06. Juli 2017 / 17:09 Uhr

Bundesliga: Die "Hertha" liegt auf dem Trockenen

Bundesliga: Die "Hertha" liegt auf dem Trockenen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Schon vor knapp drei Wochen wurde die Hertha aus dem Wasser geholt.
Schon vor knapp drei Wochen wurde die Hertha aus dem Wasser geholt. © Wolfgang Hörmann
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Bundesliga: Das Gründungsschiff von Bundesligist Hertha BSC liegt aktuell in Wusterhausen.

Seit Montag dieser Woche liegt die "Hertha", Gründungsschiff von Bundesligist Hertha BSC, auf der Slippanlage der Firma Dentler. Mitarbeiter des Unternehmens mit Sitz am Klempowsee zogen das Schiff mittels Technik aufs Trockene. Auftraggeber dafür war die Transportfirma, die die alte Dame in Blau-Weiß demnächst in die Hauptstadt bugsieren soll. Der Termin dafür dürfte davon ahängen, wann das Getreidefeld zwischen Seeufer und Bundesstraße 5 abgeerntet ist. Der Stoppelacker wird nämlich als Transportweg benötigt. Möglicherweise müssen darauf Stahlplatten verlegt werden, um einen festen Untergrund zu garantieren.

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Ihre Abschiedsfahrt bestritt die nach Berlin verkaufte „Hertha“ im Dezember. Die letzte Runde drehten die Akteure der „Reederei 5 Seen“, die die Fahrgastschifffahrt nun mittels der „Neptun“ aufrecht erhalten, mit der Hertha erst diesen Mittwoch. Es war ein Funktionstest. Der Motor und alle Pumpen samt Kühlung sollen zur Übergabe schließlich ordnungsgemäß arbeiten.

Das 1886 fertiggestellte Dampfschiff "Hertha" diente in seinen ersten Jahren als Salon-Dampfer und fuhr als Vergnügungsschiff auf der Havel und der Spree umher. 1892 wurde es sogar Namensgeber des neugegründeten Vereins "Berliner Fußball Club Hertha 92", der heute als Hertha BSC in der Bundesliga antritt. Gründungsmitglied Fritz Lindner fuhr zuvor mit der "Hertha" und verpasste nach einer anscheinend äußerst zufriedenstellenden Flussfahrt seinem neuen Verein ihren Namen. Im Jahr 2012 wurde das Traditionsschiff dann von der Prignitzer Leasing AG erworben und in der Region Ostprignitz-Ruppin eingesetzt. Im Mai 2016 gaben die Hertha-BSC-Präsidiumsmitglieder Christian Wolter und Ingmar Pering bekannt, dass der ehemalige Dampfer in die Bundeshauptstadt zurückkehren soll und dort nach einem Umbau wieder der Fahrbetrieb aufgenommen werden soll.