12. Februar 2020 / 10:10 Uhr

Bundesliga im internationalen Vergleich: Das sagen Bayern-Vorstand Kahn, BVB-Manager Zorc und Co. 

Bundesliga im internationalen Vergleich: Das sagen Bayern-Vorstand Kahn, BVB-Manager Zorc und Co. 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Vorstand Oliver Kahn (links) und BVB-Manager Michael Zorc sprechen über den Stellenwert der Bundesliga.
Bayern-Vorstand Oliver Kahn (links) und BVB-Manager Michael Zorc sprechen über den Stellenwert der Bundesliga. © Getty Images/Montage
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Mit dem FC Bayern München, Borussia Dortmund und RB Leipzig stehen drei Bundesligisten im Achtelfinale der Champions League. Zudem kämpfen Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt und der VfL Wolfsburg, in der Europa League ums Weiterkommen. Vor den nächsten Spielen sprechen die Klub-Verantwortlichen über den Stellenwert der Bundesliga im europäischen Vergleich.

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Jeweils drei Bundesligisten haben in dieser Saison die K.-o.-Runden der Champions League und Europa League erreicht. Der FC Bayern München, Borussia Dortmund und RB Leipzig sind in der Königsklasse weiter mit dabei, Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt und der VfL Wolfsburg spielen in der Europa League um den Einzug in die nächste Runde. Vor den Hinspielen äußern sich die Verantwortlichen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur der deutschen Klubs zum Stellenwert der Bundesliga im europäischen Vergleich.

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"Wir brauchen uns nicht groß zu verstecken. Ich glaube, die Bundesliga hat gezeigt, dass wir gerade im internationalen Bereich Mannschaften haben, die sehr gut Fußball spielen, die sehr dominant agieren können. International brauchen wir uns nicht zu verstecken und deswegen bin ich da guter Dinge, dass das auch in die richtige Richtung weiter geht", sagt Bayern-Trainer Hansi Flick vor den Achtelfinal-Spielen gegen den FC Chelsea. Das Hinspiel in London steht am 25. Februar an, das Rückspiel ist am 18. März geplant. FCB-Vorstandsmitglied Oliver Kahn macht deutlich: "Die Leistung in der Champions League war überragend. Es ist alles möglich."

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Saison 1992/1993: Im Olympiastadion München besiegt Olympique Marseille den AC Mailand mit 1:0. Der deutsche Nationalspieler Rudi Völler (links) steht bis zur 78. Minute auf dem Platz. Zur Galerie
Saison 1992/1993: Im Olympiastadion München besiegt Olympique Marseille den AC Mailand mit 1:0. Der deutsche Nationalspieler Rudi Völler (links) steht bis zur 78. Minute auf dem Platz. ©
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Im Vergleich zum FC Bayern geht Borussia Dortmund eher als Außenseiter ins Achtelfinale. Gegner Paris Saint-Germain strebt den Champions-League-Sieg in dieser mehr als alles andere an - die Konkurrenz ist aber groß. In der Endrunde befinden sich nur Klubs Topligen aus England, Spanien, Deutschland, Italien und Frankreich. "Das kann eine Momentaufnahme sein. Aber es war ja auch in der Vergangenheit so, dass nur ein oder zwei Teams aus einer kleineren Liga noch unter den letzten 16 waren. Auf dem Spitzenniveau muss sich die Bundesliga nicht verstecken. Ob am Ende wieder mal ein Team im Halbfinale oder Finale steht, muss man sehen. Das hängt oft auch ein Stück weit vom Losglück ab", sagt BVB-Manager Michael Zorc.

Leipzig-Sportdirektor Krösche: "Bundesliga ist ausgeglichener"

Im europäischen Vergleich muss sich die Bundesliga auch laut Markus Krösche, Sportdirektor von RB Leipzig, nicht verstecken. "Die Bundesliga ist nicht nur für junge Top-Spieler nach wie vor eine attraktive Adresse. Zudem spricht es für die deutsche Liga, dass sie ausgeglichener ist als die anderen genannten Ligen. Auch das ist eine Stärke unserer Liga und zeigt, wie gut das Produkt Bundesliga ist", sagte Krösche. RB trifft in der K.o.-Runde der Champions League auf die Tottenham Hotspur.

Bayer-Sportdirektor Rolfes: "Bundesliga gehört zu den besten Ligen"

In der Europa League rechnen sich Bayer Leverkusen (gegen FC Porto), Eintracht Frankfurt (gegen RB Salzburg) und der VfL Wolfsburg (gegen Malmö FF) gute Chancen aus. Bayer-Sportdirektor Simon Rolfes ist davon überzeugt, dass die Bundesliga-Klubs auch in den nächsten Runden in Europ vertreten sein werden. "Wir haben die Qualität, in der Champions League und in der Europa League bis zum Schluss ein Wörtchen mitzureden. Die Bundesliga gehört zu den besten Ligen, das sagt schon allein die Fünfjahreswertung der UEFA aus. Mit Gladbach ist in der laufenden Saison nur ein Verein in der Gruppenphase ausgeschieden. Wir gehören zur Spitze in Europa, es gibt keinen Grund, uns klein zu machen", betont der frühere Kapitän der Werkself.

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Im ersten Finale der neuen UEFA Europa League am 12. Mai 2010 in Hamburg gewann Atlético Madrid nach Verlängerung 2:1 gegen den FC Fulham. Zur Galerie
Im ersten Finale der neuen UEFA Europa League am 12. Mai 2010 in Hamburg gewann Atlético Madrid nach Verlängerung 2:1 gegen den FC Fulham. ©

Auch Bruno Hübner, Sportdirektor von Eintracht Frankfurt, sieht die Bundesliga im Duell mit England und Co. nicht schlechter: "Die Bundesliga muss sich im internationalen Vergleich überhaupt nicht verstecken. Unter den aktuellen Bedingungen wird in Deutschland sehr gute Arbeit geleistet." Wolfsburg-Trainer Oliver Glasner sieht gute Chancen für die Bundesliga-Vereine auf internationaler Bühne. "Ich traue es den deutschen Klubs zu, dass einer zumindest das Halbfinale in der Champions League erreichen kann. In der Europa League kann ähnlich wie letztes Jahr Eintracht Frankfurt wieder ein deutscher Klub für Furore sorgen. Allerdings sind auch namhafte Klubs aus der Champions League jetzt in der K.o.-Runde dabei."

Bundestrainer Löw glaubt an Weiterkommen: "International etwas bewegen"

Der FC Bayern war der letzte Bundesligist, der den Titel in der Champions League gewinnen konnte (2013). Die Europa League in der derzeitigen Form hat bislang noch kein deutscher Verein gewonnen, im Vorgänger-Wettbewerb UEFA-Cup triumphierte zuletzt 1997 der FC Schalke 04. Bundestrainer Joachim Löw glaubt an ein Weiterkommen der Bundesligisten in den anstehenden K.o.-Runden im Europapokal. "Man hat zum ersten Mal seit ein paar Jahren das Gefühl, dass die deutschen Mannschaften international etwas bewegen können", sagte Bundestrainer Joachim Löw über die Chancen der Bundesliga-Teams: "Leipzig, Dortmund oder Bayern sind der Champions League sicher in der Lage, noch weiterzukommen, die nächsten Schritte zu machen."

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