19. September 2019 / 17:36 Uhr

BSG Chemie Leipzig will gegen Hertha BSC II zweiten Heimsieg einfahren

BSG Chemie Leipzig will gegen Hertha BSC II zweiten Heimsieg einfahren

LVZ
Leipziger Volkszeitung
Chemie-Coach Jagatic.
Trainer Miro Jagatic: „Wir brauchen gegen Hertha einen perfekten Tag.“ © Christian Donner Photography
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Außerdem wirft der „Klassiker“ der Chemiker gegen Lok Leipzig am 6. Oktober 2019 seine Schatten voraus.

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Leipzig. Fünfundzwanzig gegen neun, sechs gegen einen, eins gegen dreizehn – das sind die Zahlen für das Regionalliga-Heimspiel von Chemie Leipzig am Sonnabend gegen Hertha BSC II (13.30 Uhr). 25 Tore erzielte die Reserve der Hauptstädter, magere neun Chemie. Sechsmal gewannen die Hertha-Bubis, ein einziges Mal der Aufsteiger. Die zweite Vertretung der alten Dame steht auf dem Spitzenplatz – Chemie auf Rang 13. Damit ist man nicht unzufrieden, würde dies am Ende doch einen recht sicheren Nichtabstiegsplatz bedeuten würde.

Nach der Niederlage in Altglienicke wollen die Leutzscher unbedingt punkten. „Wir brauchen einen perfekten Tag, aber unbezwingbar ist niemand“, so Trainer Miro Jagatic. Nordhausen und Lok schafften es bislang, die Berliner zu bezwingen. Die Probstheidaer werden nach Leutzsch schauen, denn ein Punktverlust der Herthaner würde bei gleichzeitigem Lok-Erfolg beim BFC Dynamo die Tabellenspitze bedeuten.

DURCHKLICKEN: Bilder vom 2:3 der BSG Chemie gegen Altglienicke

VSG Altglienicke - BSG Chemie Leipzig (3:2) Zur Galerie
VSG Altglienicke - BSG Chemie Leipzig (3:2) ©

Das wird Chemie wenig kratzen, zumal man sich zwei Wochen später gegenüber steht. Das Ortsderby sorgt bereits für Wirbel. Die Polizei hat verfügt, dass nur 5 Prozent der Tickets an die Gäste gehen sollen – in Hin- und Rückspiel. Wären statt der 500 in Leutzsch nur 250 für Blau-Gelb. Polizeisprecher Andreas Loepki: „Der Grund liegt einerseits im Derby im November, das kurz vor dem Abbruch stand. Andererseits waren die Vorkommnisse der jüngsten Zeit ausschlaggebend, als Anhänger von Lok und Chemie außerhalb des Stadions aneinandergeraten sind. In Neukieritzsch wurden Lok-Anhänger von Chemie-Fans angegriffen. An der Semmelweisbrücke lauerten Lok-Fans Chemie-Anhängern auf, die mit dem Zug angekommen waren. Die Polizei wertet diese Auseinandersetzungen als unmittelbare Derby-Vorbereitung dieser Klientel. Es lässt uns in der Gefahrenprognose zu dem Schluss kommen, dass wir auch im Stadion bei entsprechenden Zuschauerzahlen mit solchen Auseinandersetzungen zu rechnen hätten.“

MANN macht Nebenschauplätze auf

Chemie-Vorstand und Sicherheitsbeauftragter Marc Walenta meint: „Auch wir wollen keine Ausschreitungen, ganz klar, das ist das Schlimmste, was passieren kann. Aber die letzten drei Derbys in Leutzsch sind sehr gut gelaufen, unser Sicherheitskonzept ging sehr gut auf. Warum macht man nun Nebenschauplätze auf?“ Walenta verweist auf benannte Klientel: „Die laufen dann in der Stadt herum und versuchen, vor oder nach dem Spiel zum Zuge zu kommen.“ Der Aufwand für die Polizei würde so ganz sicher nicht geringer, im Gegenteil.

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Lok-Vorstandssprecher Alexander Voigt sagt zur Entwicklung: „Es war schon schwierig, 500 Tickets gerecht zu verteilen. Es gibt sehr viele bei uns, die den Verein fördern oder ehrenamtlich tätig sind und es verdient haben, dabei zu sein. Auch die Spieler wollen Freundinnen und Kumpels mitbringen. Mit der Halbierung des Kontingents hatten wir nicht gerechnet. 250 Karten kann man gar nicht gerecht verteilen.“ Die Lok-Gremien wollen am Wochenende beraten und entscheiden, ob man die 250 Karten annimmt oder zurückgibt. 

Für Walenta steht fest: „Das ist der Tod des Fußballs. Wo kommen wir hin? Wo endet das? Wenn der BFC kommt, werden auch keine Fans zugelassen?“ Sarkastisch schlägt er vor: „Warum lassen wir nicht gleich beide Derbys ausfallen? Dann hat niemand Ärger, und wir sparen uns die ganze Aufregung.“ Das wird man bei Lok anders sehen. Sicher will Blau-Gelb sechs Punkte aus beiden Spielen holen.

Jens Fuge, Frank Schober

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