12. Januar 2020 / 13:46 Uhr

BSG Chemie Leipzig wird Zweiter beim achten Bornaer "Glück-Auf"-Turnier

BSG Chemie Leipzig wird Zweiter beim achten Bornaer "Glück-Auf"-Turnier

Jens Fuge
Leipziger Volkszeitung
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Die BSG Chemie Leipzig unterlag im Finale des 8. Bornaer "Glück-Auf"-Turniers Oberligist FC Eilenburg mit 1:3. © LVZ
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Das Team aus Leipzig-Leutzsch musste sich im Finale Oberligist FC Eilenburg mit 1:3 geschlagen geben. Am Dienstag testen die Grün-Weißen beim SV Union Sandersdorf. 

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Borna. Hallenturnier in Borna mit der versammelten lokalen Kreisfußball-Elite: Es sollte der einzige Hallenauftritt der BSG Chemie in diesem Winter bleiben, zu groß ist die Angst vor möglichen Verletzungen. Doch hängen ließen sich die Leutzscher nicht, steigerten sich nach schwachem Beginn und boten Oberligist FC Eilenburg im Finale Paroli, unterlagen aber mit 1:3.

Sie sind nicht als Hallenfüchse bekannt, wollten aber ihre Visitenkarte abgeben: Chemie Leipzig setzt eigentlich auf andere Schwerpunkte. „Es darf sich um Himmelswillen niemand verletzen, aber ganz können und wollen wir uns dem Hallenfußball nicht entziehen – wir haben sehr viele Anhänger in der Region“, fasste BSG-Chef Frank Kühne die widerstrebenden Interessen zusammen. „Das ist hier kein Wunschkonzert“, schmunzelte Co-Trainer Christian Sobottka, der an der Bande das Kommando für Miro Jagatic führte, der bei seinen neugeborenen Zwillingen in Berlin weilte. Gerade er traf auf jede Menge alte Bekannte, mit denen er während seiner aktiven Karriere u.a. in Borna zusammengespielt hatte. Das eine oder andere Gespräch zwischen den Spielen ergab sich u.a. mit Andreas Streubel und Ingmar Nehrig (Bad Lausick), Benjamin Fraunholz (Naunhof), Jens Wagner (Borna) oder Trainer Alexander Kunert (Grimma) – man kennt und schätzt sich in der Region. Auch der Flachs kam nicht zu kurz – so neckte Andy Wendschuch seinen ehemaligen Teamkameraden Rico Engler (Grimma): „Wie früher, Rico!“, als dem der Ball versprang.

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Impressionen vom achten "Glück-Auf"-Turnier aus Borna ©
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Aber nicht jeder Kicker mag die Halle. „Ich habe zuletzt vor sechs Jahren Halle gespielt“, gab Chemies Stürmer Florian Kirstein zu. Entsprechend geriet der Start mit einem 1:1 gegen die Kickers aus Markkleeberg und einem 0:2 gegen Bad Lausick. Danach zeigten sich die Grün-Weißen selbstkritisch: „Das ist peinlich. Da müssen wir mehr machen“, ärgerten sich Max Kessler und Björn Nikolajewski. Im dritten Spiel – beide hätten für einen Halbfinaleinzug gewinnen müssen - gelang gegen Lokalmatador Bornaer SV ein klares 4:0 und damit eine erste Rehabilitierung. Überraschend stark war Bad Lausick, die ohne Verlustpunkt ins Halbfinale marschierten. In der anderen Gruppe setzten sich Grimma und Eilenburg durch, die sich ein spannendes Duell lieferten, das 4:2 für Grimma ausging.

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Im ersten Halbfinale trafen die BSG Chemie und Grimma aufeinander. Eine Rarität war der torlose Spielausgang, so dass das Neunmeterschießen entscheiden musste. Lattendresse-Levesque hielt den Schuss von Hübner, Kind, Nikolajewski und Wajer trafen, Chemie stand im Finale. Im anderen Halbfinale unterlag Bad Lausick gegen Eilenburg hoch mit 2:6. So kam es zum Aufeinandertreffen zwischen Eilenburg und Chemie, das im Herbst erst mit dem Pokal-Aus der Chemiker im Sachsenpokal endete (1:0). In der Halle blieben die Leutzscher chancenlos und unterlagen 1:3. Mit Eilenburg setzte sich verdient das stärkste Team des Feldes durch.

Für Chemie geht es am Dienstag mit einem Testspiel in Sandersdorf und ab Donnerstag mit einem Trainingslager in Teistungen weiter. Dort soll auch der Stürmer Tomas Petracek wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen, der an einem Patellasehnenanriss laborierte. Auch Philipp Wendt soll mitfahren, auch er steht kurz vor seinem Wiedereinstieg. Auf dem – im Winter schwierigen – Transfermarkt schauen sich die Leutzscher intensiv um. „Es gibt ganz klare Vorstellungen der sportlichen Leitung, wir müssen jetzt sehen, ob wir das gestemmt bekommen“, sagt Frank Kühne. Ein oder sogar zwei Zugänge könnte es geben – abhängig von den Konditionen und dem Zustand der Spieler. „Ergänzungen brauchen wir keine. Nur echte Verstärkungen helfen uns weiter“, so Kühne. Gute Erfahrungen haben sie in Leutzsch ja mit Wintertransfers gemacht – vor zwei Jahren kamen Pierre Merkel und Rintaro Yajima.

BSG Chemie: Lattendresse-Levesque, Nikolajewski 2, Schubert 1, Kessler 2, Kirstein 1, Kind 1, Wendschuch, Wajer 1, F. Schmidt.

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