29. September 2020 / 13:45 Uhr

BSG Chemie Leipzig will Alfred Kunze nach Leutzsch holen

BSG Chemie Leipzig will Alfred Kunze nach Leutzsch holen

Jens Fuge
Leipziger Volkszeitung
Die Meisterelf von 1964 ist im Alfred-Kunze-Sportpark allgegenwärtig.
Die Meisterelf von 1964 ist im Alfred-Kunze-Sportpark allgegenwärtig. © Armin Kühne
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1964 gelang der BSG Chemie das nicht für möglich Gehaltene: Der so genannte "Rest von Leipzig" holte den Meistertitel der DDR-Oberliga. Die Elf von damals ist im Alfred-Kunze-Sportpark nach wie vor präsent, als Figurengruppe aus Beton. Meistertrainer Alfred Kunze fehlt dort bisher. Das soll sich ändern.

Leipzig. Die BSG Chemie Leipzig lässt im 100. Jahr des Bestehens seines Stadions weitere Vorhaben wahr werden. Eines der unverwechselbaren Elemente des Alfred-Kunze-Sportparks ist die Meisterelf aus Beton. Die steinernen Spieler bilden ein Denkmal, das einen wichtigen Teil der Vereinshistorie illustriert und darüber hinaus ein Alleinstellungsmerkmal des Stadions ist. Geschaffen wurde das Ensemble in den 70er Jahren vom Zwenkauer Günter Schumann. 1999 finanzierte und organisierte der damalige Förderverein „Club der 100“ den Umzug der Figuren aus einem Garten in Zwenkau nach Leutzsch.

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Nun kam es zu mehreren Treffen mit Günter Schumann. Einig war man sich vor allem darüber, dass noch einer fehlt: Meistertrainer Alfred Kunze. Schon seit Jahren steht dieser in Schumanns Lager – aus Holz, genauso wie die Originale der Meistermannschaft. Mit einer Kettensäge geformt, wurden diese später mit Polyesterharz überzogen und damit Abdrücke gemacht, die wiederum mit Beton ausgegossen wurden. Nun soll Kunze zu seiner Mannschaft hinzustoßen.

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Projektleiter Alexander Mennicke: „Wir suchen noch jemanden, der eine Negativform erstellen kann, mit der wir dann den Abguss Alfred Kunzes fertigen können. Das ist gar nicht so einfach.“ Auch BSG-Vorstandsvorsitzender Frank Kühne, der damals schon an der Umsetzung der Figurengruppe maßgeblich beteiligt war, macht sich für das Projekt stark: „Auch wenn die Zeit dafür nicht so günstig ist durch die Coronakrise, sollten wir sehen, diese einmalige Chance zu nutzen. Ohne Alfred Kunze ist und bleibt die Gruppe unvollständig.“