04. Mai 2019 / 14:07 Uhr

BSV Gleidingen: Zwischen Maulwurfproblem und Kunstrasenplänen

BSV Gleidingen: Zwischen Maulwurfproblem und Kunstrasenplänen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wühlmäuse und Maulwürfe machen dem BSV Gleidingen zu schaffen.
Wühlmäuse und Maulwürfe machen dem BSV Gleidingen zu schaffen. © Astrid Köhler
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Es bewegt sich aktuell einiges beim BSV Gleidingen. Die massiven Probleme mit Maulwürfen und anderen tierischen Störenfrieden beschäftigen die Verantwortlichen. Ein neuer Kunstrasenplatz ist angedacht, zusätzlich soll ein engmaschiger Zaun zum Schutz der Rasenplätze her.

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Von Astrid Fischer

Zwei große Themen beschäftigen den BSV Gleidingen zurzeit. Da gibt es zum einen die massiven Probleme auf den Sportplätzen am Jahnweg (A- und B-Platz), wo Maulwürfe und Wühlmäuse regelmäßig Gänge, Löcher und Hügel in den Rasen graben und eine kaputte Drainage auf dem B-Platz den Spielbetrieb einschränkt.

Zudem wird der auch als Festplatz genutzte C-Platz an der Oesselser Straße in der Ortsmitte demnächst wie angekündigt zugunsten des Gewerbebetriebes dort ein weiteres Mal verkleinert. Bei dem zweiten Thema geht es hingegen eher um eine Vision, wie sich der seit 150 Jahren bestehende Verein künftig aufstellen will. Erwogen wird neben der Anlage eines kostenintensiven Kunstrasenplatzes der Bau einer Outdoor-Freizeitanlage.

"Wir sind ganz am Anfang"

„Wir sind ganz am Anfang und müssen noch eine Menge rechnen“, betont die BSV-Vorsitzende Heike Heisig. Vorstellbar sei die Einrichtung eines Kraftraums und einer Kletterwand im Außenbereich. Die Angebote sollten nicht nur die rund 1200 Mitglieder, sondern auch Externe nutzen können, sagt die Vorsitzende.

Entschieden sei aber noch nichts. „Wir denken viel nach, sind mutig, aber auch realistisch und wollen keine Utopien.“

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Kirchdorfs Dennis Lattmann kracht nach einem Foul von Björn Fischer in die Bande und bekommt direkt noch eine Bierdusche. Zur Galerie
Kirchdorfs Dennis Lattmann kracht nach einem Foul von Björn Fischer in die Bande und bekommt direkt noch eine Bierdusche. ©
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Kosten für Kunstrasenplatz und Rasen werden geprüft

Ebenfalls noch reichlich Diskussions- und Rechenbedarf gibt es in puncto Kunstrasenplatz. Mit Blick gerade auf den verregneten Sommer 2017 mit vielen Spielabsagen würde dieser zwar Probleme lösen, doch mit einem solchen Neubau sind auch hohe Kosten verbunden. „Das ist eine sehr große Hausnummer“, betont Heisig. Noch bevor die Stadt Laatzen sich zu einer möglichen Beteiligung äußere, müsse der Verein entscheiden, ob er sich eine derartige finanzielle Belastung aufbürden wolle.

Die Entwicklung der Fußballsparte sei jedoch ein wichtiger Faktor. Fest steht bisher nur: Wenn Laatzen seinen ersten Kunstrasenplatz auf dem mit Flutlicht ausgestatteten B-Platz in Gleidingen erhalten sollte, muss auch ein dazu passender Ersatz für die kaputte Drainage verbaut werden. Die Kosten würden derzeit für beide Systeme – Rasen und Kunstrasen – geprüft, sagt Heisig.

Plan soll bis Mitte Juni abgeschlossen sein

„Wir wünschen uns mittelfrsitig die Installation eines wintertauglichen Kunstrasenplatzes, zumal der C-Platz an der Oesselser Straße demnächst wegfällt, meint die Vorsitzende. Nach der geplanten Erweiterung des Gewerbebetriebes in Richtung C-Platz werde dort keine Leichtathletik mehr stattfinden können, und auch für das Sportabzeichen werden dann neue Abnahmeorte benötigt.

Bestenfalls eine einzelne Fußballmannschaft könnte noch an der Oesselser Straße trainieren. Bis Mitte Juni, so der Plan, sollen die Kostenermittlungen für einen Kunstrasenplatz seitens der Stadt und des Vereins abgeschlossen sein. Über mögliche weitere Schritte will der Vorstand dann auch zeitnah seine Mitglieder informieren.

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Der erste Platz liegt nordöstlich von Hannover und beheimatet ein Team, das im vergangenen Jahr beinahe den Aufstieg geschafft hätte. Südlich der Anlage befindet sich eine Burg. Zur Galerie
Der erste Platz liegt nordöstlich von Hannover und beheimatet ein Team, das im vergangenen Jahr beinahe den Aufstieg geschafft hätte. Südlich der Anlage befindet sich eine Burg. ©

Wühlmäuse, Kaninchen und Maulwürfe machen Ärger

Parallel zu diesen Überlegungen ist der Verein damit beschäftigt, den Spielbetrieb auf den Plätzen am Jahnweg sicherzustellen. Regelmäßig müssten die von Wühlmäusen, Maulwürfen und auch Kaninchen gegrabenen Löcher und Hügel dort von Hand aufgefüllt oder begradigt werden, erklärt der Leiter der Fußballsparte und BSV-Clubhauspächter Gabriel Usai.

Vor jedem Spiel müssen der Platzwart und andere Vereinsmitglieder den A-Platz auf mögliche Stolperfallen untersuchen sowie Löcher und unterirdische Gänge von Hand mit Erde oder Sand füllen. Auf dem B-Platz waren die Gräben und Löcher zwischenzeitlich so tief, dass darin fast eine Lastwagenladung voll Sand Platz hatte. Die Stadt hat die Fläche erst vergangene Woche begradigt und abgezogen und zuvor einen Kammerjäger mit der Vertreibung der Wühlmäuse beauftragt. Das sei offenbar erfolgreich verlaufen, sagt Usai.

Bau eines Gitters geplant

Für den gleichfalls von Maulwürfen und Wühlmäusen heimgesuchten A-Platz steht die große Maßnahme noch bevor. Dort solle eine sogenannte Maulwurfsperre verbaut werden, hat die Stadt mitgeteilt. Dabei handelt es sich um ein engmaschiges Gitter, das in einem etwa 40 Zentimeter tiefen Graben einmal um den Platz herum vertikal eingesetzt wird. Die Arbeiten sind erst nach Saisonende geplant, voraussichtlich Mitte Juni.

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