20. Mai 2019 / 09:39 Uhr

Budissa Bautzen steigt nach fünf Jahren ab

Budissa Bautzen steigt nach fünf Jahren ab

Jürgen Schwarz
Dresdner Neueste Nachrichten
Budissa-Kapitän Martin Hoßmang (links) im Luftkampf gegen den Meuselwitzer Fabian Raithel.
Budissa-Kapitän Martin Hoßmang (links) im Luftkampf gegen den Meuselwitzer Fabian Raithel. © Torsten Zettl
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Regionalliga Nordost: Bischofswerda geht beim Chemnitzer FC mit 0:7 unter, der FC Oberlausitz zieht nach dem 2:1-Sieg beim 1. FC Lok Leipzig vorbei.

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Dresden. Die FSV Budissa Bautzen und Optik Rathenow steigen aus der Regionalliga ab. Der FC Oberlausitz Neugersdorf (15.) und Aufsteiger Bischofswerdaer FV (16.) feiern auf den ersten beiden Nichtabstiegsplätzen den Ligaverbleib. Vor dem letzten Spieltag hatte Thomas Hentschel angekündigt, mit einem Punktgewinn beim 1. FC Lok Leipzig seine Mannschaft noch auf Platz 15 führen zu wollen. Gesagt, getan. Zwei Treffer von Josef Marek, den der FCO über weite Strecken der Saison aufgrund einer Verletzung schmerzlich vermisst hatte, sicherten den Dreier.

Hentschel sieht seine Mission damit erfüllt und verlässt den Verein. „Ich habe das Amt übernommen, weil mich Präsident Ernst Lieb darum gebeten hatte. Auf Dauer kann ich diesen Trainerjob in der vierten Liga aber nicht ausüben, da ich noch 40 Stunden pro Woche beim Sportbund in Bautzen arbeite.“

Hentschel ist auch noch Mitglied bei Budissa Bautzen. „Natürlich schmerzt mich dieser Abstieg“, sagt der 54-Jährige, der die Spreestädter 2014 erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in die Regionalliga geführt hatte und knapp zwei Jahre später beurlaubt worden war. Besser wurde danach nichts. Auch der Trainerwechsel Ende Februar dieses Jahres verfehlte seine Wirkung komplett. Petrik Sander, der Torsten Gütschow ablöste, wartete in zwölf Partien vergeblich auf einen Dreier: vier Remis, acht Niederlagen.

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Es war ganz sicher kein Trost für die Spieler um Kapitän Martin Hoßmang, dass auch der vorletzte Rang nicht zum Ligaverbleib gereicht hätte, weil Energie Cottbus aus der dritten Liga absteigt. Gegen den ZFC Meuselwitz traf Philipp Dartsch erst in der 86. Minute zum 1:2-Endstand. Bautzen war vor der Pause besser, traf aber zweimal nur die Torumrahmung (Treu, Kasiar). Nach dem Seitentausch drehte Meuselwitz auf und kam durch Michael Rudolph (62.) und Rintaro Yajima (76.) zu den entscheidenden Toren. Mit nur acht Punkten in der Rückrunde sowie der mit Abstand schwächsten Offensive im 18er-Feld war letztendlich kein Staat zu machen. Hinzu kam eine permanent lange Ausfallliste, die Trainer Petrik Sander ständig zur Improvisation zwang.

Der Bischofswerdaer Präsident Jürgen Neumann behielt mit seiner Voraussage, zwei der drei Oberlausitzer Vereine würden wohl absteigen müssen, zum Glück nicht recht. Neben dem FC Oberlausitz sicherten sich auch die Schiebocker den Ligaverbleib. Über den letzten Auftritt vor der Meisterfeier in Chemnitz sollte man beim BFV lieber dem Mantel des Schweigens decken. „Es war eine peinliche Vorstellung“, gab Trainer Schmidt unumwunden zu. Vor 4208 Zuschauern trafen Kapitän Dennis Grote (7./Foulelfmeter), Daniel Frahn (17., 60.), Dejan Bozic (59./Foulelfmeter), Jan-Pelle Hoppe (68., 74.) und Erik Tallig (84.) für den CFC ins Schwarze. „Auch diese klare Niederlage ist eine Erfahrung für meine Jungs. Daraus müssen wir lernen und die richtigen Schlussfolgerungen ziehen. 2019/20 wird keineswegs leichter“, weiß Erik Schmidt.

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