06. Mai 2020 / 11:09 Uhr

BSG Chemie Leipzig verschiebt Rückkehr auf den Trainingsplatz

BSG Chemie Leipzig verschiebt Rückkehr auf den Trainingsplatz

Britt Schlehahn
Leipziger Volkszeitung
Der Alfred-Kunze-Sportpark aus der Luft aufgenommen: Das Gelände in Leutzsch ist weitläufig.
Der Rasen im Alfred-Kunze-Sportpark bleibt weiter ungenutzt. © André Kempner
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Leipzigs Fußballvereine kehren allmählich auf den Rasen zurück, um gemeinsam zu trainieren. Im Leutzscher Holz bleibt es noch still. Regionalligist BSG Chemie macht von den Lockerungen, die der Freistaat Sachsen auch den Mannschaftssportarten ermöglicht, zunächst keinen Gebrauch.

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Leipzig. Sie dürften wieder loslegen, warten aber noch ab. Trotz der Aufhebung der Nutzungsuntersagung für Außensportstätten durch die Stadt Leipzig am Dienstag, wird die BSG Chemie Leipzig erst einmal nicht ins Training einsteigen. Das bestätigte der Sportdirektor des Regionalligisten, Andy Müller-Papra auf SPORTBUZZER-Anfrage. Die Auflagen der Kommune sehen nun vor, die Einhaltung von Abstandsregeln und Hygienevorschriften vor. So gilt unter anderem, dass nicht mehr als eine Person pro 20 Quadratmeter Nutzungsfläche trainieren darf. Der Mindestabstand von 1,50 Meter ist einzuhalten. Ausdrücklich verboten sind Einheiten mit Mannschaftsspielcharakter, Körperkontakt, gemeinschaftliche Nutzung der Duschen und Publikumsverkehr auf der Sportanlage.

„Ein fußballspezifisches Training ist so natürlich nicht möglich. Grundsätzlich ist es aber immer sinnvoll zu trainieren. Wir werden die Woche noch abwarten und am Freitag neu bewerten", so Müller-Papra. "Eine Vorbereitung auf den Spielbetrieb ist unter diesen Bedingungen nicht sinnvoll.“

Mehr zur BSG Chemie

Ob der Spielbetrieb für die Elf von Trainer Miroslav Jagatic in dieser Saison überhaupt noch einmal beginnen wird, entscheidet sich hoffentlich bald. Der für die Regionalliga Nordost zuständige Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) hat sich für Mittwoch zur nächsten Videokonferenz mit seinen Vereinen verabredet. Die BSG Chemie gehört wie Babelsberg, der BFC Dynamo oder Optik Rathenow zu den Befürwortern eines Abbruchs der Saison.