29. April 2022 / 21:18 Uhr

BSG Chemie Leipzig mit drei Auswärtstoren: Erster Sieg gegen Altglienicke überhaupt 

BSG Chemie Leipzig mit drei Auswärtstoren: Erster Sieg gegen Altglienicke überhaupt 

Jens Fuge
Leipziger Volkszeitung
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Die BSG Chemie (grün) schaffte den ersten Sieg gegen Altglienicke in der Regionalliga Nordost. © Christian Donner
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Die BSG Chemie besiegte am Freitag in Berlin in der Regionalliga Nordost die VSG Altglienicke mit 3:2 und beendete damit den Höhenflug der Hauptstädter, die zuvor in elf Spielen ungeschlagen geblieben waren. Damit festigen die Grün-Weißen den neunten Tabellenplatz und greifen nun sogar den Achten Hertha BSC II an.

Berlin. Es war für die Leutzscher die letzte Fahrt der Saison nach Berlin – die BSG Chemie trat beim Tabellendritten an. Im Schatten des großen Olympiastadions, wo die VSG derzeit gastiert und ebenfalls zum letzten Mal antrat, entwickelte sich ein sehenswertes Spiel.

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Für beide Mannschaften ging’s bekanntlich um nichts mehr, doch die Gäste zeigten von Beginn an die bekannte Leidenschaft und kämpften sich nach den ersten verhaltenen zehn Minuten ins Spiel. Florian Kirstein hatte auch die erste Gelegenheit des Spieles, köpfte aber seinen Gegenspieler an. Neun Minuten später gelang den Chemikern ein sehenswerter Spielzug, der das 0:1 einleitete. Philipp Wendt schlug einen weiten Ball auf die rechte Seite, wo Anton Kanther einen Doppelpass mit Denis Mast spielte und dann nach innen flankte, wo Alex Bury den Kopf hinhielt und zum 0:1 verwandelte (19. min).

DURCHSCROLLEN: Das war der erste Sieg der Leutzscher über die VSG

Die BSG Chemie (grün) wartete beim Tabellendritten VSG Altglienicke mit einer tollen Leistung auf. Alexander Bury, Denis Mast und Florian Kirstein erzielten die Leutzscher Tore zum 3:2-Auswärtssieg. Zur Galerie
Die BSG Chemie (grün) wartete beim Tabellendritten VSG Altglienicke mit einer tollen Leistung auf. Alexander Bury, Denis Mast und Florian Kirstein erzielten die Leutzscher Tore zum 3:2-Auswärtssieg. © Christian Donner

Der Jubel war kaum verhallt, als Timo Mauer auf der rechten Seite auf und davon ging und im Strafraum zu Fall kam. Zeiger war ihm in die Quere gekommen und Schiedsrichter Köppen zeigte auf den Punkt. Den fälligen Elfer verwandelte Mast sicher zum 0:2 (21. min). Was war denn hier los?

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Chemie verteidigte kompromisslos

Ehe sich aber Übermut breitmachen konnte, antwortete die VSG Altglienicke. Erst scheiterte Breitkreuz am bravourös reagierenden Benny Bellot (22. min), dann gab es 25 Meter vor dem Chemie-Gehäuse einen Schiedsrichter-Ball. Der landete bei Derflinger, der das Leder humorlos aus dieser Entferung ins lange Eck hämmerte. Der Anschluss nach 25 Minuten. Anschließend zeichnete sich Bellot noch zwei Mal gegen Johannes Manske aus, dann war Halbzeit.

Direkt im ersten Angriff nach der Pause erhöhte Chemie auf 3:1. Florian Brügmann brachte einen Freistoß nach innen, Florian Kirstein stieg am höchsten und verlängerte den Ball ins lange Eck. 3:1. Die Luft war erst mal raus. Chemie verteidigte nun kompromisslos, schlug auch mal einen Ball über die Tribüne in Richtung Mannschaftsbus. Trotzdem wurde es noch mal spannend, als auf dem Flügel niemand den schnellen Belegu stoppen konnte. Dessen Flanke verlängerte der grün-weiße Paul Horschig ins eigene Tor, es stand folgerichtig nur noch 2:3 (79. min). Den Rest verteidigten die Leutzscher mit Geschick und etwas Glück zum ersten Sieg gegen Altglienicke überhaupt in ihrer Regionalliga-Geschichte.