13. Mai 2019 / 10:22 Uhr

Budissa Bautzen geht beim FC Oberlausitz unter

Budissa Bautzen geht beim FC Oberlausitz unter

Jürgen Schwarz
Dresdner Neueste Nachrichten
Martin Hoßmang (hinten) will Bocar Djumo im Regionalligaspiel FC Oberlausitz Neugersdorf gegen FSV Budissa Bautzen stoppen.
Martin Hoßmang (hinten) will Bocar Djumo im Regionalligaspiel FC Oberlausitz Neugersdorf gegen FSV Budissa Bautzen stoppen. © Florian Richter
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Regionalliga Nordost: Die Fußballer aus Bischofswerda und Neugersdorf feiern am vorletzten Spieltag schon den Klassenerhalt. Dagegen droht den Bautzenern der Abstieg aus der vierthöchsten Spielklasse.

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Dresden. Der Bischofswerdaer FV und der FC Oberlausitz Neugersdorf spielen auch in der kommenden Saison in der Regionalliga Nordost. Zumindest ist das die sportliche Entscheidung. Da aus der 3. Liga maximal noch ein NOFV-Verein (Carl Zeiss Jena oder Energie Cottbus) absteigen kann, gibt es in der 4. Liga maximal zwei Vereine, die den Weg in die Oberliga antreten müssten. Ein Fernduell liefern sich dann am kommenden Sonnabend Schlusslicht Budissa Bautzen (26 Zähler) und der Tabellenvorletzte Optik Rathenow (27). Verlieren die Rathenower ihr Heimspiel gegen Hertha BSC, reicht Budissa zu Hause gegen Meuselwitz ein Remis. Gewinnt Optik Rathenow, hängt die „Rote Laterne“ auch nach der Endabrechnung in Bautzen. Dann müssten die Spreestädter hoffen, dass ein Regionalliga-Verein seine Mannschaft zurückzieht oder vom Verband keine Spielgenehmigung erhält.

Den Schiebockern reichte zu Hause vor 189 Zuschauern ein 1:1 (1:1) gegen den VfB Germania Halberstadt zum Klassenerhalt. Der FC Oberlausitz machte am vorletzten Spieltag mit dem 5:1 (3:0)-Kantersieg im Derby vor 504 Zuschauern gegen Bautzen alles klar. Budissa musste in der Sparkassen-Arena auf seinen besten Offensiv-Spieler Tony Schmidt verzichten (grippaler Infekt).

Budissa Bautzen ohne Mentalität

Die erste nennenswerte Offensivaktion verzeichneten die Gastgeber durch Bocar Djumo, der nach einer Einzelleistung knapp verzog (13.). Sechs Minuten später stand es 1:0. Josef Marek hatte den Ball gegen die Querlatte geköpft und Ronald Wolf erfolgreich nachgesetzt. Kurz danach war das Derby zumindest vorentschieden. FCO-Kapitän Karl Petrik, ein Ex-Budisse, erhöhte auf 2:0 (25.). Und ehe die Budissen überhaupt die Chance hatten, sich neu zu ordnen, erhöhten die Neugersdorfer durch Lukas Knechtel auf 3:0 (31.).

Die einzig positive Nachricht für die Bautzener kam in der Pause aus Nordhausen, wo der Tabellenletzte Optik Rathenow im Rückstand lag. Ein Sieg der Rathenower im Südharz und der Viertliga-Abstieg wäre für Budissa schon am vorletzten Spieltag besiegelt gewesen.

In der 56. Minute erhöhte Jaroslav Dittrich auf 4:0. Nur 120 Sekunden später verhinderte Torhüter Christopher Schulz das 0:5, klärte in höchster Not gegen Djumo. Erst als die Neugersdorfer vom „Gaspedal“ gingen, fand Bautzen etwas besser ins Spiel und kam durch Roman Kasiar zum Ehrentreffer (79.). Kurz vor Spielende stellte Jan Sisler mit dem 5:1 den alten Abstand wieder her (86.).

„Wir haben zu keiner Zeit die notwendige Mentalität aufgebracht, die für so ein Spiel notwendig ist. Zwangsläufig fehlte uns damit auch die Qualität. So kann man in der Regionalliga nicht bestehen“, resümierte Budissa-Coach Petrik Sander.

Schiebock und Halberstadt spielen 1:1

In Bischofswerda verzeichneten die Platzbesitzer den besseren Start und gingen durch Frank Zille in Führung (13.). Doch Halberstadt zeigte sich wenig beeindruckt, spielte fortan konsequent und spielsicher auf den Ausgleich. Der fiel schließlich in der 33. Minute durch Dennis Blaser, der in der Winterpause aus Neugersdorf zu Germania gewechselt war und bereits sein sechstes Tor für die Sachsen-Anhalter markierte. Kurz vor dem Pausenpfiff verzeichneten die Bischofswerdaer noch einen verheißungsvollen Konter, aber Norman Kloß setzte das Leder über das Tor.

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Zu Beginn der zweiten 45 Minuten wirkten zunächst die Gäste entschlossener. Blasers Kopfball verfehlte das BFV-Gehäuse nur knapp (52.). Mit der Einwechslung von Tomas Petracek kam endlich wieder Schwung in die Schiebocker Reihen. Gäste-Torwart Till Brinkmann wartete mit einigen Glanzparaden auf. Germania musste ab der 73. Minute in Unterzahl spielen, weil Leon Heynke nach einer Notbremse gegen Petracek „Rot“ gesehen hatte. Am Ende war Halberstadt mit dem einen Zähler gut bedient, aber die Bischofswerdaer mit ihrem Punkt ebenso glücklich.

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