Jannis Buhlert (vier Tore), Mohammad Honardoust und Alexander Grothe (jeweils drei Tore) gehören zu den Toptorschützen des Teams. Abwehrspieler Christopher Evans, der auch als Stürmer eingesetzt werden kann, gehört seit der Winterpause nach einem halbjährigen Zwischenstopp beim Oberligisten Ludwigsfelder FC (ein Kurzeinsatz) wieder zum Kader der ersten Männermannschaft, einem Spitzenteam der Landesliga Süd.

So, wie viele Spieler bei ihrem Club geblieben oder wieder im sportlichen Heimathafen angelegt haben, hat auch das Masters in Cottbus bei den Nachwuchskickern einen bleibenden Eindruck hinterlassen. „Wir sind mit einem großen Reisebus hingefahren, was total cool war in dem jungen Alter und haben uns total gefreut, als wir in diese tolle Halle kamen“, erinnert sich Christopher Evans, „wir haben richtig toll gekämpft und deshalb im ganzen Turnier nur ein Spiel verloren. Was auch cool war, bei jedem 10. Turniertor wurde der Spieler mit einem Ball beschenkt und ich glaube, beim 40. Tor wurde unser Spieler Mohammad ausgezeichnet und wir als Mannschaft hatten uns total gefreut. Es war natürlich auch klasse, vor so vielen Zuschauern zu spielen, bei Toren wurde es immer sehr laut in der Halle, was einen Spieler natürlich total motiviert.“