24. Januar 2022 / 20:00 Uhr

BSG Chemie Leipzig schreitet mit Mentalität in Richtung Klassenerhalt

BSG Chemie Leipzig schreitet mit Mentalität in Richtung Klassenerhalt

Jens Fuge
Leipziger Volkszeitung
BSG Trainer Miroslav Jagatic
Das Team von Miroslav Jagatic hat in Halberstadt wichtige Punkte mitgenommen. © Christian Modla
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Die Leutzscher brachten trotz einiger entscheidender Personalausfälle in Halberstadt viel Qualität und Mentalität auf den Platz. Mit dem Sieg kam Chemie Leipzig dem Ziel Klassenerhalt einen weiteren Schritt näher.

Halberstadt. Der Klassenerhalt war das zwar noch nicht, wie einige in der Euphorie glaubten, doch ein großer Schritt in die richtige Richtung sollte getan sein mit dem 2:0-Auswärtssieg der Chemiker in Halberstadt. Mit 28 Punkten hat die BSG doppelt so viele Zähler wie der erste auf einem Abstiegsplatz stehende Verein, in diesem Falle Optik Rathenow. Und, auch wichtig: Chemie hat gezeigt, dass es auch ohne wichtige Spieler bestehen kann und holte die Punkte mit einer bis dato nicht gesehenen Startformation. Eine ganz relevante Erkenntnis.

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Halberstadts Coach Andreas Petersen hatte noch gelobt: „Da wo Chemie draufsteht, ist auch Chemie drin. Die BSG hat Qualität, ein paar echte Typen mit viel Mentalität.“ Dabei waren einige eigentlich unersetzbare Spieler verletzt oder angeschlagen. Max Keßler braucht noch länger, Philipp Wendt und Manu Wajer sind erkrankt, Flo Brügmann fällt mindestens vier Wochen aus, Stephané Mvibudulu und Florian Kirstein haben zuletzt nur tageweise trainiert, saßen aber wenigstens auf der Bank.

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Ein Glück, dass wenigstens der zwei Monate aussetzende Lucas Surek wieder auf die Minute fit ist. Auf der linken Abwehrseite räumte er nicht nur vertretungsweise auf, sondern schaltete sich auch immer wieder ins Offensivspiel seiner Mannschaft ein und setzte wichtige Impulse. „Ich bin zwar noch nicht wieder bei 100 Prozent, aber ich mag diese Rechnung sowieso nicht. Es wird täglich besser, und mit der entsprechenden Spielpraxis kommt auch mehr Sicherheit“, strahlte er nach dem Spiel. Währenddessen wurde sein Teamkollege Tom Müller von den Mitspielern ob seiner gelb-roten Karte und seiner vergebenen Großchance aufgezogen: „Du wolltest doch nur freihaben am nächsten Wochenende…“

Personalentscheidungen

Müller freute sich über seinen ersten Startelfeinsatz und konnte auf ein gelungenes Spiel zurückschauen. Mit zwei Großchancen setzte er sich in Szene, war anspielbereit und setzte ein dickes Achtungszeichen. Mit seinem zweiten gelbwürdigen Foul setzte er sich vor Spielende selbst schachmatt, aber das dürfte der junge Mann verkraften.

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Derweil meldet der Verein Vollzug in einer wichtigen Personalie. Torwart Benny Bellot, eine der wichtigsten Pfeiler des Teams, verlängerte seinen Vertrag um zwei Jahre bis 2024. Weitere Personalien sollen zeitnah geklärt werden.

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