18. April 2022 / 18:18 Uhr

Wer muss runter, wer rettet sich? So ist die Ausgangslage im Bundesliga-Abstiegskampf

Wer muss runter, wer rettet sich? So ist die Ausgangslage im Bundesliga-Abstiegskampf

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kämpfen mit ihren Teams um den Klassenerhalt: FCA-Trainer Markus Weinzierl (von links nach rechts), Hertha-Coach Felix Magath, VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo und Arminia-Coach Frank Kramer.
Kämpfen mit ihren Teams um den Klassenerhalt: FCA-Trainer Markus Weinzierl (von links nach rechts), Hertha-Coach Felix Magath, VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo und Arminia-Coach Frank Kramer. © IMAGO/Sven Simon/Rene Schulz/foto2press (Montage)
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Der Abstiegskampf in der Bundesliga nimmt immer mehr Fahrt auf. Während Greuther Fürth nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt hat, kämpfen der FC Augsburg, Hertha BSC, der VfB Stuttgart und Arminia Bielefeld noch ums nackte Überleben. Die Ausgangslage vor dem 31. Spieltag.

Günther Koch meldete sich einst in Nürnberg legendär "vom Abgrund" und Tausende Fans in Bielefeld, Stuttgart, Berlin, Augsburg und besonders in Fürth können in diesen Tagen nachfühlen, was der Radioreporter meinte. Vier Spieltag vor dem Saisonende spitzt sich der Abstiegskampf in der Bundesliga zu. Die SpVgg Greuther Fürth ist kaum mehr zu retten, aus dem Quartett FC Augsburg, Hertha BSC, VfB Stuttgart und Arminia Bielefeld wird es einen Klub direkt erwischen, der andere muss (oder darf) in die Relegation. Rechnerisch gerettet ist bis auf die ersten acht Teams des Klassements noch niemand. Ein Überblick.

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FC Augsburg (Platz 14/32 Punkte/34:47 Tore)

Als Aufbaugegner wollten die bayerischen Schwaben sicher nicht auftreten. Und doch taten sie das. "Wenn du so ein Spiel verlierst, wo du so einen Schritt nach vorne machen kannst, ist die Enttäuschung groß", sagte Geschäftsführer Stefan Reuter nach dem 0:1 gegen Hertha BSC, eine gemeinhin als "Sechspunktespiel" bezeichnete Partie. Der FCA, der auch in seinem zehnten Bundesligajahr als abstiegsgefährdeter Klub gesehen wird, hat es aber weiter selbst in der Hand. "Der nächste Matchball ist in Bochum, darauf liegt die volle Konzentration", sagte Torwart Rafal Gikiewicz.

Hertha BSC (15/29/32:66)

Felix Magath kam als Retter. Schließlich ist der 68-Jährige in seiner Trainerkarriere noch nie abgestiegen. Sorgen wie bei der Hertha hatte der einstige Meistermacher allerdings auch selten. Viel mehr als bei den Berlinern kann kaum schiefgehen in einer Saison - dennoch ist das glückliche Ende nach dem 1:0 in Augsburg wieder greifbarer. Am kommenden Sonntag Stuttgart, dann in Bielefeld - zwei weitere Siege gegen Abstiegskandidaten würden wohl die Rettung bedeuten. "Wir können uns nicht zurücklehnen", sagte Magath. "Es gibt keinen Zweifel, dass wir nächste Woche genau so intensiv weiterarbeiten müssen. Nur dann haben wir eine Chance gegen Stuttgart."

VfB Stuttgart (16/28/36:53)

Der VfB wirkte in den vergangenen Wochen eigentlich nicht wie ein Abstiegskandidat. Zumindest versuchen Trainer Pellegrino Matarazzo und Sportdirektor Sven Mislintat stets, Gelassenheit und Optimismus zu verbreiten. Die Partie in Berlin wird dennoch zum Schlüsselspiel. "Wir haben eine blöde Situation. Aber ich glaube schon, dass wir in Berlin unseren Job machen und alle darauf brennen werden", sagte Stürmer Sasa Kalajdzic. Und Mislintat äußerte das, was typisch klingt für diesen VfB 2022: "Immer noch mit Ruhe und Besonnenheit" werde die Situation angenommen.

Arminia Bielefeld (17/26/23:46)

Der FC Bayern München war am Sonntag alles andere als ein dankbarer Gegner, so schlecht war der Bielefelder Auftritt beim 0:3 aber nicht. "Uns muss eines Auftrieb geben: Dass wir gemeinsam gekämpft haben", sagte Mittelfeldspieler Manuel Prietl. Nach dem Spiel beim 1. FC Köln am kommenden Samstag empfängt die Arminia die Hertha. "Wir brauchen Punkte, was anderes zählt jetzt nicht mehr", sagte Patrick Wimmer. Die Partie in Bochum und das Spiel gegen RB Leipzig sind die abschließenden Partien der Bielefelder in der Bundesliga - für länger?

SpVgg Greuther Fürth (18/17/24:72)

Ein bisschen spät, mag so mancher Fan Trainer Stefan Leitl in Gedanken zugerufen haben. "Wir sind in der Bundesliga angekommen", sagte Leitl nach dem 0:0 bei der TSG 1899 Hoffenheim und meinte die verbesserte Rückrunde der Fürther. Der Abschied ist dennoch kaum mehr zu vermeiden, schon am Wochenende nach dem Spiel gegen Bayer Leverkusen könnte es so weit sein. Überraschend kommt der Abstieg angesichts des enormen Rückstandes längst nicht mehr. "Sehr, sehr achtbar" sei die Rückrunde bislang, sagte Sportdirektor Rachid Azzouzi.