04. September 2020 / 15:38 Uhr

BSG Chemie Leipzig vor nächster großer Herausforderung: Berliner AK gastiert in Leutzsch

BSG Chemie Leipzig vor nächster großer Herausforderung: Berliner AK gastiert in Leutzsch

Jens Fuge
Leipziger Volkszeitung
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Chemie Leipzigs Trainer Miroslav Jagatic kann gegen den Berliner Ak wieder auf Stürmer Tomas Petracek zurückgreifen. © PICTURE POINT/S. Sonntag
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Das Team von Trainer André Meyer zeigte jüngst am Mittwoch beim 5:2 gegen die Reserve von Hertha BSC seine ganze Klasse. Doch die Grün-Weißen und ihr Coach Miroslav Jagatic versprechen am Ende der kräftezehrenden, englischen Woche noch einmal gegenzuhalten und alles abzurufen. 

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Leipzig. Wie man gegen favorisierte Teams gegenhalten kann, weiß Regionalligist Chemie Leipzig seit dem respektablen 1:1 gegen Hertha BSC II. Dass es jedes Mal eine neue „Wahnsinnsherausforderung“ ist, wenn Teams wie der Berliner AK (Samstag, 16 Uhr, ausverkauft) in Leutzsch erscheinen, ist nicht nur dem Trainer Miroslav Jagatic bewusst. Mit dem BAK kommt einer der finanziell potentesten Vereine der Liga. Auch wenn Überkreuzvergleiche oft hinken: Die Jungs von Trainer André Meyer zeigten beim 5:2 gegen die Hertha-Bubies, wo der Hammer hängt. Der Gäste-Trainer ist sich über eines im Klaren: „Das Spiel gegen Chemie wird ein komplett anderes. Beide Mannschaften unterscheiden sich grundsätzlich voneinander. Wir werden aber auch dafür wieder Lösungen finden.“

Das hofft auch Jagatic, der die Berliner genau kennt: „Wir haben das Spiel analysiert. Die haben brutal viel Klasse und individuelle Qualität. Das wird eine Riesenaufgabe, aber wir haben ja nun auch doppelte Power!“ Damit spielt er auf die Erhöhung der Zuschauerkapazität auf 2000 Fans an und hofft, erneut seinen Matchplan umsetzen zu können. Dabei verspricht er Überraschungen: „Wir lassen uns was einfallen, müssen fokussiert und konzentriert sein. Nur, wenn wir unsere Stärken abrufen, haben wir eine Chance.“

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Er erwartet eine taktisch geprägtes Partie und verweist auf das letzte Heimspiel gegen die Hertha. Da habe sich gezeigt, dass oft Millimeter über den Spielverlauf entscheiden: „Wenn die ihre erste Möglichkeit gleich reinmachen, können wir auch ein ganz anderes Spiel sehen. Zum Glück ging der Schuss vorbei und wir haben das 1:1 errungen.“ Dieses Mal wird der Gegner versuchen, vieles spielerisch zu lösen. Für Chemie kommt es darauf an, am Ende der Englischen Woche Kräfte zu mobilisieren. Für Jagatic ist dies Kopfsache: „Das wird da oben entschieden. Da müssen wir hellwach sein.“ Vor allem die Effektivität wird dieses Mal entscheiden, dann sei alles möglich: „Wir sind nicht chancenlos, aber wir dürfen sie auch nicht einladen“, so Jagatic, der wieder auf seinen Mittelstürmer Tomas Petracek zurückgreifen kann.

Die Aufstellung entscheidet der Coach wie immer erst nach dem Abschlusstraining. Er setzt ausschließlich auf Spieler, die zu 100 Prozent fit sind. Ob Kapitän Stefan Karau dazu gehört, der sich mit einer leichten Blessur aus dem Lichtenberg Spiel herumschlägt? Außer Benny Boltze (Trommelfell) stehen alle Spieler zur Verfügung.