03. September 2019 / 16:00 Uhr

BSG Chemie Leipzig verpflichtet Bosnier Elvir Ibisevic

BSG Chemie Leipzig verpflichtet Bosnier Elvir Ibisevic

Jens Fuge
Leipziger Volkszeitung
Der Bosnier Elvir Ibisievic verstärkt die Offensive der BSG Chemie Leipzig. 
Der Bosnier Elvir Ibisievic verstärkt die Offensive der BSG Chemie Leipzig.  © BSG Chemie Leipzig
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Der 21-jährige ist wie sein Cousin Vedad, der in der Bundesliga für Hertha BSC kickt, Stürmer und soll die Torgefahr der Leutzscher erhöhen. Zudem bestreitet die BSG am Mittwoch ein Testspiel bei Kreisoberligist SV Chemie Böhlen. 

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Leipzig. Entspannung bei der BSG Chemie: Nach dem 2:0 gegen den starken Mitaufsteiger Lichtenberg sieht die Welt gleich viel freundlicher aus. Positiv: Zum im sechsten Spiel stand zum vierten Mal die Null, die Stürmer trafen gleich zweimal, und ein Neuzugang führte sich auch gleich noch erfolgreich ein. Zudem vermeldet die BSG sogar noch einen "Neuen".

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BSG Chemie Leipzig - SV Lichtenberg 47 (2:0) Zur Galerie
BSG Chemie Leipzig - SV Lichtenberg 47 (2:0) ©
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Kurz vor Ende des Transfer-Fensters schlug die BSG Chemie nochmals auf dem Transfermarkt zu. Und es ist ein großer Name, der ab sofort im Leutzscher Holz aufspielen wird: der Bosnier Ibisevic soll künftig Tore für die Leutzscher erzielen! Nun handelt es sich allerdings nicht um den Bundesliga-Stürmer Vedad, sondern um dessen 21-jährigen Cousin Elvir. Der Mittelstürmer besitzt sowohl die bosnische als auch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft und kickte zunächst in den USA, bevor es ihn in die erste slowenische Liga zu NK Celje verschlug. Er absolvierte sowohl zwei Spiele für die U17-Nationalmannschaft der USA als auch eines für die Herren-Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina. Chemies Sportlicher Leiter Andy Müller-Papra: „Elvir ist ein Stürmer, in dem wir eine Menge Entwicklungspotenzial sehen. Er ist handlungsschnell, abschlussstark und hat ein gutes Kopfballspiel.“ Es gibt jedoch auch einen zumindest vorläufigen "Abgang" zu vermelden: Die BSG Chemie und Kai Druschky haben sich heute in beidseitigem Einvernehmen darauf verständigt, den Vertrag bis zum Saisonende aus gesundheitlichen Gründen ruhen zu lassen. Druschky steht der Ersten Mannschaft daher bis auf weiteres nicht zur Verfügung.

Neuzugang Raffael Cvijetkovic gleich erfolgreich

Ein anderer kurzfristiger Transfer stand am Sonntag gleich im Mittelpunkt: Raffael Cvijetkovic. Der 21-jährige in Gießen geborene Sohn kroatischer Eltern kam in der 55. Minute für den anderen Torschützen Tomas Petracek und verarbeitete ein elegantes Zuspiel des ebenfalls eingewechselten Leo Felgenträger, schlängelte sich um zwei Gegenspieler und wummerte das Leder humorlos unter die Latte. Für ihn eine Art Neuanfang, denn bisher kam die Karriere des einstigen Frankfurter A-Jugend-Bundesligaspielers (9 Treffer) nicht so recht auf Touren. In 25 Regionalligaspielen für den TSV Steinbach und den FSV Mainz II traf "Raffa" gerade ein Mal und steuerte drei Vorlagen bei. Die Torquote erreichte er bereits im ersten Spiel für Chemie, so kann es weiter gehen.

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Bevor es nun am Freitag zum Höhepunkt nach Frankfurt geht, gastieren die Leutzscher am Mittwoch ab 18 Uhr an der Böhlener Jahnbaude. Zum 70. Geburtstag der Böhlener haben sich unvergessene Idole der Randleipziger angesagt. Frank Baum, Bernd Dobermann, Bernd Hobsch, Dieter Kühn und Frank Rost standen entweder vor ihrer Zeit in Böhlen oder danach in der Nationalelf. Zudem stellte die BSG Chemie Böhlen im Jahr 1977 mit Klaus Havenstein den Torschützenkönig der DDR-Oberliga.

Gemeinsame Geschichte mit Chemie Böhlen

Beide Rivalen verbindet so einiges. So stand man sich nicht nur in Punkt- und Aufstiegsspielen vor jeweils großer Kulisse gegenüber, sondern man fusionierte 1990 auch zum FC Sachsen Leipzig. Böhlen hatte sich zwar sportlich qualifiziert, stand aber finanziell vor dem Aus, was man dem neuen Partner tunlichst verschwieg. Chemie Leipzig hatte zwar auch kein Geld, tat aber ebenfalls so. Mit den Fans im Rücken trumpfte man einige Spieltage auf und stand sogar zwischenzeitlich auf dem zweiten Platz der Oberligatabelle, was zu einem direkten Bundesligasaufstieg berechtigt hätte, rutschte aber am Ende in die Amateur-Oberliga.

In Böhlen ging es erstmal in der Bezirksliga weiter, von 1994-1997 spielte man zeitweilig sogar in der damals fünftklassigen Landesliga. Nach einer weiteren Insolvenz und Rückstufung in die Kreisklasse ist die Mannschaft inzwischen zumindest wieder in der Kreisoberliga unterwegs. Nun kommt es in guter Tradition mal wieder zu einem freundschaftlichen Vergleich der beiden Mannschaften. Zum Vorspiel treten übrigens ab 17 Uhr die jeweiligen F-Jugend-Mannschaften der beiden Vereine gegeneinander an.

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