22. Mai 2020 / 17:45 Uhr

Bullseye mit dem Fußball: Gelungene Abwechslung bei RW

Bullseye mit dem Fußball: Gelungene Abwechslung bei RW

Lukas Everling
Peiner Allgemeine Zeitung
Mitten rein: Dennis Scharenberg vom TSV Rot-Weiß Schwicheldt hat beim Fußballdarts das Bullseye erwischt.
Mitten rein: Dennis Scharenberg vom TSV Rot-Weiß Schwicheldt hat beim Fußballdarts das Bullseye erwischt. © Pascal Wolf
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Es liegt nun an den Coaches, ihren Spielern ein ausgewogenes Training zu bieten. Tobias Dreyer ist dies mit einer Überraschung bei der zweiten Einheit nach der Corona-Pause auf jeden Fall gelungen. Mit Fußbällen schossen die Schwicheldter auf die übergroße Dartscheibe.

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Für das Torschusstraining taugt diese Übung vermutlich nicht, mit der Schwicheldts Fußball-Trainer Tobias Dreyer sein Team überrascht hat. Immerhin ist die aufblasbare Dartscheibe stolze vier Meter hoch und das wohl wichtigste Feld, die dreifache 20, ist noch oberhalb der Querlatte eines Tores zu verorten. Doch viel wichtiger: Nach der langen Corona-Pause hat es den Kreisliga-Kickern einfach richtig Spaß gemacht. „Aktuell ist das absolut notwendig“, findet Dreyer, der sich einiges überlegen möchte, um seine Jungs bei der Stange zu halten.

Der Coach hatte das Spaßutensil selber aus Hannover abgeholt und vor dem Training mit seinem Co-Trainer Holger Brennecke aufgebaut. Noch bevor die Spieler zum Training kamen, belohnte sich Dreyer für die Mühen und versuchte sich als Erster an der überdimensionalen Klettwand, die mit daran haftenden Bällen aus 12 bis 15 Metern bespielt wird. „Das war aber gar nicht gut“, sagt Dreyer lachend. „Ohne mich aufzuwärmen hab ich mir dann wohl auch gleich etwas gezerrt und mich danach auch nicht mehr getraut“, führt er schmunzelnd aus und verrät, dass sein Ball nur in dem Feld mit der eins gelandet ist. Leider das schlechtest mögliche Ergebnis.

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Dass seine Kicker über die lange Durststrecke das Zielen nicht verlernt haben, zeigten sie ihrem Trainer dann während der Einheit. „Dennis Scharenberg hat die Triple-20 getroffen“, erklärt Dreyer. „Auch Arno Merk war gut und hat ins Bullseye geschossen“, berichtet der Schwicheldter Trainer. Merk beweist regelmäßig, dass er es auch an der Dartscheibe in Originalgröße kann, denn mit den Bulldogs Wolfenbüttel hatte er bis zum Saisonabbruch die Bundesliga Nord angeführt.

Ansonsten hatten sich die Rot-Weißen auf Passübungen und Fußballtennis beschränkt. „Spielzüge einzustudieren bringt eh nichts. Wir werden in dieser Konstellation kein Pflichtspiel mehr absolvieren“, sagt Dreyer, der nun aber an einer neuen Trainingsform feilt.

Weil unter der Woche bei beiden Einheiten mehr als 22 Leute zugesagt hatten, tüftelt er nun an einem Elf-gegen-Elf-Spiel auf dem großen Feld. „Ohne Zweikämpfe“, sagt Dreyer, der sich wohl ein wenig an der Aufstellung des klassischen Tischkickers orientieren wird. Zugegeben: So statisch solle es nicht werden.

Von Lukas Everling