18. Januar 2019 / 19:37 Uhr

BSG Chemie im Trainingslager – Gastgeber Pilsen sagt Test ab

BSG Chemie im Trainingslager – Gastgeber Pilsen sagt Test ab

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
BSG-Trainer Miroslav Jagatic ist mit seinem Team im Trainingslager im tschechischen Plzen. 
BSG-Trainer Miroslav Jagatic ist mit seinem Team im Trainingslager im tschechischen Plzen.  © Christian Modla
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Das geplante Testspiel gegen die Zweitvertretung des FK Viktoria Plzen wurde von Seiten des Gastgebers wegen Sicherheitsbedenken abgesagt. Ein Ersatz wurde dennoch gefunden: Fünftligist SK Starý Plzenec springt kurzfristig ein. 

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Pilsen. Die BSG Chemie Leipzig ist im Trainingslager im tschechischen Pilsen – harte Arbeit für das Team um Neu-Trainer Miroslav Jagatic. Zweimal täglich Training, viele Einzelgespräche und ein Testspiel gegen die Zweite Mannschaft von Viktoria Pilsen standen auf dem Plan.

Letzteres platzte gestern urplötzlich – trotz eines Vertrages und zweimonatiger Anmeldung. Chemies sportlicher Leiter Andy Müller war sauer: „Angeblich hätte das Bundeskriminalamt eine Meldung an die tschechische Polizei gegeben, dass hier bis zu 60 Hooligans von Chemie auftauchen sollen.“

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Die BSG Chemie Leipzig bereitet sich im Trainingslager in Plzen auf die Rückrunde der Oberliga vor. Zur Galerie
Die BSG Chemie Leipzig bereitet sich im Trainingslager in Plzen auf die Rückrunde der Oberliga vor. ©

Eine Nachfrage bei der Leipziger Polizei ergab, dass es eine derartige Meldung gar nicht gab. „Alles etwas dubios“, so Müller. Vermutet wird, dass den Gastgebern nicht bewusst war, dass etwa 200 Chemie-Fans anreisen würden.

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Die Telefone klingelten heiß, ein Ausweichgegner wurde hektisch gesucht und gefunden. Nun wird am Sonnabend gegen SK Starý Plzenec gespielt, einen Verein aus der 5. tschechischen Liga. Gestern behalfen sich die Trainer mit einem internen Spiel elf gegen elf auf dem flugs vom nachts gefallenen Neuschnee geräumten Kunstrasen. Immer wieder unterbrach Jagatic, sprach viel mit seinen Spielern, korrigierte. Nach dem Spielchen ging’s flink in die Unterkunft. Begleitet vom Beifall der trotzdem angereisten Fanschar.

Jens Fuge